Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 35
Titel: Monster im Dunkeln
Kollation: Broschur, 55 S.
Verlag, Jahr: da bux, 2018
ISBN: 978-3-906876-08-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Thriller
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 14.10.2018
Monster im Dunkeln
Arjens Eltern fahren für vier Tage in Urlaub. Es ist der erste seit seinem Unfall, der ihm sein Augenlicht raubte. Arjen findet sich gut zurecht und freut sich sogar darauf, diese paar Tage allein zu sein. Manchmal hat er natürlich noch Panikattacken, die er wie einen Säbelzahntiger zu bekämpfen versucht. Ruhig atmen ist wichtig. Doch jetzt muss er gegen ein anderes Monster kämpfen, das ihn bedroht. Es ist ein übel riechender Mann, der in die Wohnung eindringt, ihn schlägt, und Arjen weiss noch nicht weshalb. Oder hat er gestern im Bus aus Versehen die falsche Tasche mitgenommen?
> Erzählt ist der Thriller aus der „Sicht“ von Arjen: Zwei Tage im Leben eines jungen blinden Mannes, der ungewollt in ein gefährliches Abenteuer gerät. Man kann sich „die Bedrohung“ zwar gut vorstellen, doch es existiert kein Gesicht dazu. Ein interessantes Interview im Anhang mit dem erblindeten Daniel Schlosser gibt einen „Einblick“ in Situationen, denen sich Sehbehinderte im Alltag stellen müssen. Katharina Siegenthaler

Titel: Ein kleines Wunder würde reichen
Kollation: A. d. Engl., geb., 317 S.
Verlag, Jahr: Fischer FJB, 2018
ISBN: 978-3-8414-4023-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Spannendes
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 14.09.2018
Ein kleines Wunder würde reichen
Jemma ist ein intelligentes, aufgewecktes Mädchen. Am liebsten hört sie Geschichten, die ihr ihre Pflegerin Sarah vorliest. Zu gerne würde sie sich mit ihr unterhalten. Doch Jemma kann weder sprechen noch sich bewegen: Zerebralparese. Auch Sarahs charismatischer Freund Dan ist willkommen in der Pflegefamilie, zu der auch Autist Finn und die unbeherrschte Olivia gehören. Wissend um ihre Hilflosigkeit vertraut Dan Jemma ein schreckliches Geheimnis an. Mehr denn je wünscht sie, mit ihrer Umwelt kommunizieren zu können.
> Der Mordverdacht sorgt als roter Faden für Spannung. Im Zentrum aber steht Jemma mit all ihren Gedanken und Gefühlen. Ihr verleiht die Autorin Ausdruck – mit klarer Sprache und viel Mitgefühl, aber ohne Mitleid. Leider bleibt der Hintergrund der Familienfiguren – Eltern und Pflegekinder – blass. Medizinische Sachverhalte wie das Sniffgerät basieren auf Fakten. Insgesamt zeigt der Roman die Macht der Kommunikation, und wie wichtig ein normaler Umgang mit Behinderten ist. Christina Weirich

Titel: Simpel
Kollation: Broschur, 304 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2009
ISBN: 978-3-596-80649-2
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 30.04.2018
Simpel
Colbert (17) stellt Simpel immer so vor: „Das ist mein Bruder, er ist geistig behindert“, und Simpel doppelt fröhlich nach: „I-di-ot“. Er ist 22 Jahre alt, mental aber auf der Stufe eines Dreijährigen und nie ohne sein geliebtes Stofftier Monsieur Hasehase. Da die junge Stiefmutter nicht mit einem geistig Behinderten zusammenleben will, übernimmt Colbert die Verantwortung für seinen Bruder. Er zieht mit ihm in eine Studenten-WG. Doch Simpel bringt deren Alltag ziemlich durcheinander. Die jungen Leute sind überfordert mit seiner Betreuung, und Colbert sieht keinen anderen Ausweg, als ihn wieder ins Heim Malicroix zurückzubringen. Doch Simpel ist den WG-Bewohnern mit seinem Charme so sehr ans Herz gewachsen, dass sie ihn nicht mehr missen wollen. – Die Autorin, die für dieses Buch den „Prix des lycées allemands“ erhielt, schildert Simpels Eigenheiten und seine spontanen Reaktionen so liebevoll und mit viel Witz, dass er auch die Herzen der Lesenden im Nu erobert. Therese Stooss

Titel: Lars, mein Freund
Kollation: A. d. Norweg., geb., 251 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2018
ISBN: 978-3-423-64039-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Mobbing
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.04.2018
Lars, mein Freund
Amanda freut sich riesig auf das neue Schuljahr. Endlich wird sie ihre heimliche Liebe Adam wiedersehen. Sie ist auch ganz aufgeregt, weil jeder Schüler ihrer Klasse einen Schulanfänger als Patenkind erhält. Doch für Amanda hat sich die Lehrerin etwas ganz Besonderes ausgedacht: Sie wird Patin von Lars sein, ihrem neuen Mitschüler mit Down-Syndrom. Amanda ist entsetzt. Wie soll sie mit ihm umgehen? Bald merkt sie, dass ihre Angst unberechtigt ist. Je besser sie Lars kennenlernt, desto lustiger ist es mit ihm. Leider wird der behinderte Junge von den Mitschülern schwer gemobbt und Amanda hat Angst, öffentlich zu ihm zu stehen.
> Die junge Protagonistin hat vorerst Berührungsängste und Vorurteile in ihrer neuen Rolle. Unter Gruppenzwang macht sie sich über ihren neuen Freund lustig. Das bereut sie später zutiefst. Die authentische Geschichte wurde von norwegischen Kindern zum besten Kinderbuch des Jahres gewählt und eignet sich sehr gut als Klassenlektüre. Rita Racheter

Titel: Mulgheta
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Jacoby & Stuart, 2017
ISBN: 978-3-946593-41-6
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Behinderung, Fussball
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.04.2018
Mulgheta Ein Tag im Leben eines blinden Fussballspielers
Mulgheta joggt durch den Park, geht zur Arbeit und ins Fitness. Abends kocht er etwas Leckeres. Ein ganz gewöhnlicher Tag – auch für ihn. Doch Mulgheta ist blind. Darum berührt er beim Joggen den Arm seines Trainers, ertastet in der Küche Schneidebrett und Messer und hört auf der Strasse aufmerksam auf jedes Geräusch. Seine grosse Leidenschaft ist Fussball. Dank einer Rassel im Ball und durch Zurufen der Spieler trifft er regelmässig das Tor!
> Auffallend auf dem Cover ist die gelb-grüne Brille. Seit einem schweren Autounfall ist Mulgheta blind. Sein grosser Traum, Fussballer zu werden, ist geplatzt. Doch er kämpft sich zurück ins Leben. Heute ist er der beste Blindenfussballer Deutschlands. Mit wenig Text und in einfacher Sprache wird von den Begegnungen mit ihm erzählt. Die gelb-grüne Farbe ist auf jedem Bild zu sehen. Sie verleiht der wahren Geschichte Lebendigkeit. Mulgheta ist ein Lebenskünstler, der sich nicht unterkriegen lässt. Seine Geschichte macht Mut! Claudia Schranz

Titel: Wozu hat man eine Freundin?
Kollation: A. d Schwed., geb., farb. illustr., 100 S.
Verlag, Jahr: Moritz, 2018
ISBN: 978-3-89565-359-9
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 05.04.2018
Wozu hat man eine Freundin?
Cäcilies Leben ist alles andere als einfach: Weil ihre Beine unterschiedlich lang sind, kann sie nicht rennen und keinen Sport treiben. Ihr Vater hat die Familie verlassen, daheim ist das Geld knapp und ihrer älteren Schwester scheint alles leichter zu fallen als ihr. Doch dann lernt Cäcilie die fussballbegeisterte Melody kennen und die beiden Mädchen werden beste Freundinnen. Als Cäcilie zum wiederholten Mal operiert werden muss, benötigt sie nicht nur Melodys Unterstützung, sondern auch die Hilfe von Papas alter Mundharmonika.
> Die Autorin beherrscht die Kunst, Figuren und Beziehungen in einfachen Worten einfühlsam darzustellen. Ihre Geschichte über Behinderung, Freundschaft und Fussball ist trotz etwas Magie aus dem Leben gegriffen. Sie beschönigt Probleme nicht, sondern macht Mut, diese anzupacken. Melodys schlichter Leitsatz gilt nicht bloss für den Fussball: "Man glaubt einfach, dass man es kann – und schon geht es." Es ist diese feste Zuversicht, die Rose Lagercrantz Kindern wünscht. Doris Lanz

Titel: Die Schule für kleine Hunde – Pip findet eine Freundin
Reihe: Die Schule der kleinen Hunde 2
Kollation: A. d. Engl., geb., s.w. illustr., 119 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2017
ISBN: 978-3-423-76172-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Haustiere
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.01.2018
Die Schule für kleine Hunde – Pip findet eine Freundin
Pip, ein junger Labrabor, hat nur ein Ziel: Er will Begleithund eines Menschen werden. Deshalb besucht er die Schule für kleine Hunde. Es ist jedoch nicht einfach für ihn, den Versuchungen des Alltags zu widerstehen: Postboten, Eichhörnchen und vor allem Bälle machen ihm das Leben schwer. Für seinen Traumberuf ist es notwendig, dass er sich nicht ablenken lässt. Um seinem Ziel näher zu kommen, gibt er sogar sein liebstes Hobby, Pfotenball, auf. Nach der ersten, nicht bestandenen Prüfung erhält er unerwartet eine neue Chance. Seine Freude ist riesig, als er kurz darauf bereits „seinen Menschen“ kennenlernen darf. Nach den ersten Schwierigkeiten haben Klara (Pips Mensch) und er viel Spass – bis ein Ball ihren Weg kreuzt. Aber genau dieser Ball bringt das Mädchen dazu, andere Kinder kennenzulernen und mit ihnen zu spielen. Während des Spiels verletzt sich Klara. Pip ist verzweifelt; er befürchtet, sie nie wieder zu sehen. Dank seiner Freunde und einem Sieg darf er zum Schluss doch Klaras Begleithund bleiben.
> Pip ist der zweite Band aus der Reihe „Die Schule der kleinen Hunde“. Das Buch ist spannend zu lesen und auf eine unterhaltende Art geschrieben. Die Charaktere sind liebevoll geschildert. Mehr als einmal zeigt sich die Situation als ausweglos, aber immer wieder taucht eine Chance auf. Dieses Buch zeigt auf, dass es sich lohnt, an seinen Traum zu glauben, auch wenn nicht immer der direkteste Weg zum Ziel führt und unterwegs noch vieles passieren kann. Die Illustrationen sind im Comic-Stil und sehr ansprechend gestaltet. Das Buch zeigt die Schwierigkeiten eines körperlich eingeschränkten Kindes auf eine leicht verständliche Art und Weise. Da es aus der Perspektive des Hundes Pip geschrieben ist, ist es für alle Tierliebhaberinnen und -liebhaber interessant. Rita Rigolet

Titel: Freestyler
Kollation: Geb., 437 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2016
ISBN: 978-3-407-82101-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Sport
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.10.2017
Freestyler
Die Olympischen Sommerspiele in Buenos Aires 2032 stehen vor der Tür. Auf einen Wettkampfsieg hoffen der beinamputierte Ryan, der mit Carbonfedern sprintet, und Jola, die sich künstliche Wadenmuskeln einsetzen liess. Beide starten in der Kategorie "Freestyle", in der Behinderte und "optimierte" Sportler gegeneinander antreten. Werden die zwei Spitzenläufer gut genug sein, um trotz den Gefahren der neuen Technik am Ende den erhofften Erfolg zu haben?
> Katja Brandis' umfassend recherchierter und flüssig geschriebener Jugendroman rund ums Thema Spitzen- und Behindertensport spielt in einer zwar möglichen, im Moment aber noch teils utopischen Zukunft. Die hier beschriebenen Aspekte des Leistungssportes, wie z. B. Druck und Disziplin, regen zum Diskutieren an. Die eingeflochtene Liebesgeschichte, aus zwei Perspektiven erzählt, wirkt echt. Sie belebt die Dramaturgie und ermöglicht eine emotionale Identifikation mit den Figuren. Ein Roman, der gleichzeitig fasziniert und nachdenklich stimmt. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Jem hört die Haie husten
Kollation: Geb., s.w. illustr., 184 S.
Verlag, Jahr: Ueberreuter, 2016
ISBN: 978-3-7641-5097-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Krimi
Alter: ab 10
Bewertung:
Rezension publiziert: 02.10.2017
Jem hört die Haie husten Die kriminellste Kur-Geschichte aller Zeiten
Jem soll wegen seiner Lunge drei Wochen Erholungsurlaub im Haus Horizont verbringen. Eigentlich wäre er viel lieber mit seinen Eltern nach Griechenland gefahren, als mit all den anderen Kindern mit ihren Handicaps seine Zeit zu verbringen. Doch da steckt plötzlich eine geheime Botschaft in seinem Tiramisu. Was will Spasti ihm mitteilen? Zusammen wollen sie den mysteriösen Hai suchen, der zwischendurch am Hummerstrand auftaucht. Doch stattdessen stolpert Jem über eine Leiche. Zusammen mit Flo im Rollstuhl und Spasti starten sie die „Operation Weisser Hai“. Schon bald wissen sie nicht mehr, wem sie noch trauen können. Zum Glück sind die drei ein gutes Team!
> Der Anfang ist ein bisschen kompliziert geschrieben. Der spannende Teil fängt erst später an. Dann wird es aber so richtig spannend! Manchmal ist es auch lustig geschrieben. Witzig ist auch, dass es unten auf den Seiten ein Daumenkino hat. Ich finde es interessant, dass Kinder mit Handicap die Hauptrolle spielen. Guillaume, 11 Jahre

Titel: Die Wahrheit über Ivy
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 184 S.
Verlag, Jahr: cbt, 2014
ISBN: 978-3-570-30912-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Ethik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.09.2017
Die Wahrheit über Ivy
Davids Schwester ist schwer behindert. Ivy kann weder sprechen noch gehen und muss wie ein Baby gepflegt werden. Operationen sind an der Tagesordnung. Krampfartige Anfälle quälen sie. Obwohl die Situation die Familie massiv belastet, wird Ivy von allen geliebt. David würde alles tun für sie. Dennoch schämt er sich oft für sie und verspürt immer wieder eine unbändige Wut, weil er sich von den Eltern ausgenutzt und unbeachtet fühlt. Als Ivy ertrinkt, während der Vater allein mit ihr im See planscht, gerät alles aus den Fugen.
> Ein beeindruckender Roman, der signifikante ethische Fragen aufwirft: Wann ist ein Leben trotz Glücksmomenten nicht mehr lebenswert? Kann es richtig sein, jemanden aus Liebe zu töten? Die schnörkellose Erzählweise mit knappen Sätzen und Kapiteln geht unter die Haut. Das Ende mit der Verhaftung des Vaters wirkt etwas abrupt und lässt die Lesenden mit ihren Gedanken allein. Es wäre interessant gewesen, an dieser Stelle noch etwas über die Sichtweise der Justiz zu erfahren. Eliane Hess

Titel: Mittwochtage oder „Nichts wie weg!“, sagt Tante Hulda
Kollation: Geb., s.w. illustr., 125 S.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2011
ISBN: 978-3-8369-5276-7
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.07.2016
Mittwochtage oder „Nichts wie weg!“, sagt Tante Hulda
Tante Hulda ist geistig behindert. Für Sara spielt das überhaupt keine Rolle. Sie findet ihre Tante etwas Besonderes, denn Hulda schreibt Gedichte und mag es, Probleme auszudiskutieren. Jeden Mittwoch besucht Sara ihre Tante im Wohnheim. Saras Eltern sehen das nicht gern und wollen Hulda deshalb in einem weit entfernten Heim platzieren. Doch diese Idee weckt heftigen Widerstand – Sara und Tante Hulda setzen sich in den nächsten Zug und suchen Hilfe. < Das Anliegen der Autorin ist berechtigt: Auch Menschen mit einer Behinderung haben Stärken und Gaben und besitzen wie alle Andern das Recht, ihr Leben selber zu bestimmen. Sylvia Heinlein zeigt das in ihrer Geschichte exemplarisch auf. Tante Huldas ist allerdings eine Person, deren Behinderung nicht sehr einschränkend ist – sie kann sich sprachlich ausdrücken und ist sympathisch. Das wirkt etwas vereinfachend. Das Buch kann jedoch ein Auslöser sein, um Kinder für Menschen mit einer Behinderung zu sensibilisieren. Katharina Wagner

Titel: Marcelo in the Real World
Kollation: A. d. Amerikan., geb., 363 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2011
ISBN: 978-3-8414-2122-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Krimi
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Marcelo in the Real World
Marcelo, ein intelligenter und musikalischer Teenager, lebt mit einer leichten Form von Autismus. Im geschützten Umfeld einer Privatschule versucht er sich auf das Leben draussen vorzubereiten. Er liebt Pferde und möchte die Sommerferien an seiner Schule als Pferdepfleger verbringen. Stattdessen verlangt sein Vater, Jurist, von ihm, während der Ferien in dessen Kanzlei zu arbeiten. Marcelo muss sich nun in einer Welt zurechtfinden und behaupten, die für andere alltäglich, für ihn selbst aber fremd ist.
> Der amerikanische Autor F. X. Stork erzählt den spannenden Wirtschaftskrimi aus der Sicht Marcelos. Er versetzt die Lesenden in die Gedankenwelt eines Autisten. Doch dieses herausragende Buch handelt nicht nur von der Krankheit, sondern auch vom Erwachsenwerden. Marcelo wächst über sich heraus und arbeitet mit viel Zivilcourage an der Lösung eines Kriminalfalls. Er lernt Freunde kennen und entscheidet sich für ein Leben in der realen Welt. Martina Friedrich

Titel: Alice im Mongolenland
Kollation: Geb., s-w. illustr., 223 S.
Verlag, Jahr: Thienemann, 2009
ISBN: 978-3-52218-156-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familie, Behinderung
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.07.2016
Alice im Mongolenland
Alice ist anders. Sie hat das Down-Syndrom. Ihre Zwillingsschwester hat es satt, immer darauf angesprochen zu werden. Darum erklärt sie eines Tages in der Schule: „meine Schwester ist adoptiert und kommt aus der Mongolei.“ Eine Reise führt dann die Familie in diese Region. Da geht Alice auf einer Wanderung verloren. Sie wird von einer Nomadenfamilie aufgefunden. Das ist ein Glücksfall für die Familie. So bekommen sie Einblick in eine Kultur, die den normalen Touristen verschlossen bleibt.
> Geschickt in die Geschichte eingefügt ist das Verhalten von Menschen mit Trisomie. Dabei wird die Problematik der gesunden Schwester nicht ausser auch gelassen. Nebenbei erfährt der Leser etliches über das Leben und die Bräuche der Bewohner der Mongolei. Der Text ist gut lesbar, die Sprache präzise und gepflegt. Das Buch eignet sich zum Vorlesen. Viele Themen regen auf humorvolle Weise zu Diskussionen an. Monika Aeschlimann

Titel: Das Glück ist blind (aber nicht unsichtbar)
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 252 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2016
ISBN: 978-3-423-65021-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Familie
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 25.04.2016
Das Glück ist blind (aber nicht unsichtbar)
Dass sich Laureths Vater immer wieder für längere Zeit im Ausland aufhält, kennt die 16-Jährige bereits. Doch diesmal scheint der Schriftsteller vom seinem neuen Thema (dem Zufall) besessen zu sein. Er meldet sich nicht, und sein Notizbuch wird in New York gefunden. Nun ist sie sicher, dass ihrem Vater etwas passiert ist. Laureth bucht zwei Tickets in den Big Apple und verlässt mit ihrem 7-jährigen Bruder Benjamin London. Kein Hindernis ist ihr zu gross – auch ihre Blindheit nicht.
> Die packende Wortwahl fesselt den Leser von der ersten Seite an. Dadurch, dass Laureth ihre Blindheit so lange wie möglich geheim zu halten versucht, wird die Spannung zusätzlich erhöht. Die Notizen des Vaters zum Thema Zufall sind in einer anderen Schriftart gehalten und regen zum Nachdenken an. Ob Laureth ihren kleinen Bruder entführt hat und ihn ausnutzt, da sie ohne ihn diese Reise nicht antreten könnte, muss sich der Leser selber überlegen. Laureth begleitet diese Frage durch den ganzen psychologischen Roman. Annina Otth

Titel: Eins
Kollation: A. d. Engl., geb., 424 S.
Verlag, Jahr: mixtvision, 2016
ISBN: 978-3-95854-057-6
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.04.2016
Eins
,,Ist es nicht schrecklich, an jemandem zu kleben und keine Freiheit zu haben?“ Jeden Tag hören die siamesischen Zwillinge Tippi und Grace diese Frage und möchten dann dieser Person am liebsten eine Ohrfeige verpassen. Als Tippi und Grace auf eine öffentliche Schule wechseln, ekeln sich alle und keiner wagt sich in ihre Nähe, nur Yasmeen und Jon, mit denen sie die Freizeit bei der Kirche verbringen, Alkohol trinken und rauchen. Auf einmal geht es Grace schlecht und man muss die zwei trennen. Ob sie lebend da rauskommen?
> Ein tolles Buch für 13+, aber nichts für Jüngere, denn man versteht mit 12 Jahren nicht so richtig, was passiert. Man versetzt sich in die Rolle der Hauptfiguren und fühlt mit ihnen mit. Ich glaube, alle, die das Buch lesen werden, wünschen sich einen zweiten Band. Das Buch hat man schnell gelesen, denn der Text ist nicht wie üblich gedruckt. Wer wissen will, wie es ausgeht, soll das Buch am besten selber lesen. Ivana, 12 Jahre

Titel: Zwischenlandung
Kollation: Geb., 299 S.
Verlag, Jahr: Sauerländer, 2015
ISBN: 978-3-7373-5113-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Liebe, Behinderung
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.02.2016
Zwischenlandung
"Was gibt es Schlimmeres, als nicht bemerkt zu werden? Da zu sein und doch nicht?" Seit dem Unfall auf dem Golfplatz befindet sich Gregor im Wachkoma. Woche für Woche wird er langsam "wacher", kann sich aber nicht bemerkbar machen. Untätig und hilflos muss er zusehen, wie seine grosse Liebe Mira und sein Bruder ein Paar werden. Er beschliesst, alles zu riskieren, um für sein Leben und seine Liebe zu kämpfen.
> Durch Gregors Erzählungen erhalten wir eine anfangs eher diffuse "Innensicht" auf die Geschehnisse, oft vermischen sich Traum und Wirklichkeit. Mira, welche abwechselnd auch erzählt, liefert die besser verständliche Aussenperspektive. Insgesamt scheint ihre Entwicklung jedoch wenig plausibel, wie auch das ganze Setting zu konstruiert wirkt. Tobias Elsässers überzeugende Sprache kann diesen Schwachpunkt leider nicht wettmachen, obwohl er dem Protagonisten viel Zeit lässt zu genesen und mit einem überraschenden Ende zu erfreuen vermag! Sandra Dettwyler

Titel: Amy & Matthew
Kollation: A. d. Amerikan., geb., 351 S.
Verlag, Jahr: Heyne, 2015
ISBN: 978-3-453-26916-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Liebe, Behinderung
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 17.01.2016
Amy & Matthew Was ist schon normal?
Kann man zu viel lieben? Amy und Matthew müssen auf verschiedenen Umwegen herausfinden, was Liebe überhaupt ist und wie sie damit umgehen könnten. Amy ist körperlich behindert, aber intelligent und mental sehr stark. Matthew ist einer ihrer Helfer. Er hat sich als solcher beworben, weil er mehr über dieses aussergewöhnliche Mädchen wissen möchte. In seiner Helferrolle vergisst er seinen Kontrollzwang, seine unbegründeten Ängste.
> Hochdramatisch und zugleich sensibel erzählt Cammie McGovern eine spezielle Liebesgeschichte. Sie ist Mutter eines autistischen Sohnes und unterstützt Kinder mit Behinderung im Alltag. Sobald es um die Liebe geht, wird die Frage nach der Norm hinfällig, da für alle die bisher bekannte, übersichtliche Welt aus den Fugen gerät. Gibt es eine schönere Antwort darauf als diejenige von Amy: „Das Leben ist das, was du daraus machst.“ Ein ungewöhnliches, aber sehr lesenswertes Buch. Barbara Schwaller

Titel: Am Ende des Alphabets
Kollation: A. d. Neuseeländ., geb., 205 S.
Verlag, Jahr: Knesebeck, 2015
ISBN: 978-3-86873-795-0
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.12.2015
Am Ende des Alphabets
In ihrer Patchworkfamilie ist Ruby für alles zuständig: Sie kocht, putzt und kümmert sich um die jüngeren Halbgeschwister. Ihr Bruder Max hingegen wird verschont, er ist sehr gut in der Schule und braucht angeblich viel Zeit zum Lernen. Die 14-jährige Ruby hat mit ihrer Lese- und Schreibschwäche sowieso keine Chancen auf einen guten Job. Als Ruby schliesslich noch ihr Zimmer mit den Halbbrüdern teilen soll, platzt ihr der Kragen. Sie ist nicht mehr bereit, zuhause den Fussabtreter zu spielen, und wehrt sich vehement. Durch zwei Nebenjobs gewinnt sie neues Selbstvertrauen, das selbst ihre Familie erstaunt.
> Die junge Protagonistin, die unter ihrer Legasthenie leidet, muss um jede Anerkennung hart kämpfen. Sie schreibt in Ich-Form und wirkt dadurch authentisch und liebenswert. Dieser warmherzige Roman macht Kindern mit einer Lernschwäche Mut, ihre Ziele und Träume nicht aufzugeben. Weil es nicht viele Bücher zu diesem Thema gibt, ist die Geschichte sehr empfehlenswert. Rita Racheter

Titel: Anna ist richtig wichtig
Kollation: Geb., farb. illustr., 23 S., mit Begleitmaterial, 2. Aufl.
Verlag, Jahr: mebes & noack, 2015
ISBN: 978-3-927796-80-5
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 13.12.2015
Anna ist richtig wichtig Ein Buch über sexuelle Gewalt in LEICHTER SPRACHE
Das Mädchen Anna geniesst das Leben mit ihren Freundinnen und ihrem Freund. Aber Jungs im Schwimmbad fassen ihr an den Po und der Onkel überschreitet eine Grenze. Anna reagiert gut und selbstbewusst, sie weiss sich zu helfen. Die Geschichte richtet sich an junge Frauen mit einer geistigen Beeinträchtigung. Das Buch ist in „Leichter Sprache“ verfasst und die Illustrationen sind äusserst klar. Ein wichtiger Teil ist auch das didaktische Begleitmaterial. Die Definition von sexueller Gewalt, was Prävention bedeutet und welche Gesprächsthemen sich mit diesem Buch anbieten, sind nur einige der Themen des beigelegten Heftes.
> Menschen mit einer geistigen Behinderung sind einem deutlich höheren Risiko eines sexuellen Übergriffs ausgesetzt. Das vorliegende Arbeitsmittel ist ein wichtiger Beitrag zur Prävention und bietet einen sehr guten Leitfaden für die Themenbereiche „Dein Körper gehört dir“, "Gute Geheimnisse – schlechte Geheimnisse", "Sich wehren und Hilfe holen". Irène Tschirren

Titel: Die wahre Geschichte von Regen und Sturm
Kollation: A. d. Engl., geb., 238 S.
Verlag, Jahr: Carlsen Königskinder, 2015
ISBN: 978-3-551-56013-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Tiere, Behinderung
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.08.2015
Die wahre Geschichte von Regen und Sturm
Zwei, drei, fünf, sieben ... Wenn Ruth aufgeregt ist, spult sie Primzahlen ab. Oder aus ihr sprudeln Homonyme, Wörter, die gleich tönen, aber nicht die gleiche Bedeutung haben. In grösste Aufregung gerät Ruth, als nach einem Unwetter ihre Hündin Regen verschwindet. Auf der Suche nach ihr findet sie nicht nur Regen, sondern auch die Wahrheit über sie. Eine schmerzhafte Wahrheit, die ihre klaren Vorstellungen von Richtig und Falsch hart auf die Probe stellt.
> Das Buch porträtiert ein junges Mädchen mit der Diagnose Hochfunktionaler Autismus. Dabei gelingt es der Autorin, die Leserschaft ganz dicht an Ruth heranzubringen und damit das Bewusstsein für ihre neurologische Entwicklungsstörung zu wecken – zum einen durch die prägnante Erzählweise, die bestens verständlich ist, ohne banal zu wirken. Zum anderen trifft die innige Beziehung zwischen der sensiblen Ruth und Regen mitten ins Herz. Und wer sprachverliebt ist, wird sich an den vielen Homonymen, die Ruth sammelt, ergötzen können. Marcella Danelli

Titel: Paulchen und die Quadrate
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Kirja, 2014
ISBN: 978-3-9524056-2-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Behinderung, Anderssein
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.05.2015
Paulchen und die Quadrate Eine Asperger-Schafsgeschichte
Wenn Paulchen grast, dann nicht willkürlich. Paulchen lässt Grasquadrate stehen. Sonderbar, finden die anderen Schafe der Herde, denn: "Schafe fressen in der Regel alles, was ihnen vors Maul gerät." Paulchen nicht. Er grast auch lieber allein. Dass ihn die anderen Schafe der Herde komisch finden und meiden, stört ihn nicht besonders. Hauptsache, er kann auf seine ganz besondere Art grasen. Paulchen hat das Asperger-Syndrom, eine Störung aus dem hochfunktionellen Bereich des autistischen Spektrums. Sich in der Gesellschaft normkonform zu bewegen, fällt Menschen mit dem Asperger-Syndrom schwer. Oft ecken sie mit ihrer Art an und haben Mühe, die üblichen sozialen Regeln intuitiv anzuwenden. So ergeht es auch Paulchen. "Es gibt immer wieder Schafe, die anders sind als die anderen, genauso wie bei den Menschen", beruhigt der Leitwidder seine Schafe, doch gänzlich überzeugt er sie damit nicht. Erst als Alex, der Bauernsohn, mit Paulchen am örtlichen Schafwettberwerb teilnimmt, erkennt die Herde, dass Paulchens Andersartigkeit kein Grund ist, sich zu fürchten. Und kein Grund, ihn auszustossen.
> Asperger Autisten sind nicht krank. Sie haben lediglich eine andere Wahrnehmung. Ihre Sicht auf die Welt unterscheidet sich von derjenigen der meisten Menschen. Was bei ihnen auf den ersten Blick eintönig und festgefahren erscheint, sprengt bei genauerem Hinsehen Grenzen. Autistische Wahrnehmung ist nicht stereotyp: Manchmal ist sie stark, zielstrebig, kreativ und erfolgreich. Genauso oft aber ist sie auch schmerzhaft. Mit "Paulchen und die Quadrate" ist Matthias Schönberg, dem selbst betroffenen Autor, ein wertvoller und treffender Beitrag zur Aufklärung gelungen, die nicht nur Kindern hilft, die Andersartigkeit von Menschen mit dem Asperger-Syndrom zu verstehen und ihre positiven Seiten zu erkennen. Kommunikation, Zusammenarbeit und soziales Verhalten sind möglich, und schon kleine Betroffene werden sich mit dem hübsch gezeichneten Schaf identifizieren. Empfehlenswert! Andrea Eichenberger

Titel: Flieg, so hoch du kannst
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 252 S.
Verlag, Jahr: cbt, 2015
ISBN: 978-3-570-30964-3
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 31.03.2015
Flieg, so hoch du kannst
Holly bemitleidet sich selbst. Sie hadert mit ihrem Aussehen, nervt sich über ihre Mutter und leidet, weil sie weder vom hübschesten Schüler noch von der coolsten Mädchenclique beachtet wird. Als wäre das Leben nicht schon ungerecht genug, nimmt Mum auch noch Hollys Tante und deren Tochter Cassie für einige Zeit bei sich auf. Cassie hat Zerebralparese und kann weder sprechen noch gehen. Für sie ist jeder Tag eine Herausforderung. Doch Cassie ist klug, und ihre Gedanken kreisen nicht nur um sie selbst.
> Der Autor hat dieses Buch fünf Jahre vor seinem Erfolg „Das Blubbern von Glück“ geschrieben. Auch die Geschichte von Holly und Cassie pendelt zwischen Tragik und Komik und berührt, ohne je rührselig zu werden. Meist steht Holly im Zentrum der Erzählung, bisweilen auch ihre Mutter oder Tante. Manche Passagen erzählt Holly in der Ich-Form, einige geben Cassies Gedanken wieder. Wie diese ihren Alltag bewältigt, verändert nicht nur Hollys Sicht aufs Leben, sondern wohl auch diejenige der Lesenden. Doris Lanz

Titel: Leander sieht Maud
Kollation: A. d. Französ., Broschur, 176 S.
Verlag, Jahr: Knesebeck, 2014
ISBN: 978-3-86873-752-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.10.2014
Leander sieht Maud
Maud ist seit ihrem Unfall blind. Leander (16) hat seine Klassenkollegin so noch nicht gesehen. Bis jetzt hatte er nie eine Chance auf Kontakt mit Maud, nun besucht er sie. Maud hat rote Narben im Gesicht, ist apathisch und aggressiv zugleich. Leander begegnet ihr mit Witz und Unverschämtheit. Er besucht das hübsche Mädchen wieder und wieder, mit immer neuen Ideen, sie aus ihrem dunklen Loch zu locken. Und mit dem Verlangen, sie zu küssen.
> Ein Buch voller Begegnungen, aus der Sicht von Leander erzählt. Die Lesenden bekommen Einblick in sein Innenleben und verstehen ihn; Maud hingegen ist nur an ihren Reaktionen zu erkennen. Diese sind nicht immer nachvollziehbar, auch weil das Leben der Protagonisten ausserhalb ihrer gemeinsamen Zeit nicht beschrieben wird. Trotz vieler oft konfrontativer Dialoge, die das Geschehen lebendig machen, entsteht beim Lesen der Eindruck, die Geschichte nur fragmenthaft zu erfassen. So bleibt man am Ende ein wenig ratlos zurück. Karin Schmid

Titel: Manuel - Mein Leben mit Autismus
Kollation: CD-Rom
Verlag, Jahr: Iris Kater Verlag, 2014
ISBN: 978-3-944514-09-3
Kategorie: Nonbook
Schlagwort: Behinderung, Schule
Alter: ab 7
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.10.2014
Manuel - Mein Leben mit Autismus Aufklärung in der Grundschule
Dieses e-Book ist ein umfangreiches Werk aus verschiedenen Teilen: Als Erstes wird die Geschichte von Manuel, einem Kind mit Autismus, erzählt. Man erfährt, wie es einem autistischen Kind in der Schule ergehen kann und wie das Umfeld darauf reagieren könnte. Dieser Teil ist mit Aquarellen illustriert. Weiter finden sich auf der CD ein kurzer geschichtlicher Abriss, eine Definition von Autismus, Herausforderungen, die sich für die Schule stellen, Hilfestellungen, die in Anspruch genommen werden können, und Spiele, die sich für Kinder mit Autismus eignen. Als Letztes schildern Betroffene ihre Erfahrungen.
> Ein Bilderbuch in Form eines e-Books bietet bei Weitem nicht dasselbe wie ein gedrucktes Buch. Die Aquarelle verlieren ihre Ausstrahlung und mit dem Durchscrollen geht der Bezug von Text und gegenüberliegender Bildseite verloren. Im Teil mit den Zusatzinformationen stolpert man zudem immer wieder über Begriffe, die nicht zeitgemäss sind. Schade. Irène Tschirren

Titel: Arlo braucht eine Brille
Kollation: A. d. Amerikan., kartoniert, farb. illustr., unpag., mit Klappen
Verlag, Jahr: Boje, 2014
ISBN: 978-3-414-82388-5
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Behinderung
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 04.08.2014
Arlo braucht eine Brille
Der kurzsichtige Hund Arlo probiert verschiedene Brillen an: Die Filmstar-Brille, die Superheld-Brille und die Verrückter-Professor-Brille. Mit dem richtigen Modell klappt auch das Ballspielen wieder, doch viel lieber liest Arlo nun Bücher. Titel wie "Ein Knochen macht noch keinen Hund" oder "Wenn nasse Hunde stinken" haben es ihm besonders angetan.
> Fast auf jeder Seite gibt es etwas aufzuklappen oder zu ziehen, und natürlich können die lustigen Brillenmodelle herausgenommen und sich selbst oder eben Arlo aufgesetzt werden. Schnell kann dabei etwas kaputt gehen! Für Bibliotheken eine heikle Anschaffung. Selten aber wird so bunt und fröhlich vermittelt, dass Brilletragen nicht schlimm ist und vielleicht sogar Spass macht. Da Arlo ein Hund ist, können sich sowohl Jungen als auch Mädchen mit ihm identifizieren. Sandra Dettwyler

Titel: Mit Worten kann ich fliegen
Kollation: A. d. Amerikan., geb., 316 S.
Verlag, Jahr: Ueberreuter, 2014
ISBN: 978-3-7641-7010-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 14.05.2014
Mit Worten kann ich fliegen
Endlich hat es geklappt. Melody, die an Zerebralparese leidet, darf das fünfte Schuljahr in einer Normalklasse besuchen. Das Mädchen ist an einen Rollstuhl gebunden und hat noch nie ein Wort gesprochen. Doch ein Sprachcomputer erlaubt ihr, sich mitzuteilen. Sie fällt auch auf, weil sie eine hervorragende Schülerin ist. Trotzdem sind mit der Integration alle überfordert. Die Lehrkräfte wollen sie beschützen, die Mitschüler lehnen die Andersartigkeit ab und das Mädchen selber möchte wie alle andern sein. Bei einem Schülerwettbewerb lässt ihre Klasse sie hängen. Dies löst bei allen einen Entwicklungsschub aus.
> Die behinderte Elfjährige erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Die vielen Dialoge wirken lebendig und ziehen die Lesenden sofort ins Geschehen mit ein. Da wird nichts beschönigt oder ausgelassen, was den Umgang mit Behinderten betrifft. Eine kluge Lektüre, die Einblick in eine immer noch nicht alltägliche Welt gibt. Monika Aeschlimann

Titel: Schwarzweiss hat viele Farben
Kollation: A. d. Engl., geb., 224 S.
Verlag, Jahr: Knesebeck, 2014
ISBN: 978-3-86873-665-6
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 23.04.2014
Schwarzweiss hat viele Farben
In der Gefühlswelt der zehnjährigen Caitlin gibt es nur Schwarz und Weiss. Sie ist vom Asperger-Syndrom betroffen, soziale Interaktionen gehören nicht zu ihrem Repertoire. Vor Kurzem passierte in ihrer Schule ein Amoklauf, bei dem auch ihr älterer Bruder Devon getötet wurde. Er war für sie die Verbindung zur Welt, jetzt ist sie auf sich selber gestellt. Nun beginnt bei Caitlin eine Entwicklung, die sie aus der Isolation führt und nebst Schwarz und Weiss eine farbigere Gefühlspalette entdecken lässt.
> In dieser berührenden Geschichte werden extreme Gegensätze beschrieben: einerseits der Amoklauf, welcher enorme Trauer und Bestürztheit auslöst, andrerseits die Lebenswelt von Caitlin und ihr Unvermögen, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Vor diesem Hintergrund wird Caitlins Eigenart auf sehr eindrückliche Art zugänglich und erfahrbar. Das Buch eignet sich hervorragend, um Verständnis für Menschen mit Asperger-Syndrom aufzubauen. Irène Tschirren

Titel: Wunder
Kollation: A. d. Engl., geb., 381 S.
Verlag, Jahr: Hanser, 2013
ISBN: 978-3-446-24175-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Mobbing
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.05.2013
Wunder
Monster, Missgeburt, Alien: So nennen andere Kinder den 10-jährigen August. Sein Gesicht ist aufgrund eines Gendefekts komplett entstellt, weshalb er andere Menschen meidet. Aber allmählich finden seine Eltern, er solle nicht mehr zuhause unterrichtet werden, sondern eine richtige Schule besuchen. Mit grossen Bedenken beginnt August die fünfte Klasse und erlebt in den ersten Schulwochen schlimmste Hänseleien und Mobbing. Doch mit der Zeit achten die Mitschüler nicht mehr auf sein Gesicht, sondern sehen in ihm einen mutigen und witzigen Freund.
> Was August tagtäglich widerfährt, ist grausam und traurig. Vieles wird von ihm selber erzählt, so dass man beim Lesen mit dem gequälten Jungen mitleidet. Doch der Autor lässt auch die Schwester und Freunde zu Wort kommen. Sie veranschaulichen, dass es Mut braucht, sich gegen die Masse zu stellen und öffentlich zu jemandem zu stehen, der anders ist. Dieses aussergewöhnliche Buch ist überaus empfehlenswert, auch für Erwachsene. Rita Racheter

Titel: Mit eigenen Augen
Kollation: A. d. Norweg., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Sauerländer, 2013
ISBN: 978-3-411-80994-3
Kategorie: Comic
Schlagwort: Behinderung, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 06.05.2013
Mit eigenen Augen
Jim, ein erfolgsverwöhnter Musikstar, sitzt am Meeresstrand, denn er braucht eine Auszeit vor dem nächsten Konzert. Da geht eine junge Frau an ihm vorüber ohne ihn anzusehen. Irritiert spricht er sie an. Sie ist blind und kennt ihn nicht. Nach und nach erzählen sie einander von ihrem Leben, ihren Gefühlen, und es beginnt eine zerbrechliche Liebe, die es Jim ermöglicht, seine Augen für sich und seine Umwelt wirklich zu öffnen.
> Ein Comic-Roman erste Güte. Meisterhaft umgesetzt ist die Szene in der Lisa Jims Gesicht befühlt um sich ein "Bild" von ihm zu machen. Mit wenig Farbe und einfachen Strichen werden die Gefühlswelten der beiden dargestellt ohne kitschig zu wirken. Passend zur Szenerie und zum Text wird entweder die Totale oder das Detail als Darstellungsform gewählt, dabei sind die Augenfarben ein besonderer Blickfang. Lisas rote Haare wirken wie Orientierungspunkte in der schwarz/weissen Umgebung von Jim. Eine einfühlsame Liebesgeschichte mit einem märchenhaften Schluss. Katharina Siegenthaler

Titel: Ausgewechselt
Kollation: A. d. Italien., geb., 158 S.
Verlag, Jahr: Boje, 2012
ISBN: 978-3-414-82144-7
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 23.04.2013
Ausgewechselt
Leo ist 15, talentierter Fussballspieler, und wird bereits von Scouts namhafter Clubs beobachtet. Eine Profikarriere scheint vorgezeichnet. Doch da erleidet er einen Unfall mit seinem Motorroller und ist von nun an querschnittgelähmt. Dass er in seinem Rollstuhl depressiv wird, kümmert niemanden ausser seine Freundin, eine erfolgreiche Hürdenläuferin, und den Trainer der Rollstuhl-Basketballer. Ermutigt von den beiden wechselt Leo die Sportart und wird eine gefeierte Stütze des Basketballteams. Konstant bleibt in Leos Leben nur der Erfolg im Ballsport; alles andere verändert sich, im positiven Sinne vor allem seine zwischenmenschlichen Beziehungen.
> Aus eigener Erfahrung werden glücklicherweise nur wenige Lesende die mentalen Anfechtungen kennen, denen Leo nach seinem Unfall ausgesetzt ist, doch erinnert man sich unwillkürlich an einige hoffnungsvolle Sportler, die in den Rollstuhl ausgewechselt wurden. Dieses Buch will nicht Mitleid wecken, sondern Verständnis und Achtung. Siegfried Hold

Titel: Mit Charlys Augen
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 283 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2012
ISBN: 978-3-596-81139-7
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 10
Bewertung:
1 von 4 Büchern
Rezension publiziert: 15.01.2013
Mit Charlys Augen
Seit Jahren sind Bernadette und Charly ein Team: Er ist furchtlos und ruhig, sie ist aufmerksam und räumt ihm alle Hindernisse aus dem Weg. Der Junge sieht nämlich nichts. Gemeinsam meistern sie die Herausforderungen des Alltags. Als nun aber Charlys Vater als Bankräuber verdächtigt wird, sind noch ganz andere Fähigkeiten gefragt. Dank der Hilfe eines Schulkameraden gelingt es, das Rätsel um die Gelddiebstähle zu lüften und Charlys Vater zu entlasten.
> Den beiden Jugendlichen gelingt es beinahe, die Sehbehinderung von Charly zu kompensieren. Das beschreibt der Autor eindrücklich. Daneben packt er aber so viele sozialkritische Themen und geheimnisvolle Handlungsstränge in die Geschichte, dass der Überblick schwierig und die Lektüre mühsam wird. Krimi, Mysterygeschichte, Entwicklungsroman: von allem ein wenig und leider nichts richtig - weniger wäre hier mehr. Monika Fuhrer

Titel: Planet Willi
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Klett, 2012
ISBN: 978-3-941411-64-7
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Behinderung
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.01.2013
Planet Willi
Willi ist ein besonderes Kind, denn er kommt von einem anderen Planeten. Dort kann man den ganzen Tag nur kuscheln, versteht sich ohne zu sprechen und braucht nicht zu essen oder aufs Klo zu gehen. Willi fällt es schwer, all diese Dinge zu lernen, denn er ist mit einem Down-Syndrom geboren worden. Meistens ist er fröhlich und lacht, doch er kann auch ganz schön trotzig sein. Manchmal läuft er einfach weg oder setzt sich in fremde Fahrzeuge. Das Leben mit Willi ist oft anstrengend für die Eltern. Zum Glück hilft ihnen Olis kleine Schwester Olivia mit der Gebärdensprache!
> Mit diesem liebevoll gestalteten Bilderbuch gelingt es Birte Müller hervorragend, die Welt, in der ihr behinderter Sohn lebt, Kindern nahe zu bringen. Der klare Text und die farbenprächtigen, in kindlicher Art gezeichneten Bilder ergänzen sich bestens und schildern ohne zu beschönigen einzelne Sequenzen aus dem Alltag mit Willi. Die vielen Gebärdenzeichen im Vorsatz des Buches runden das Ganze ab. Ruth Fahm

Titel: Weiss ist die Unschuld
Kollation: Broschur, 90 S., Kleinformat
Verlag, Jahr: Arena, 2012
ISBN: 978-3-401-50396-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Thriller
Alter: ab 10
Bewertung:
kontrovers
Rezension publiziert: 15.01.2013
Weiss ist die Unschuld
Leonie (13) muss sich mit ihrer neuen Nachbarin, der gleichaltrigen Lotta, abfinden. Lotta ist speziell, anders und deshalb soll Leonie besonders nett zu ihr sein. Doch Lotta klebt an Leonie wie eine Klette und macht ihr das Leben zur Hölle. Als sie auch noch unerwartet bei der Jugendfreizeit im Wald auftaucht, plant Leonie einen fiesen Racheakt.
> Muss man zu Menschen mit einer Behinderung besonders nett sein und mehr Geduld aufbringen, nur weil sie eben ein Handicap haben? Oder darf man sie auch einfach nicht riechen können? In diesem Buch wird deutlich, wie schwierig es für Jugendliche sein kann, mit behinderten Menschen umzugehen. So weit, so gut. Doch leider wird Geschichte, die auf Rache basiert, welche nicht bereut wird, so manche Lesenden den Kopf schütteln lassen. Jugendliche, die Menschen mit Handicap belächeln, werden darin bestätigt. Der wenig spannende Kurzthriller ist deshalb vor allem inhaltlich nicht empfehlenswert. Maria Veraguth

Titel: Emmi und das Jahr in dem Weihnachten an Ostern begann
Kollation: Geb., s.w. illustr., 174 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2012
ISBN: 978-3-596-85506-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Familie
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.11.2012
Emmi und das Jahr in dem Weihnachten an Ostern begann
Auf dem Hundeschlitten lautlos und pfeilschnell über den frischen Schnee gleiten - ein Genuss, der Jari wohl verwehrt belieben wird. Wegen seiner Behinderung wäre das viel zu gefährlich. Da taucht plötzlich Emmi auf, die Tochter der neuen Freundin seines Vaters. Die Kinder sind beide nicht begeistert über die Beziehung ihrer Elternteile und beschliessen, sie auseinander zu bringen. Eine rasante Schlittenfahrt scheint dabei vorerst zum Ziel zu führen, bewirkt aber, dass alle Beteiligten einander erst recht schätzen lernen.
> Die Lesenden begegnen zuerst Emmi und ihrer Mutter. Als Jari und sein Vater ins Spiel kommen, fällt die Behinderung des Jungen erst gar nicht auf. Es gelingt der Autorin, eine spannende Geschichte rund um die neue Beziehung der Erwachsenen und die Annäherung der Jugendlichen zu erzählen. Die Behinderung wird so natürlich wie möglich behandelt und ohne Scheu thematisiert. Monika Fuhrer

Titel: Lauf, wenn es dunkel wird
Kollation: A. d. Amerikan., Broschur, 222 S.
Verlag, Jahr: Planet Girl, 2012
ISBN: 978-3-522-50264-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Thriller, Behinderung
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.08.2012
Lauf, wenn es dunkel wird
Cheyenne hört, wie die Autotür geöffnet wird. Die junge Frau liegt zusammengerollt auf dem Rücksitz des Wagens und spürt trotz des fehlenden Augenlichts schnell, dass die falsche Person hinter dem Steuer Platz nimmt. Dem Typen, der eingestiegen ist und nur das Auto klauen wollte, bleibt schliesslich nichts anderes übrig, als Cheyenne mit nach Hause zu nehmen. Ein guter Fang, denn deren Vater ist ein reicher Unternehmer. Gelingt es der jungen Frau trotz ihrer Behinderung, den Entführern zu entkommen?
> Die Autorin serviert den Lesenden mit diesem Buch mehr als einen spannenden oder blutrünstigen Thriller. Sie lässt sie nämlich zusätzlich tief ins Leben einer sehbehinderten Frau blicken. Die Protagonistin besitzt eine gehörige Portion Mut und psychologisches Gespür und kann sich so überzeugend mit ihrer misslichen Lage auseinandersetzen. Die Welt, in der sie gelandet ist, ist alles andere als heil und doch bekommt Cheyenne schliesslich Hilfe von unerwarteter Seite. Béatrice Wälti