Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 9
Titel: Tote Mädchen lügen nicht
Autor: Asher, Jay
Kollation: A. d. Amerik., geb., 282 S.
Verlag, Jahr: cbt, 2009
ISBN: 978-3-570-16020-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Suizid
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.07.2016
Tote Mädchen lügen nicht
Warum steht Clay auf Hannahs Liste? Er war doch der „good guy“, dem sie sich in ihrer Not beinahe anvertraut hätte. Doch nun ist es zu spät. Hannah ist tot. Mit den Gründen, die zu ihrem Selbstmord führten, hat sie eine Serie von Hörkassetten besprochen. Alle, die einen Anteil daran hatten, werden sich die Ereignisse und Gründe anhören müssen, die zum Untergang des Mädchens führten. So irrt Clay durch die Nacht zu den auf den Bändern genannten Schauplätzen und erfährt, wie verlassen und verraten seine Schulkameradin sich gefühlt hat und wie sie Zug um Zug von ihren Mitmenschen ausgenützt und im Stich gelassen worden ist. – Ganz erstaunlich, wie der Autor sich in die Situation der Highschool Schülerin versetzen kann. Er muss das Milieu und die Gewohnheiten der jungen Leute genau kennen, um einen so mitreissenden Roman schreiben zu können. Subtil zeigt er auf, wie jede Person mit ihren Verfehlungen das Selbstbewusstsein und den Lebensmut von Hannah zerstört hat. Ein Buch, das zum Nachdenken und Diskutieren anregt. Monika Fuhrer

Titel: Ich hätte es wissen müssen
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 206 S.
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2015
ISBN: 978-3-446-24931-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Mobbing, Suizid
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 14.09.2015
Ich hätte es wissen müssen
Warum sie? Tori muss wegen Cyber-Mobbings, das zum Suizid ihres Mitschülers Kevin geführt hat, vor Gericht. Als sie am Abend zuvor einen Anruf von einem Jungen erhält, der droht, sich umzubringen, wenn sie ihm nicht helfe, hält sie dies zunächst für einen üblen Scherz. Schliesslich lässt sie sich auf den Anrufer ein, versucht herauszufinden, wer er ist, und kämpft um sein Leben.
> Die Geschichte spielt in nur einer Nacht, die Tori am Telefon verbringt und in der sie schliesslich zur Einsicht, mit schuld an Kevins Tod zu sein, und zur Reue gelangt. Das Rätsel um die Identität des Anrufers hält die Spannung aufrecht und erfährt am Schluss eine unerwartete, stimmige Auflösung. Eingestreut finden sich die immer schlimmer werdenden Facebook-Einträge Toris an den als schwul verspotteten Kevin. Das Thema des Buches ist „Schuld“, es bietet keine Lösungen gegen Mobbing. Aber es regt zum Nachdenken an über das eigene Verhalten auf Facebook und über Homophobie. Auch geeignet als Schullektüre. Cornelia Brühlmann

Titel: Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spass
Kollation: Broschur, 189 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2014
ISBN: 978-3-407-81158-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Suizid, Familie
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.05.2015
Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spass
Nach dem tödlichen Unfall seines älteren Bruders Jakob wird Lenny aktiv. Nicht alles ist so, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Nicht in einer dermassen perfekten Familie. Getrieben durch die vielen unbeantworteten Fragen in seinem Kopf macht Lenny sich auf die Suche nach der Wahrheit. Bisher stand er stets im Schatten des beliebten, erfolgreichen Bruders. Doch nun erkennt er schmerzvoll, wie tödlich erdrückend die Erwartungen der Eltern an Jakob waren, und beginnt sich aufzulehnen.
> Besonders der schnörkellose Schreibstil Wortbergs macht diesen Roman sehr gefühlvoll. Die traurige, aber zugleich ermutigende Geschichte liest sich leicht und schnell. Allerdings ist sie inhaltlich insgesamt etwas knapp gehalten. Zu oberflächlich bleibt das Bild nicht unwesentlicher Figuren. Das Potenzial scheint unausgeschöpft. Stellenweise wirken die Geschehnisse konstruiert, wodurch etliches voraussehbar wird. Zudem ist diese Ausgabe leider voller Trennungsfehler. Schade! Eliane Hess

Titel: Ich bin Tess
Kollation: A. d. Engl., geb., 349 S.
Verlag, Jahr: Loewe Script5, 2014
ISBN: 978-3-8390-0158-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Internet, Suizid
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 01.04.2014
Ich bin Tess
Nach dem Tod der kranken Mutter lebt Leila zurückgezogen, und ihre sozialen Kontakte beschränken sich auf das Internet. Über eine philosophische Homepage wird sie für einen Job angefragt: Sie soll das Leben einer Person, die sich umbringen will, virtuell für ein halbes Jahr weiterführen. Leila nimmt den Auftrag an und lernt die manisch-depressive Tess kennen, welche ihrem Leben ein Ende setzen will. Fasziniert von ihrer neuen Rolle, verliert Leila allmählich die eigene Identität und wird zu Tess.
> Ist es möglich und legitim, vorübergehend eine andere Identität anzunehmen und so jemanden indirekt beim Selbstmord zu unterstützen? Eine interessante Frage. Doch leider stiftet die Geschichte von Beginn weg mehr Verwirrung, als dass sie Antworten gäbe. Die eher unsympathische Protagonistin erzählt in Ich-Form abwechslungsweise in Vergangenheit und Zukunft. Sie bleibt dabei eher nüchtern, sodass man beim Lesen Mühe hat, ihre Beweggründe und Reaktionen zu verstehen. Rita Racheter

Titel: Dann mach ich eben Schluss
Kollation: Geb., 411 S.
Verlag, Jahr: cbt, 2013
ISBN: 978-3-570-16115-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Suizid, Psychologisches
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 06.01.2014
Dann mach ich eben Schluss
In einer Vollmondnacht steuert Maximilian sein Auto ohne abzubremsen direkt auf einen Baum zu. Er ist sofort tot, aber die anderen Insassen, Schwester, Freundin und Freund überleben mehr oder weniger verletzt. Niemand sah die Tat kommen, und doch – wenn sich sein Umfeld an die letzten Wochen erinnert, ist irgendwie allen klar, dass mit dem 18jährigen etwas nicht in Ordnung war. Jede und jeder fühlt sich schuldig und überlegt, ob und wie dieser sinnlose Selbstmord hätte verhindert werden können.
> Das Buch beginnt mit dem tragischen Unfall, danach kommen die Familienangehörige, Lehrer und Freunde zu Wort. Beim Lesen wird immer klarer, was den sensiblen Max zu dieser Tat getrieben hat. Die Autorin versteht es, mit dieser psychologischen Geschichte aufzuzeigen, was falscher Leistungsdruck und Ehrgeiz anrichten können. Der Roman ist einfach geschrieben und eignet sich gut als Diskussionsgrundlage für die Oberstufe. Rita Racheter

Titel: Liebestot
Kollation: Geb., 285 S.
Verlag, Jahr: cbj, 2013
ISBN: 978-3570-15550-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Thriller, Suizid
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
1 von 4 Büchern
Rezension publiziert: 16.09.2013
Liebestot
Die siebzehnjährige Merle fährt mit dem geheimnisvollen Noah in die Ferien nach Schottland. Sie haben sich vor der Reise noch nie gesehen, kennen sich aber schon seit Monaten über Facebook. Merle hält es sogar für möglich, dass sie sich in Noah verliebt. Sie ahnt nicht, welche Schrecken auf sie warten. Denn Noah hat die Reise nicht zum Spass angetreten. Er plant, in der Einsamkeit im Norden Schottlands seinem Leben ein Ende zu setzen – und Merle soll ihn in den Tod begleiten.
> Die Handlung des Romans ist spannend, und man bangt beim Lesen bis zum Schluss um Merles Leben. Doch die Möglichkeiten, die das Thema Teenagerselbstmord bietet, werden bei Weitem nicht ausgeschöpft. Noah wird konsequent als Psychopath dargestellt. Warum er sterben und seinen Suizid unbedingt als romantischen Liebestod inszenieren will, wird nur oberflächlich begründet. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf die Gefahr für Merle. Dadurch mangelt es dem Buch an der emotionalen Tiefe, die dem Thema angemessen wäre. Iris Mende

Titel: Atme nicht
Kollation: A. d. Amerikan., Broschur, 250 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2013
ISBN: 978-3-407-81132-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Suizid, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 14.05.2013
Atme nicht
„Denkst Du jetzt immer noch daran, dich …umzubringen?“ fragt Nicki, nachdem sie Ryan kennen gelernt hat. Der junge Mann hat einen Selbstmordversuch hinter sich, und Nicki will nun alles wissen über Ryans Tat und seine Beweggründe für diesen Schritt. Mit grosser Ausdauer stellt sie ihm Fragen, bis Ryan herausfindet, dass auch Nicki ein Geheimnis mit sich herumträgt.
> Die Themen Sinnsuche und Suizid stehen nebst einer zarten Liebesgeschichte im Mittelpunkt dieses stimmigen Jugendbuches. Die geschilderten Vorkommnisse gehen zwar nicht wirklich unter die Haut, dafür sind sie viel zu rücksichtsvoll beschrieben, aber die Dialoge können Hoffnung auf eine mögliche Besserung nach einer depressiven Lebensphase machen. Das Buch besticht mit einer sorgfältigen Ausgestaltung der Figuren. Nicki fällt durch ihre Lebendigkeit und Zielstrebigkeit auf, Ryan wirkt trotz seiner Krise ehrlich und irgendwie abgeklärt. Ein gut lesbarer Roman zu einem ernsthaften Thema. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: By the time you read this, I’ll be dead
Reihe: 21st Century Thrill
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 251 S.
Verlag, Jahr: Kosmos, 2012
ISBN: 978-3-440-12817-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Suizid, Missbrauch
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.08.2012
By the time you read this, I’ll be dead
Daelyn wird seit Jahren gemobbt. Sie leidet an den Verletzungen, die ihr wegen ihrer Fettleibigkeit zugefügt wurden. Nachdem sie einen Sommer in einem Diätcamp verbracht hat, ist sie zwar um einige Kilos leichter, aber auch um viele negative Erfahrungen reicher. Für sie gibt es nur noch einen Ausweg: Selbstmord. Minuziös bereitet sie sich auf diesen letzten Schritt vor. Da lernt sie den krebskranken Santana kennen. Kann er sie vom Suizid abhalten?
> In diesem problemorientierten Jugendbuch geht es um die Themen Todessehnsucht, Suizid und Mobbing. Daelyn erzählt den Lesenden ihre Lebensgeschichte. Indem man ihr zuhört, tauchen unweigerlich Fragen auf, deren Antworten beunruhigend sein können. Und genau darin liegt die Stärke dieses Buches, das sich gut für den Unterricht eignet. Im Anhang findet man Diskussionsanregungen. Die Begriffe Mobbing und Suizid werden detailliert erklärt. Für Betroffene kann die Auflistung von Warnsignalen und Beratungsstellen hilfreich sein. Béatrice Wälti

Titel: Allein unter Schildkröten
Kollation: A. d. Norweg., Broschur, 134 S.
Verlag, Jahr: mixtvision, 2012
ISBN: 978-3-939435-47-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Suizid
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.08.2012
Allein unter Schildkröten
Mikke (19) interessiert sich für Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, wie der in Mexico beheimatete Blinde Fisch oder die Meeresschildkröte. Die Informationen holt er sich im Internet und staunt über der Vielfältigkeit der Überlebenskünste. Gleichzeitig beschäftigt ihn die Zerstörung des Urwalds am Amazonas, dem grössten Ökosystem der Erde. Mikkes Eltern sind verreist und seine Freundin besucht ihn regelmässig. Mit Sverre, einem "Downer", geht er ab und zu ins Kino oder Schwimmen. Während die Abiturfeiern im Gang sind, schreibt er auf der Tastatur das Suchwort "einsam".
> Anhand der Tagebucheinträge wird ersichtlich, dass Mikke vor allem Nachts an seinem PC sitzt. Man wird Zeuge seiner Fürsorge Sverre gegenüber, seiner Liebe zu Siri und der Unsicherheit, was sein eigenes Leben betrifft. Der abrupte Schluss seiner Einträge hinterlässt eine tiefe Traurigkeit. Warum Mikke? Gedanken und Erinnerungen der Eltern und Freunde vertiefen dieses Gefühl. Ein ausserodentliches Buch. Katharina Siegenthaler