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Anzahl Resultate: 5
Titel: Das Geheimnis von Marrakesch
Kollation: Reihe: Die Kaminski-Kids. Geb., s.w. illustr., 181 S.
Verlag, Jahr: Brunnen, 2010
ISBN: 978-3-7655-1790-7
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 20.07.2016
Das Geheimnis von Marrakesch
Kaminskis machen Urlaub bei Tante Liliane in Marokko. Sie ist in Marrakesch für ein Hilfswerk tätig und kennt Stadt und Leute gut. Bald merken Simon, Debora und Raffi, dass sich hinter den Mauern der alten Häuser viel Elend verbirgt. Sie lernen zum Beispiel Saida und Abdel, die Küchensklaven von Monsieur Bensellem, kennen. Eines Tages liegt ein Findelkind vor ihrer Tür. Es kommt in ein Waisenhaus, zu dem dank Tante Liliane auch die Kaminskis Zutritt haben. Die trostlose Umgebung schockiert die drei Kinder und sie möchten dem Kleinen helfen. Wer ist aber die Mutter, wer der Vater? Hier beginnt die Detektivarbeit des Trios und der Autor kann eine Reihe sozialer Probleme aufrollen: Kinderarbeit, Ausbeutung, Misshandlung, Armut – der ganze Teufelskreis des Elends.
> Auch wenn die Lösung der Probleme etwas rasch vor sich geht und ein Happy End abzusehen ist, lohnt sich die Lektüre. Sie gibt Einblick in Probleme, die nur vernetzte Hilfswerke bekämpfen können. Ulrich Zwahlen

Titel: Das ist meins!
Kollation: A. d. Engl., geb., farb. illustr., unpag.,
Verlag, Jahr: Brunnen, 2012
ISBN: 978-3-7655-6960-9
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.03.2015
Das ist meins!
Zwei kleine Bären toben herum und brüllen um die Wette. Wer brüllt am lautesten? Plötzlich will die Gefährtin des kleinen Bären mit seinem Kuscheltiger spielen, was zu einem heftigen Streit führt. Beide zerren am Stofftier, bis Mama Bär die Streithähne mit pädagogischem Geschick ablenkt. Sie besucht mit ihnen den Spielplatz, wo die beiden schon bald merken, dass Schaukeln nur zu zweit Spass macht. Mit einer Mama, die anstösst und dem Stofftier in der Mitte ist das Glück vollendet.
> Das anfängliche Streitobjekt, der kleine orangefarbene Kuscheltiger, ist aus robustem Samt gefertigt und bietet so auch etwas für den Tastsinn. Ob dieser Gag inmitten lieblich-drolliger Farbillustrationen die allzu harmlose Handlung zu kompensieren vermag? Dass die Bärenkinder zum Happyend gemeinsam eine Eistorte verspeisen dürfen, gönnt man ihnen von Herzen. Dass sie dazu noch ein Lied über Freundschaft und Teilen singen, ist aber doch etwas zu viel des Guten. Esther Marthaler

Titel: Die kleine Maus und das Wundermittel
Kollation: A. d. Engl., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Brunnen, 2013
ISBN: 978-3-7655-6817-6
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Krankheit, Freundschaft
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.06.2013
Die kleine Maus und das Wundermittel
Den alten Bären hat es schlimm erwischt. Er ist schrecklich erkältet und möchte am liebsten sterben. Zum Glück besucht ihn die kleine Maus und bietet ihm ihre Wundermittel an. Aber sie verkennt wohl den Ernst der Lage: Weder das Vorlesen fröhlicher Geschichten noch ihr Singen vermögen den alten Bären aufzuheitern. Mit welchem Wundermittel wird es der Maus schliesslich gelingen, den Brummbären wieder auf die Beine zu bringen?
> Es ist wirklich erbarmungswürdig, wie der hypochondrische Bär so daliegt und jammert, eindrücklich dargestellt mit Aquarellen in feinen Pastelltönen. Die expressive Körpersprache und das köstliche Mienenspiel der beiden Protagonisten lassen die Lesenden schmunzeln. Leider ist der stellenweise ironische Text eher auf Erwachsene als auf Kindergartenkinder zugeschnitten. Ein schöner Schluss jedoch, der zeigt, dass Mitgefühl das beste Mittel gegen Krankheit ist, tröstet über diesen Makel hinweg. Esther Marthaler

Titel: Der kleine Oskar will nicht schlafen
Kollation: A. d. Engl., geb., farb. illustr., unpag.,
Verlag, Jahr: Brunnen, 2012
ISBN: 978-3-7655-6959-3
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
1 von 4 Büchern
Rezension publiziert: 18.02.2013
Der kleine Oskar will nicht schlafen
Der kleine Eulenjunge Oskar ist überhaupt nicht müde. Er hat immer wieder neue Ideen, um nicht einschlafen zu müssen: Er will noch zugedeckt werden, benötigt frische Blätter und einen Einschlafkeks und möchte am liebsten nur spielen. Oma erfüllt ihm alle Wünsche. Erst als sie die Rollen tauschen und Oskar hin- und herfliegen muss, um Omas Wünsche zu erfüllen, damit sie einschlafen kann, wird das Eulenkind endlich müde und kommt zur Ruhe.
> Das Einschlafbuch mit den niedlichen Eulenbildern ist auf den ersten Blick sehr ansprechend. Die Geschichte entpuppt sich aber als zu gesucht. Warum bringt nicht Mama den kleinen Oskar ins Bett? Eine Oma-Eule, die ein Buch liest? Der Einschlafkeks, das bekannte Bettmümpfeli, als Selbstverständlichkeit? Dies kann kaum als Vorbild dienen. Zudem ist die Handlung derart in die Länge gezogen, dass sich das Buch kaum für ein Einschlafritual eignet. Esther Marthaler

Titel: Lillis allergrösster Wunsch
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Brunnen, 2012
ISBN: 978-3-7655-6936-4
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.02.2013
Lillis allergrösster Wunsch
Barfuss, mit rotem Hängekleid, steht Lilli vor einem Berg Spielsachen. Er überragt das Mädchen sicher um das Doppelte. Lillis Gesicht wirkt ratlos. Womit soll sie nur spielen? Die Puppen waren gestern dran, die Eisenbahn vorgestern, vom Flugzeug fehlen Teile, und Oskar, Lillis bester Freund, ist nicht zuhause. Auf einem Spaziergang findet Lilli einen Zauberstab, mit dem sie sich alles wünschen kann. Doch damit sind ihre Probleme keineswegs gelöst.
> Haben und Teilen sind Themen, die in dieser einfachen und gradlinig erzählten Geschichte angesprochen sind. Ihr Verlauf ist vorhersehbar: Lilli ist mit den sich ihr bietenden Möglichkeiten völlig überfordert. Die Situation eskaliert in einem Streit mit Oskar, bis das Mädchen merkt, dass sich ihr grösster Wunsch auch ohne Zauberstab verwirklichen lässt. Glücklich macht das Miteinander, nicht das Alles-für-sich-Haben. Mit dieser Weisheit wirkt Lilli etwas altklug. Die Moral hält sich aber in Grenzen, so dass die Geschichte sympathisch bleibt. Katharina Wagner