Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 9
Titel: Der fünfte Spieler
Kollation: A. d. Amerikan., geb., 284 S.
Verlag, Jahr: Aufbau, 2011
ISBN: 978-3-351-04129-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Detektive, Spannendes
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Der fünfte Spieler
Das Notizbuch eines berühmten Wissenschaftlers ist verschwunden. Als Zoomys lang verschollener, alkoholkranker Vater bei seinen Eltern eine Kiste deponiert, die genau dieses weltweit gesuchte Notizbuch enthält, versucht der fast blinde Junge, der bei seinen Grosseltern aufwächst, das Rätsel um das alte Relikt zu lösen. Hilfe erhält er von der quirligen, elfjährigen Lorrol, mit der er sich in der Bibliothek angefreundet hat. Und plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war.
> Die Autorin hat eine einnehmende und fesselnde Geschichte geschrieben, die auf historischen Tatsachen beruht, da es sich beim gesuchten Notizbuch um dasjenige von Charles Darwin handelt. Durch eingestreute Zeitungsnotizen wird aus dem Leben des englischen Wissenschaftlers erzählt. Die Protagonisten des Buches sind mehrheitlich sehr liebenswert gezeichnet. Insbesondere Zoomy, der nicht nur eine Sehschwäche hat, sondern auch autistische Züge zeigt, teilt seine Welt auf berührende Art mit den Lesenden. Béatrice Wälti

Titel: Der kinderleichte Fontane
Autor: -
Kollation: -
Verlag, Jahr: Aufbau, 2009
ISBN: 978-3-351-04098-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: -
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.07.2016
Der kinderleichte Fontane
Theodor Fontane hat fast das ganze 19. Jahrhundert erlebt und durch seine Texte mitgeprägt. Hier liegt eine kleine „Best-off“ Auswahl vor. Denn neben dem „Herrn von Ribbeck“ und der „Brücke am Tay“ oder „John Maynard“ gibt es viel weniger Bekanntes aus Fontanes Feder. Da erzählt er etwa von seiner Jugendzeit in Swinemünde, vom Schutzengel, der ihn begleitet hat oder die tragische Geschichte von Grete Minde. Weitere Gedichte, Verse und Texte ergänzen das Lesebuch. – Gotthard Erler, Fontane-Spezialist, hat die Auswahl zusammengestellt und nicht nur eine literarische Kurzbiografie, sondern ein kleines Zeitbild geschaffen. Dazu gehört auch die Sprache: Sie klingt für uns heute eher ungewohnt, altmodisch. Doch Bildhaftigkeit und präzise Beschreibung faszinieren und ermöglichen ein spezielles Leseerlebnis. Die Illustrationen geben einzelnen Szenen konkrete Gestalt und lockern die recht kompakten Seiten auf. Ulrich Zwahlen

Titel: Die schönsten Weihnachtsgeschichten
Kollation: -
Verlag, Jahr: Aufbau, 2008
ISBN: 978-3-351-04090-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: -
Alter: mehrere Stufen
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.07.2016
Die schönsten Weihnachtsgeschichten
Peter Härtlings vielfältige Geschichten- und Gedichtsammlung beginnt mit der Erzählung des Lukas. Die folgenden Texte sind geordnet nach Begebenheiten vor dem Fest, Geschichten von Weihnachtsmännern und –engeln und vom Weg nach Bethlehem, bevor allerlei Weihnachtgeschichten erzählt werden und der Nachklang die Sammlung abschliesst. Darin finden sich Klassiker von Lagerlöf, Thoma, Bergengruen, Kästner, Bolliger oder Tschechow, ausserdem kommen Gerhard Polt und Anne Frank, Hans Dieter Hüsch und Franz Hohler und natürlich viele andere zu Wort. Philip Waechter hat die Sammlung mit ganzseitigen und kleineren Bildern und Sternen geschmückt. Sie ist in ihrer Vielfalt als Generationen- und Familienbuch geeignet und wird mit einem Vorwort des Herausgebers eingeleitet, in welchem er sich Gedanken über die erste Weihnacht, die Flüchtlingsfamilie, Engel damals und heute, den Nikolaus und über den Sinn des Schenkens Gedanken macht. Claudia Hubacher

Titel: Der Regen in deinem Zimmer
Kollation: A. d. Ital., geb., 238 S.
Verlag, Jahr: Aufbau, 2012
ISBN: 978-3-351-03520-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Trauer, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.05.2013
Der Regen in deinem Zimmer
Nie hätte sich Alessandra gedacht, dass sie den ungeliebten Gabriele in der hintersten Reihe je vermissen würde. Schliesslich hat sie sich nur im Trotz neben ihn gesetzt, um ihr Schneckenhausdasein nach dem Tod ihrer Mutter ausleben zu können. Aus der ungewollten Annäherung entwickelt sich zum Erstaunen beider Jugendlichen eine zarte Liebe, die sich aber durch Unachtsamkeiten oder Missverständnisse nie richtig entfalten kann. Alessandra indessen versöhnt sich Schritt für Schritt mit dem Verlust ihrer Mutter.
> Liebe und Trauer: Zwei Geschichten werden hier geschickt ineinander verwoben. Die Teenager-Liebe wird nicht in rosa Tönen beschrieben, sondern mit allen Tiefen, die durchlebt werden. Bei der Trauerarbeit wäre mehr Wut oder Trotz durchaus angebracht - ihre Gefühle lebt Alessandra aber glaubwürdig aus. Es stellt sich nur die Frage nach dem Zielpublikum dieses Romans. Wahrscheinlich findet er vor allem bei erwachsenen Leserinnen und Lesern Anklang. Kathrin Wyss Engler

Titel: Billionen Boy
Kollation: A. d. Engl., geb., s.w. illustr., 236 S.
Verlag, Jahr: Aufbau, 2012
ISBN: 978-3-351-04170-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Heiteres, Freundschaft
Alter: ab 7
Bewertung:
1 von 4 Büchern
Rezension publiziert: 15.02.2013
Billionen Boy
Joe hat alles, was sich ein 12-jähriger Junge wünschen kann. Sein Vater, der durch die Erfindung eines speziellen Klopapiers reich gewordener ist, erfüllt ihm jeden Wunsch. Joe aber wünscht sich schlicht einen Freund. Und den versucht er nun inkognito auf einer ganz normalen Schule zu finden. Der Anfang ist vielversprechend, doch verdirbt Joe sich seine erste richtige Freundschaft, weil er Zwischenmenschliches mit Geld regeln möchte. Warum dies seinen neuen Kollegen so verletzt hat, erfährt er alsbald am eigenen Leib.
> Der Plot der Billionen-Story ist sehr einfach und voraussehbar. Deshalb füllt ihn der Autor mit mindestens einer weiteren Billion gesucht witziger Einfälle. Abstruse Geburtstagswünsche reihen sich an hässliche Schimpfwörter oder an Aufzählungen ausgefallerner Schulfächer. Der Speiseplan der Schulmensa liest sich wie eine Gruselstory. Den Lesenden wird jeglicher Sinn für feinen Humor abgesprochen, die Gags kommen mit dem Vorschlaghammer. Das ging daneben! Kathrin Wyss Engler

Titel: Lüttenweihnachten
Kollation: Geb., farb. illustr., 23 S.
Verlag, Jahr: Aufbau, 2005
ISBN: 3-351-04066-0
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Weihnachten
Alter: ab 7
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.11.2012
Lüttenweihnachten
Weihnachten soll nicht nur ein Fest für die Menschen sein. Nein, auch die Tiere müssten mitfeiern und zwar unter einem stibitzten Baum, der mit Futter und Lichtern geschmückt ist. So will es ein alter, verbotener Brauch im Norden Deutschlands. An einem nebligen Tag schwänzen drei Kinder (norddeutsch: Lütten) die Schule und halten nach einem geeigneten Baum Ausschau. Das Wetter ist garstig. Die Drei befürchten, sich zu verirren. Nur am Nebelhorn des Leuchtturms können sie sich orientieren, und auch dem Förster möchten sie beim Freveln lieber nicht begegnen.
> Die Geschichte basiert auf dem Originaltext. Einige Ausdrücke sind heute nicht mehr geläufig, was dem Verständnis jedoch keinen Abbruch tut. Die filigranen, an Radierungen erinnernden Illustrationen geben die Stimmung trefflich wieder. Beim Betrachten glaubt man die feuchte Luft zu spüren und das Geschrei der Wildgänse zu hören. Eine magische Erzählung, welche die ganze Familie beglückt. Monika Aeschlimann

Titel: Der Weihnachtsmann in der Lumpenkiste
Kollation: Geb., farb. illustr., 31 S.
Verlag, Jahr: Aufbau,
ISBN: 3-351-04020-2
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Weihnachten
Alter: ab 7
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.11.2012
Der Weihnachtsmann in der Lumpenkiste
In der letzten Novembernacht verteilen im Osten Deutschlands junge Männer als Ruprechte verkleidet Äpfel und Nüsse an die Dorfkinder. Sie benehmen sich dabei ziemlich ruppig, und die Kleinen bekommen Angst. Die Dorfschneiderin mag dies nicht mehr mit ansehen und sorgt dafür, dass im folgenden Jahr ein Christkind an Stelle der Knechte einkehrt. Doch dies überzeugt auch nicht. Nun versucht sie es anders herum: Sie erklärt den Kindern, dass das nächtliche Rumpeln auf dem Dachboden vom Weihnachtsmann kommt. Dieser muss ja schliesslich irgendwo seine Geschenke zusammenbasteln.
> Die detailreichen Illustrationen versetzen die Lesenden zurück in ein Dorf zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Atmosphäre ist gekonnt eingefangen. Die Ängste der Kinder vor den lärmenden Gesellen ist spürbar, doch auch die Neugier und das Entdecken, dass es gar keinen Weihnachtsmann gibt, sind humorvoll dargestellt. Monika Aeschlimann

Titel: Edelweisspiraten
Kollation: Geb., 254 S.
Verlag, Jahr: Aufbau, 2012
ISBN: 978-3-351-04163-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Krieg, Historisches
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.10.2012
Edelweisspiraten
Kurz vor seinem Tod überlässt der alte Gerlach dem 16jährigen Daniel sein Tagebuch. Dieser taucht ein in die Welt der jugendlichen „Edelweisspiraten“, die zu Hitlers Zeiten Widerstand leisteten. Jahrzehntelang wurde diese Gruppierung als aufmüpfige Arbeiterjugend, als Kleinkriminelle und Schläger diffamiert. Erst 2003 wurden ihre Mitglieder offiziell als Widerstandskämpfer rehabilitiert.
> Vorliegendes Jugendbuch erzählt lebensnah, wie sich die "Edelweisspiraten" mutig gegen das Unrecht des nationalsozialistischen Systems auflehnten und wie sie das Kriegsgeschehen wahrnahmen. Die Beschreibung der Grausamkeiten der Gestapo gehen an die Grenze des Erträglichen. Dies und die tagebuchähnlich verfasste Sprache, manchmal holprig, direkt, oft burschikos lassen die Lesenden manchmal ermüden. Trotzdem ist es ein überaus wichtiges Jugendbuch und auch für Erwachsene sehr aufschlussreich. Der Autor hat sich auf Tatsachenberichte gestützt und im Anhang wichtige, ergänzende Informationen angefügt. Esther Marthaler

Titel: Max fliegt
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Aufbau, 2012
ISBN: 978-3-351-04158-8
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 27.08.2012
Max fliegt
Während Max in seinen Träumen aus seinem Bett davonfliegt, immer höher bis über den Bergen hin zum Mond schwebt, schlüpfen seine Freunde durch die Hecke in seinen Garten. Sie suchen ihn, um Dschungel zu spielen, denn niemand hat mehr Fantasie und ist ein besserer Löwenbrüller als Max. Doch Max ist wütend, weil sie seinen Traumflug unterbrochen haben, und als seine realen Flugversuche scheitern, versteckt er sich zornig. Weder er noch seine Freunde sind glücklich – bis er sie endlich mit einem grossen Löwengebrüll erlöst.
> So wechselhaft wie der holprige Lauf der Geschichte, so unbeständig wie gewöhnungsbedürftig sind vor allem auch die Illustrationen. Verträumte oder witzige Bilder wechseln mit einer sehr eigenwilligen Gestaltung, die eher Verwirrung als ein ästhetisches Wohlgefühl auslöst. Kathrin Wyss