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Anzahl Resultate: 3
Titel: Der Sonne nach
Kollation: A. d. Ital., Broschur, 155 S.
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2019
ISBN: 978-3-446-26260-7
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.04.2019
Der Sonne nach
Dario (16) ist wütend: Seine Lehrerin hat ihn vor der ganzen Klasse eine Niete genannt und gesagt, aus ihm werde nie etwas. Deshalb habe sich sein Vater auch davongemacht. Dario knallt die Tür zu, der Griff fliegt weg, und schon sitzt der Junge vor dem Direktor. Dieser verdonnert ihn zu «ehrenamtlicher Pflegebegleitung». Dario muss sich nun um Andy kümmern, einen behinderten Jungen im Rollstuhl, der sich kaum bewegen und nur bruchstückhaft sprechen kann. Allmählich versteht er Andys Wünsche auch fast ohne Worte, und die beiden lernen, sich auch nur durch Blicke zu unterhalten. Eines Tages entscheidet sich Dario spontan dazu, mit Andy dem festgefahrenen Muster zu entfliehen und ans Meer zu fahren, der Sonne entgegen. Ohne Geld, Proviant, und ohne jemanden zu informieren, steigen die beiden in einen Zug nach San Vincenzo. Dario war früher immer mit seinem Vater dort am Meer. Nun lebt der Vater in jener Gegend; ihn will Dario suchen. Zum Glück gibt es immer wieder Menschen, die ihnen auf der Reise helfen. Dario merkt, dass Andy zwar behindert ist, aber kein Idiot. Er ist sogar ein ziemlich guter Kumpel. Dummerweise droht Dario nun die Jugendstrafanstalt, wenn er zurück ist.
> Ein eindrucksvolles Roadmovie von einer ungewöhnlichen Freundschaft. Beide Jugendliche verändern sich auf dieser Reise. Andy lernt und tut Dinge, die ihm vorher niemand zugetraut hat. Und seit sein Vater abgehauen ist, fühlt sich auch Dario so, als sässe er in einem Rollstuhl. Das hat bloss keiner mitbekommen. Er schlägt häufig mit den Fäusten, spricht eine grobe Sprache, ist im Kern aber ein sensibler und intelligenter Junge. Schliesslich entdeckt Dario bei sich sogar eine Begabung für den Umgang mit Andy. – Das Buch ist witzig, abenteuerlich, authentisch und liest sich leicht. Die Kapitel sind kurz, manchmal nur zwei Seiten lang. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. "Der Sonne nach" wurde 2017 mit dem Andersen Prize für das beste Jugendbuch ausgezeichnet. Sehr zu empfehlen für Jugendliche! Maria Trifonov

Titel: Wo ist die Sonne in der Nacht?
Kollation: Geb., farb. illustr., 125 S.
Verlag, Jahr: Ellermann im Dressler Verlag, 2018
ISBN: 978-3-7707-2734-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Astronomie, Vorlesen
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 05.10.2018
Wo ist die Sonne in der Nacht? Vorlesegeschichten für neugierige Kinder
Nachts setzen sich Klara und Milla mit Sternkarte, Kompass und ihrer Geburtstagstorte auf einen Hügel und wollen die Sterne beobachten. Doch wie funktioniert das genau mit der Orientierung am Himmel? – Ida und ihre Tante Natascha müssen enttäuscht feststellen, dass ihr Teleskop zwar einwandfrei funktioniert, doch aufgrund der starken Lichtverschmutzung in der Stadt nicht eingesetzt werden kann. – 19 eigenständige Geschichten erklären verschiedene Phänomene rund um die Nacht, Sterne, schlafende Tiere, nachts arbeitende Menschen oder Träume.
> Die Autorin erklärt auch komplexere Erscheinungen in einer gut verständlichen Sprache. Jede Antwort auf eine Kinderfrage ist in eine eigene Geschichte verpackt, wodurch die Kinder eher beiläufig zu kleinen Nacht-Experten werden. Die Illustrationen verdeutlichen den Text u. a. mit erklärenden Skizzen der jeweiligen Phänomene. Spannende (Vor-)Lesegeschichten für grosse und kleine Wissenschaftler und Astronomen. Annina Otth

Titel: Wie die Sonne in der Nacht
Kollation: CD. Lesung, ca. 420 Min., 5 CD's
Verlag, Jahr: Goya Libre, 2018
ISBN: 978-3-8337-3857-9
Kategorie: Nonbook
Schlagwort: Indianer, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.04.2018
Wie die Sonne in der Nacht
Mara (17) findet am Strassenrand einen bewusstlosen jungen Mann. Er ist verletzt. Sie telefoniert mit dem Notfall und schaut zu, wie der junge Mann mit dem Krankenwagen wegfährt. Später taucht er im Haus von Maras Gastfamilie auf, bei der sie ihr Austauschjahr in New Mexico verbringt. Kayemo kann sich an nichts aus seinem Leben erinnern und auch nicht sprechen. Doch er spürt, dass er zurückmuss, wo er hingehört: zu den Pueblo-Indianern. Mara fährt Kayemo an die Stelle, wo sie ihn gefunden hat. Er verabschiedet sich und läuft in die Wildnis. Doch Mara kann ihn nicht ziehen lassen, denn sie hat sich in ihn verliebt. Sie folgt ihm.
> Jodie Ahlborn liest die einen Textteile mit einer Stimme voller Sehnsucht, Tiefe und federleicht anmutender Flexibilität, die jede Gefühlsregung aufnimmt. Aleksandar Radenkovic interpretiert die anderen Teile mit sanft mitschwingender, rauer Wärme und feinem Gefühlsausdruck. Eine Liebe, in Stärke und Situation zwar etwas extrem, doch als Lesung überzeugend. Karin Schmid