Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 3
Titel: Bis bald, Opa!
Kollation: Geb., s.w. illustr., 151 S.
Verlag, Jahr: Peter Hammer, 2019
ISBN: 978-3-7795-0622-5
Kategorie: Belletristik
Alter: mehrere Stufen
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.10.2019
Bis bald, Opa!
Daniel freut sich auf die Weihnachtsferien. Zusammen mit seiner Mutter und ihrem neuen Freund und dessen nerviger Tochter Svenja geht es nach Südafrika zu Daniels miteinander verheirateten Opas. Vor allem freut er sich auf die Kinder der beiden – den stummen Sive und Panana. Wenn Svenja nur nicht immer so nerven würde! Doch dann erfährt Daniel von der Krankheit seines Opas. Wird dies etwa das letzte gemeinsame Weihnachtsfest sein?
> In diese warmherzige Familiengeschichte mit viel Lokalkolorit bettet der Autor die Vielseitigkeit unserer Gesellschaft ein und beweist dabei grosses Erzähltalent. Den Themen Homosexualität, Sterben, Armut und Behinderung nähert er sich mit leichter Hand, gestützt durch einen tröstlich heiteren Unterton, und überzeugt mit klar verständlicher Sprache. Auch Erwachsene regt die unaufdringliche, aber eindrückliche Geschichte zum Nachdenken an. Schwarze Federzeichnungen greifen die Kapitel im Kernpunkt auf. Ein feinsinniges, so manches Tabu brechendes Buch. Christina Weirich

Titel: Romeo und Jabulile
Kollation: Geb., 107 S.
Verlag, Jahr: Peter Hammer, 2010
ISBN: 978-3-7795-0281-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fremde Welten, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Romeo und Jabulile
Jabulile hat bei einem Fussballspiel soeben ein Traumtor geschossen. Von allen Seiten kann sie Glückwünsche entgegen nehmen. Unter den Gratulanten befindet sich auch ein Junge, ein Flüchtling aus Simbabwe, den sie bisher noch nie gesehen hat. Der Fremde geht Jabulile nicht mehr aus dem Kopf und als sie ihn später wieder trifft, beginnt eine zarte Liebesgeschichte. Doch die „Simbos“ sind im Township nicht gerne gesehen und so lebt Romeo in ständiger Angst vor Übergriffen.
> Masiphumele, das kleine Elendsviertel südlich von Kapstadt, in dem diese Geschichte spielt, ist immer wieder Schauplatz von gewalttätigen Auseinandersetzungen. Der Autor, der selber in diesem Township Entwicklungsarbeit leistet, lässt Vorfälle in sein Buch einfliessen, die im Mai 2008 bei ausländerfeindlichen Ausschreitungen an diesem Ort wirklich stattgefunden haben. Entstanden ist so auf wenigen Seiten eine authentische Geschichte für Jungen und Mädchen, die wunderbar zur Fussball-WM 2010 in Südafrika passt. Béatrice Wälti

Titel: African Kids
Kollation: Geb., farb. illustr., 104 S.
Verlag, Jahr: Peter Hammer, 2012
ISBN: 978-3-7795-0423-8
Kategorie: Sachbuch
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 13.02.2013
African Kids Eine südafrikanische Township-Tour
Sive lebt in Masiphumelele. In der Xhosa-Sprache bedeutet dies „Wir werden es schaffen“. Sive ist erst zehn, gibt sich aber als zwölf aus, „das klingt doch besser, oder?“ Als Reporter führt er durch seine Stadt. Lebhaft beschreibt er sein Umfeld, die Schule und die vielen Freunde. Einige erzählen gleich selber aus ihrem Leben. Qualitativ hochstehende Fotos dokumentieren die eindrücklichen Stories.
> Auf den ersten Blick wirken die Gesichter heiter, doch der Text relativiert einiges. Masiphumelele ist ein Township in Südafrika. Die Menschen wohnen in Hütten, mehrere Familien teilen sich eine Toilette. Sive und seine Freunde leben im Kinderheim. Die meisten, auch Sive, sind seit Geburt HIV-positiv. Dennoch träumen die Kids - wie überall auf der Erde - von selbstbestimmtem Leben, von Liebe, Freundschaft und einer guten Zukunft. Das Buch geht unter die Haut. Der Herausgeber ist Mitbegründer der HOKISA-Stiftung. Er lebt in Johannesburg und hat bereits mehrere preisgekrönte Bücher verfasst. Katharina Wagner