Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 8
Titel: Liebe ist so scheisskompliziert
Kollation: Broschur, 397 S.
Verlag, Jahr: Fischer Taschenbuch, 2018
ISBN: 978-3-7335-0406-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Liebe, Mobbing
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.11.2018
Liebe ist so scheisskompliziert
Nele fühlt sich wegen ihrer Grösse unattraktiv und hat noch nie einen Freund gehabt. Ihre Schwester Lea (13) ist gerade sehr in den Basketballstar der Schule, Jerome, (fast 19) verliebt. Zum Glück hat Nele ihren Sandkastenfreund Tom. Mit ihm kann sie fast alles besprechen. Eines Tages schleppt Tom sie an eine Party, wo sie ihren ersten Absturz erlebt. Sie küsst dabei Jerome und verschwindet mit ihm in einem Zimmer. Es fühlt sich für Nele gut an. Jerome ist grösser als sie und gutaussehend. Doch danach kommt die Ernüchterung. Im Internet taucht ein Video der schlafenden Nele in spärlicher Bekleidung auf. Es ist auf Jeromes Profil hochgeladen worden.
> Mit ihrer bildhaften, jugendnahen Sprache und den erfrischenden Dialogen ist der Autorin eine Liebesgeschichte zum Verschlingen gelungen. Sie beinhaltet auch das Thema Mobbing und die Verarbeitung von Trauer. Der Schluss ist etwas überspitzt; ansonsten handelt es sich hier um eine Geschichte voller Gefühle in dramatischen und prickelnden Momenten. Karin Schmid

Titel: ItsColeslaw – Wie ich aufhörte, perfekt sein zu wollen
Kollation: Broschur, 303 S.
Verlag, Jahr: Fischer Taschenbuch, 2017
ISBN: 978-3-7335-0380-2
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Pubertät, Ratgeber
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.07.2017
ItsColeslaw – Wie ich aufhörte, perfekt sein zu wollen Ein Leitfaden zum Umgang mit peinlichen Situationen aller Art
Das Leben von Teenagern ist voller Fallstricke. Der Körper verändert sich, Freundschaften werden auf die Probe gestellt, Schulen müssen gewechselt werden und die Eltern werden schwierig. Man ist zum ersten Mal verliebt, hat kein Geld und nichts Cooles zum Anziehen. Lisa Sophie weiss nur zu gut, wie es ist, 1000 Fragen dazu zu haben. Auf dem YouTube-Kanal „ItsColeslaw“ sowie im vorliegenden Buch werden solche Probleme und peinliche Situationen beschrieben.
> Die Autorin ist jetzt zweiundzwanzig Jahre alt, studiert Politikwissenschaften und Psychologie und wird als “grosse Schwester aus dem Internet“ bezeichnet. Sie nimmt mit den Videos und den Geschichten im Buch die Jugendlichen sehr ernst. Mit Humor schildert sie die unterschiedlichsten Situationen, beschreibt einfühlsam schwierige Momente und zeigt gefährliche Trends auf. Ihre Tipps sind solide und handfest. Am Schluss des Buches finden sich zudem nützliche Adressen für Deutschland. Barbara Schwaller

Titel: 200 Dinge in Minecraft, die du noch nicht wusstest
Kollation: Broschur, farb. illustr., 239 S.
Verlag, Jahr: Fischer Taschenbuch, 2017
ISBN: 978-3-7335-0335-2
Kategorie:
Schlagwort: -
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 26.03.2017
200 Dinge in Minecraft, die du noch nicht wusstest
Minecraft ist längst zum Kultspiel geworden, die Fangemeinde riesig und das Spiel weit mehr als nur ein Spiel. Das Universum in und um Minecraft wächst fortwährend, und mit ihm mehren sich auch die Crafting- und Baumöglichkeiten. 200 Tipps, Tricks und Neuentdeckungen werden in diesem Buch vorgestellt. Rote oder blaue Punkte markieren den Spielmodus – survival oder creative –, in dem der jeweilige Tipp zur Anwendung kommen kann. Wie man einen Enderdrachen in der friedlichen Sandkastenwelt erschafft oder den Tageslichtsensor umpolt, erfährt man in kurzweiligen Minikapiteln, und wer noch mehr wissen will, findet zu Beginn einen Link zum Youtube-Kanal des Autors.
> Der eine oder andere Punkt, der in dem Buch aufgegriffen wird, mag etwas skurril erscheinen, oder vielleicht fragt man sich sogar, was denn nun der Nutzen sein soll, doch Minecraft wäre nicht Minecraft, wenn nicht (beinahe) alles möglich wäre. Ein unterhaltsames Taschenbuch mit noch mehr Futter für Minecrafter. Andrea Eichenberger

Titel: Zusammen werden wir leuchten
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 382 S.
Verlag, Jahr: Fischer Taschenbuch, 2015
ISBN: 978-3-7335-0076-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Gefühle, Anderssein
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 06.03.2016
Zusammen werden wir leuchten
Der vierzehnjährige David hat einen grossen Wunsch: Er will ein Mädchen sein. Leider weiss er nicht, wie er diesen Traum verwirklichen soll – zu gross ist die Angst vor den Reaktionen seiner Familie und seiner Mitschüler. Als der geheimnisvolle Leo neu an die Schule kommt, ist David sofort fasziniert von ihm und fühlt sich auf unerklärliche Weise mit ihm verbunden. Bald findet er heraus, dass er Leo ähnlicher ist, als er gedacht hat, und findet so den Mut, seine wahre Identität offen zu zeigen.
> Auf einfühlsame Art und Weise beschreibt Lisa Williamson Davids Konflikt und seine Bemühungen, sich anderen Menschen zu offenbaren. Ohne zu beschönigen, zeigt sie, wie David sich dem Unverständnis und dem Mobbing von Mitschülern stellen muss, wie er aber auch mit Leos Hilfe die Kraft findet, zu seinem Wunsch zu stehen und seine Identität gegenüber anderen zu verteidigen. Ein mitreissendes Plädoyer für Selbstentfaltung und Toleranz. Iris Mende

Titel: How to be Gay
Kollation: A. d. Engl., Broschur, s.w. illustr., 303 S.
Verlag, Jahr: Fischer Taschenbuch, 2015
ISBN: 978-3-7335-0092-4
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Sexualität
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 17.01.2016
How to be Gay Alles über Coming-out, Sex, Gender und Liebe
Dieses "Aufklärungsbuch" ist eine Mischung von Sachinformationen, persönlichen Statements, Erlebnissen und Resultat-Deutungen einer breit angelegten Umfrage des Autors. Das häufig verwendete Kürzel LGBT* (lesbisch, gay, bi- und transsexuell) sagt bereits, dass sich Dawson nicht nur mit den üblichen Themen und Klischees Homosexuelle betreffend befasst, sondern auch die Menschen einbezieht, deren sexuelle Orientierung meist höchstens am Rand erwähnt wird: Während homosexuell schon fast in aller Leute Mund ist, bedarf es betreffend Bi- und Transsexualität wirklicher Aufklärung.
> In 14 Kapiteln beackert Dawson seine Themen in lockerer Sprache und meist überzeugend. Er nimmt immer wieder auf seine Erfahrungen Bezug und verabsolutiert nichts. Er lässt dem Leser die eigene Meinung, kämpft aber entschieden gegen Vorurteile aller Art und explizit gegen Homophobie. So wird das Buch zur Orientierungshilfe für Suchende und Fragende. Praktische Tipps und Ratschläge (Adressen etc.) können weiterhelfen. Ulrich Zwahlen

Titel: Liebe ist was für Idioten. Wie mich.
Kollation: Broschur, 347 S.
Verlag, Jahr: Fischer Taschenbuch, 2015
ISBN: 978-3-7335-0151-8
Kategorie: Belletristik
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.11.2015
Liebe ist was für Idioten. Wie mich.
„Ich behaupte seit zehn Jahren, meine Mutter nicht zu vermissen, obwohl kein Tag vergeht, an dem ich nicht an sie denken möchte. Ich würde sie gerne fragen, wie ich das alles schaffen soll. Die Schule. Das Leben.“
> Vicky, siebzehn und Halbwaise, teilt die Wohnung mit ihrem gewaltbereiten, trinkenden Erzeuger. Nach einer Party wacht sie mit Filmriss in Jays Bett auf. „Hatte ich nicht einen Plan? Eine Runde mit ihm zu flirten und ihn danach eiskalt stehen zu lassen? So wie er das normalerweise mit den Mädchen macht?“
> Vicky erzählt die Liebesgeschichte selber. Glaubwürdig schildert die Autorin Jays Kurzschlussreaktion auf eine lebensbedrohliche Diagnose und Vickys Versuch, die Trauer um die Mutter zu verarbeiten. In dem Coming-of-Age-Roman spricht sie den sorglosen Umgang mit Suchtmitteln, ersten Sex und Verhütung an. Die spannungsreiche, sarkastische Lektüre lebt von den zahlreichen witzigen Episoden aus dem Alltag der Jugendlichen. Das berührende Buch lädt auch Erwachsene zum Lesen ein. Martina Friedrich

Titel: Schizo
Autor: Sheff, Nic
Kollation: A. d. Amerikan., Broschur, 268 S.
Verlag, Jahr: Fischer Taschenbuch, 2015
ISBN: 978-3-7335-0088-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Krankheit
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.08.2015
Schizo Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst.
Lithium, Prozac, Lamictal, Zyprexa, Depakote und Abilify: Diesen Medikamentencocktail braucht Miles (16), um seine Schizophrenie in Schranken zu halten. Hinzu kommen im Monat zwei Sitzungen bei Dr. Frankel. Dass ihn fürchterliche Schuldgefühle plagen, weil er nicht auf seinen kleinen Bruder aufgepasst hat, erzählt er ihm nicht. Von Teddy fehlt seit zwei Jahren jede Spur. Miles will alles wiedergutmachen und bricht auf, ihn zu suchen. Endlich wähnt er sich auf dem richtigen Weg, ganz nah an der Wahrheit ...
> Ein beklemmendes, verwirrendes Buch, in dem Miles die Geschichte selber erzählt. Die akribische Wahrnehmung seiner Umgebung und von Gerüchen sowie die Besessenheit von Schuldgefühlen geben einen vagen Einblick in die Gefühlswelt eines schizophrenen Jugendlichen. Zusammen mit Miles fragt man sich immer wieder: Ist das die Wirklichkeit? Die Übersetzung ist nicht ganz gelungen: „Verdammt“ sind Hühner, Tabletten, gute Menschen … Leicht zu lesen, da in kurze Kapitel aufgeteilt. Katharina Siegenthaler

Titel: Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Kollation: Broschur, 399 S.
Verlag, Jahr: Fischer Taschenbuch, 2015
ISBN: 978-3-7335-0093-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Krankheit, Gefühle
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 17.04.2015
Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
Bisher waren die Schwestern Phoebe und April unzertrennlich. Doch jetzt ist alles anders: April hat Magersucht und muss sich in einer Klinik behandeln lassen, und Phoebe darf keinen Kontakt zu ihr haben. Also schreibt sie Briefe an ihre grosse Schwester, berichtet ihr vom Leben zu Hause, erzählt, wie die Familie an der Belastung zerbricht, und bittet sie inständig, wieder gesund zu werden. Aber die Magersucht ist stärker als April, sie stirbt an der Krankheit – und hinterlässt ihrer Schwester einen Stapel Briefe, die sie nie abschicken konnte.
> Phoebes Briefe vermitteln eindrücklich die enge Beziehung zwischen den beiden Schwestern und lassen den Leser mit der jungen Protagonistin mitfiebern und hoffen, dass April den Kampf gegen die Krankheit gewinnt. Umso schockierender ist die Enthüllung in der Mitte des Buches, dass April gestorben ist. Im zweiten Teil wird der Geschichte durch ihre Briefe an Phoebe eine ganz neue Perspektive hinzugefügt. Ein sehr bewegendes, aber auch verstörendes Buch. Iris Mende