Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 5
Titel: Alles war See
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Atlantis, 2019
ISBN: 978-3-7152-0762-9
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Mut, Naturkatastrophen
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 23.04.2019
Alles war See
Blumenkohl wollten der Mann und die Frau pflanzen. Doch draussen tobt ein heftiger Sturm. Der Kohl muss warten. Mit Elan wird ein neues Haus gebaut, direkt am See, das wollten sie schon immer. Ein zweites Unwetter lässt das Wasser aber übers Ufer treten. Um das Haus auf den Berg zu stossen, werden Räder montiert, und bald wird es zu einem Hausschiff umgebaut. Die Regentage sind nicht vorbei, das Land wird zu einem grossen See, Rettung ist nur übers Wasser möglich. Tage später hört der Regen endlich auf, die Sonne wärmt den Boden und von fern erklingt Musik.
> So viel Hoffnung, so viele Ideen. Kein Klagen oder Streiten – gemeinsam wird nach Lösungen gesucht. Eine unglaubliche Kraft treibt den Mann und die Frau an. Spielerisch leicht und mit Gespür für Humor wird das Handeln von Mann und Frau, ihr Umgang mit der bedrohlichen Situation erzählt. Die aussagekräftigen Zeichnungen, meist in Blautönen gehalten, sind detailreich und voller Witz und Charme. Das Buch macht Mut und bewegt. Claudia Schranz

Titel: Flutlicht
Kollation: A. d. Niederländ., geb., 170 S.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2016
ISBN: 978-3-8369-5896-7
Kategorie: Belletristik
Alter: mehrere Stufen
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 31.10.2016
Flutlicht
Klick! Eine Freundschaftsanfrage erreicht Pieter, verdrängte Erinnerungen kehren sintflutartig zurück: jenes Jahr, in dem er sich für ein sozia­les Pro­jekt im Ausland ent­scheidet und sich zum ersten und letzten Mal verliebt. Doch die Nacht mit Elin und eine verheerende Flutwelle verändern ihr Leben für immer.
> Der Roman basiert auf 't Harts Erfahrungen aus dem Slash-Projekt, in welchem Jugendliche mit besonderen Lebensgeschichten interviewt werden, und überzeugt durch grosse Authentizität. Trotz der englisch geführten Dialoge auf Sri Lanka bleibt der Autor seinem klaren, nüchternen und dennoch einfühlsamen Schreibstil treu. Das Thema Wasser dominiert auch sprachlich. Flashbacks durchbrechen die Gegenwart, erzählen die Erlebnisse in Sri Lanka aus Pieters Perspektive. Das Ende pointiert der Autor durch einen unerwarteten Höhepunkt. Aus­ge­zeich­net als bes­tes Jugend­buch in der Alters­ka­te­go­rie 12–15 mit dem “Gol­de­nen Bil­der­rah­men”, einem nie­der­län­di­schen Buch­preis. Christina Weirich

Titel: Sturmland – Die Gesetzgeber
Autor: Wahl, Mats
Reihe: Sturmland 3
Kollation: A. d. Schwed., geb., 455 S.
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2016
ISBN: 978-3-446-25311-7
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.10.2016
Sturmland – Die Gesetzgeber
Elin wird von ihrer Tante gedrängt, für den Reichstag zu kandidieren. Politisch unerfahren und von schrecklichen Erlebnissen traumatisiert, bestreitet sie ihren Wahlkampf. Sie steht unter Personenschutz, weil sich eine kriminelle Gruppe an ihr rächen will. Zudem verfügt offenbar nur sie über den geheimnisvollen Turingcode, mit dem superintelligente, sich selbst weiterentwickelnde Systeme geschaffen werden können. Im undurchsichtigen politischen Machtkampf weiss Elin bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann.
> Im 3. und bisher längsten Sturmland-Teil werden neue Figuren eingeführt – Menschen und humanoide Roboter. Nach einem spannenden Beginn weist das Buch auch Längen auf und es bleibt offen, ob für die Darstellung von Wahls Zukunftsvision fünf Bände nötig sind. Den zentralen Fragen dieser Reihe kann man aber kaum ausweichen: Welche Veränderungen werden in den nächsten 50 Jahren Wirklichkeit? Und was können wir dafür tun, dass die Zukunft nicht so bedrohlich wird, wie der Autor sie zeichnet? Doris Lanz

Titel: Kälte
Kollation: A. d. Amerikan., Broschur, 251 S.
Verlag, Jahr: Loewe, 2012
ISBN: 978-3-7855-7428-7
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.10.2012
Kälte
Wochenende: Alle Schüler und Lehrer haben das Haus verlassen, nur sieben warten noch darauf, von Angehörigen abgeholt zu werden. Es schneit unaufhörlich, bereits meterhoch liegt der Schnee, kein Durchkommen mehr. Eine ganze Woche lang bleiben die Jugendlichen isoliert, müssen auf hartem Boden nächtigen, suchen nach Lebensmitteln. Kein Handy bringt eine Verbindung zu Stande, die Elektrizität fällt aus, dann auch noch die Wasserversorgung. Der Kampf ums Überleben lässt Freunde zu Konkurrenten werden, die physische und psychische Belastung wird immer unerträglicher. Es geht um Leben und Tod. Der Schluss bleibt offen, immerhin ahnt man, dass Rettung kommt, auch wenn die Erlösung unwahrscheinlich zu sein scheint.
> Die Spannung wird durch überaus lange Diskussionen vermindert, weniger wäre mehr. Immerhin wird gezeigt, dass mit Einfallsreichtum manch scheinbar unlösbare Aufgabe bewältigt werden kann. Die leicht schnodderige Sprache mag Jugendlichen vielleicht gefallen. Siegfried Hold

Titel: Tödliche Welle
Reihe: 21st century thrill
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 222 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2012
ISBN: 978-3-407-74356-5
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.10.2012
Tödliche Welle
Mom, Dad und der 12-jährige Sam wollen nach Pukhet, um Weihnachten zu feiern. Wenn sie doch endlich abreisen würden! Doch vor allem Beths Mutter kann sich kaum von ihrer 19-jährigen Tochter trennen. Und Beth selbst hätte sich nie träumen lassen, dass sie ebenfalls bald in Asien umherirren würde – auf der Suchen nach Spuren ihrer Eltern und ihres kleinen Bruders, die von einem Tsunami verwischt worden sind. All das Leid vor Augen, wird Beth gezwungen nach Leichen zu suchen. Dabei begegnet sie vielen hilfreichen Menschen – und manchmal auch dem kleinen Glück.
> Anschaulich schildert der Autor das mögliche Schicksal einer Durchschnittsfamilie, aus deren Ferientraum ein Albtraum wird. Er beschönigt wenig und geht auch auf Schicksale der ansässigen Bevölkerung ein. Doch die Story wird konsequent aus der Sicht der jungen, nunmehr ganz auf sich gestellten Frau erzählt. Ein Buch, das die Katastrophe von 2005 wieder aufleben lässt. Die Frage ist, ob man das lesen will. Kathrin Wyss Engler