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Anzahl Resultate: 2
Titel: Ihr mich auch
Kollation: Geb., 195 S.
Verlag, Jahr: Südpol Verlag, 2019
ISBN: 978-3-943086-93-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft, Girls
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.08.2019
Ihr mich auch
Statt echten Freunden liebt die ruppige Lu ihre Fantasiefreunde – ihr jüngster Begleiter heisst Rhys. Jederzeit steht er ihr bei, z.B. wenn die Jungs der Parallelklasse sie hänseln. Als ihre Mutter einen Job als Babysitter bei einem traumatisierten Mädchen annimmt, hilft ihr selbst das Boxtraining nicht mehr, sich abzureagieren, aber Rhys ist zur Stelle.
> Ein spannender und gefühlvoller Roman mit einer unkonventionellen Protagonistin, die auch schon mal ihre Fäuste sprechen lässt und sich auch sonst ungern verbiegen mag, wie ihre rebellisch pinkfarbenen Haare beweisen. Sie ist umgeben von zwei starken Nebenfiguren: der behinderten Viola, deren Konflikt und Hintergrund gerne hätte ausgebaut werden dürfen, und Rhys, dessen Präsenz so stark ist, dass man sich als Leser fragt, ob er wirklich nur in ihrer Fantasie existiert. Der mitleidlose Umgang Lus mit Violas Behinderung wirkt überzeugend und authentisch. Eine nonkonforme Geschichte für starke Mädchen in mitreissend flüssigem Schreibstil. Christina Weirich

Titel: Ihr mich auch
Kollation: Broschur, 249 S.
Verlag, Jahr: Thienemann, 2010
ISBN: 978-3-522-20075-2
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Ihr mich auch
Nico, der Macho, und Daniel, der Schwule, teilen sich ein Zimmer im Internat. Beide sind sich gewohnt, ihren Kopf durchzusetzen – da fliegen natürlich ab und zu die Fetzen. Nico findet schnell Freunde, die ihm den geheimen Raum auf dem Dachboden zeigen, wo sich Mädchen und Jungen ohne Aufsicht der Erwachsenen treffen. Daniel findet eher bei den Mädchen Anschluss, seine Andersartigkeit eckt hier weniger an. Nico lernt, seine harte Schale teilweise abzulegen. Und auch Daniel verhält sich weniger provokativ und ermöglicht anderen, sich auf ihn einzulassen.
> Schüler, welche aus irgendeinem Grund nicht die Regelschule besuchen, kommen ins Internat. Häufig ist es ihre letzte Chance. Oft kommt es zu Reibereien zwischen den Jugendlichen. Sie lernen viel voneinander, wenn sie es schaffen, ihre Erfahrungen einander mitzugeben und anzunehmen. Die tagebuchartigen Einträge der beiden Jungen, in denen es um den Alltag und ihre Gefühle geht, können als Diskussionsgrundlage mit Jugendlichen dienen. Kathrin Heiniger