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Anzahl Resultate: 2
Titel: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen
Kollation: Geb., farb. illustr., 111 S.
Verlag, Jahr: Oetinger, 2013
ISBN: 978-3-7891-2019-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Dritte Welt, Gefühle
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 26.02.2020
Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen
Kirsten Boie erzählt Geschichten von Kindern aus Swasiland. Von Thulani, der sich nach dem Tod seiner Eltern unfreiwillig in der Rolle des Familienoberhaupts wiederfindet. Von Sonto, die für ihre Geschwister die Erinnerung an ihre tote Mutter lebendig halten will. Von Lungile, die Arbeit sucht, um Schuhe für ihre kleine Schwester kaufen zu können. Zwischen den Zeilen stehen die unaussprechlichen Geschichten: von Armut und Aids, Kinderprostitution und viel zu frühem Erwachsenwerden.
> Die Erzählungen sind sehr berührend, aber auch verstörend. Sie bilden eine Realität ab, die europäischen Kindern völlig fremd ist. Dass die Geschichten von wahren Begebenheiten inspiriert sind, macht sie umso trauriger. Daher ist es wichtig, dass junge Leserinnen und Leser mit dieser Lektüre nicht allein gelassen werden. Mit der Unterstützung Erwachsener und der Möglichkeit, über das Gelesene sprechen zu können, ist dieses aussergewöhnliche Buch gewiss ein Gewinn für Kinder und Jugendliche. Iris Mende

Titel: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen
Kollation: CD. Lesung, ca. 118 Min., 2 CD
Verlag, Jahr: Goya Libre, 2014
ISBN: 978-3-8337-3212-6
Kategorie: Nonbook
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.03.2015
Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen
Kinder ohne Eltern: Thulis Schwester hat keine Schuhe mehr und darf deshalb nicht zur Schule gehen. Thuli sucht Arbeit und verkauft schliesslich ihren Körper, um Geld für die Schuhe zu besorgen. Thulani muss einen Totenschein haben, der bezeugt, dass er Waise ist. So könnte er unentgeltlich zur Schule gehen. Doch niemand hilft dem Jungen, das Papier zu besorgen. Sipho fühlt sich schuldig am Verbrennungsunfall seiner Grossmutter und redet mit Herrn Jesus. Santo liest ihren Geschwistern aus dem Erinnerungsbuch ihrer toten Mutter vor und fügt hinzu, was diese nicht mehr schreiben konnte.
> Kirsten Boie erzählt von Swasilands Kindern. Dort gibt es so viele HIV-infiszierte Menschen wie nirgends auf der Welt, 45% der Kinder sind Waisen/Halbwaisen. Boies Worte und Sätze sind einfach, werden wiederholt und wirken deshalb eindringlich. Vier Sprechende lesen langsam mit Pausen und intensiv, am Schluss folgt ein Interview mit der Autorin. Traurig, ausserordentlich berührend, unbedingt empfehlenswert. Karin Schmid