Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 14
Titel: Saumüde!
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Coppenrath, 2019
ISBN: 978-3-649-62388-5
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Alltag
Alter: Kleinkinder
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.04.2019
Saumüde!
Schlafenszeit! Doch Ferkel ist alles andere als müde. Er schaut nach, ob die Hühner tatsächlich auf einer Stange schlafen, die Schafe nicht doch etwas spielen wollen oder ob etwa die Frösche noch wach sind. Die Mama folgt Ferkel fürsorglich auf Schritt und Tritt und antwortet geduldig auf alle Fragen. Aber sie ist saumüde … bis sie eingreifen muss, um das unbekümmerte Ferkel vor Gefahr zu schützen.
> Auf grossflächigen, doppelseitigen Bildern zeigt die Farbe des Himmels das Fortschreiten des Abends an. Alle Tiere sind sehr plastisch dargestellt und der Ausdruck auf den Gesichtern widerspiegelt die erzählte Geschichte. Die Autorin beschreibt rasant und mit einem Augenzwinkern das bekannte Phänomen des Hinauszögerns vor dem Schlafengehen. Die Illustratorin übernimmt gekonnt den Humor der Geschichte. Ein herzerwärmendes Gute-Nacht-Buch für alle. Barbara Schwaller

Titel: Neues Zuhause gesucht!
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2018
ISBN: 978-3-551-51855-2
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Flüchtlinge
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.04.2018
Neues Zuhause gesucht!
Der Pinguinbevölkerung auf der Eisscholle im weiten Meer geht es sehr gut. Die Erwachsenen sorgen für Nahrung, und die Kleinen dürfen nach Herzenslust herumtollen. Doch eines Tages kommt der Krieg. Es bleibt den Pinguinen nichts anderes übrig, als in einem kleinen Boot durch die hohen Wellen zu fliehen. Zum Glück werden sie in grösster Not von einem Wal aufgenommen und ans Land gebracht. Dort sind nicht nur das Klima und die Lebensbedingungen ganz anders als daheim, nein, auch die Einwohner sind fremd. Mit Hilfe von netten Tieren gelingt es aber vielen Pinguinen, sich im neuen Land einzuleben.
> In grosszügig gemalten doppelseitigen Bildern wird die Geschichte der fliehenden Pinguine erzählt. Der kurze Text erscheint diskret am Bildrand und weist jeweils auf eine im Bild nicht ersichtliche Tatsache hin. In der Art einer Parabel wird schon kleinen Kindern deutlich gemacht, was es bedeuten kann, seine Heimat verlassen und sich in einem neuen Land einleben zu müssen. Monika Fuhrer

Titel: Die kleine Schusselhexe greift ein
Reihe: Die kleine Schusselhexe
Kollation: Geb., farb. illustr., 73 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2017
ISBN: 978-3-423-64030-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Abenteuer
Alter: ab 7
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 29.04.2017
Die kleine Schusselhexe greift ein
Die kleine Schusselhexe ist mit ihren 99 Jahren halt noch gar jung. Dass da beim Zaubern öfter mal was schiefgeht, ist deshalb nur verständlich. Doch als sie von den Tieren aus dem grossen Wald um Hilfe gebeten wird, gibt sie ihr Bestes und beeindruckt mit ihrer Hartnäckigkeit und ihren Ideen sogar die Oberhexe. Es gelingt ihr nämlich, die "Brummkisten", wie die Tiere die störenden Autos nennen, grösstenteils aus dem Wald zu vertreiben.
> Das unterhaltsame Büchlein ist vom Inhalt her für Erstleser geschrieben, die Sprache verlangt aber eine gewisse Lesefertigkeit, da vor allem der Satzbau anspruchsvoll ist. Die Kinder können sich sehr gut in die Situation der kleinen Hexe einfühlen, da sie das Gefühl, noch nicht ganz ausgelernt zu haben, bestens kennen. Das solidarische Verhalten der Tiere und das Problem des Strassenverkehrs in der Natur bieten zudem Anlass zu vertiefenden Gesprächen. Monika Fuhrer

Titel: Das Schaf Charlotte und seine Freunde
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2011
ISBN: 978-3-446-23667-7
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Haustiere, Mut
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.07.2016
Das Schaf Charlotte und seine Freunde
Charlotte ist anders als alle andern Schafe. „Tz-Tz-Tz“ oder „Wo gibts denn so was“ hört man immer wieder von den Alten, wenn Charlotte sich mit ihren komischen Freunden trifft. Dazu gehören Eduard das Schwein und Kunibert der Stier oder die Enten, mit denen sie im Teich spielt. Doch als eines Tages zwei Schafe und der Hütehund vermisst werden, sind es Charlotte und ihre Freunde, die sich mit viel Mut auf den Weg machen, um die Ausreisser zu suchen.
> Bereits zum dritten Mal ist ein grossformatiges Bilderbuch über das Schaf Charlotte erschienen. Der sprachlich gut verständliche Text begleitet die grossflächigen Illustrationen von Henrike Wilson in einer Textleiste am unteren Bildrand. Die mit Ölfarbe gemalten Bilder reichen über eine ganze Doppelseite und überzeugen durch einfache, aber sympathisch gezeichnete Tierfiguren. Die Illustrationen mit Perspektivenwechsel kommen ohne allzu viele Details aus. Ein Buch zum Thema Mut, Anderssein und Freundschaft. Béatrice Wälti

Titel: Ich war einmal abends…
Kollation: Katoniert, farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2012
ISBN: 978-3-8369-5398-6
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.07.2016
Ich war einmal abends…
„Ich war einmal abends in meinem Zimmer – ganz gemütlich“, erzählt der Bär. „Auf einmal klopfte es an der Tür. Und wer war das? Mein Freund! Er sagte, er wolle mir eine Geschichte erzählen. Und er erzählte: Ich war einmal abends in meinem Zimmer – ganz gemütlich. Auf einmal klopfte es an der Tür. Und wer war das?“ Der Schatten langer Ohren an der Wand und eine Pfote, die dem Fuchs einen Bund Karotten entgegenstreckt, verraten aufmerksamen Bilderbuchfans, wer der abendliche Gast und Freund sein könnte.
> So erzählt ein Freund dem anderen von seinem Besucher und eine wunderbare Endlosgeschichte beginnt. Kleinigkeiten geben Hinweise auf den nächsten Gast und ermutigen zum Raten und selbständig Weitererzählen. Liebevoll gemalte Tiere mit freundlichem Ausdruck erzählen von ungewöhnlichen Freundschaften und begleiten in den Schlaf. Ein kleines Buch, in dem man ewig weiterblättern könnte; oder zumindest solange, bis die müden Kinderaugen zufallen. Andrea Eichenberger

Titel: Gute Nacht, Sterne!
Kollation: -
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2007
ISBN: 978-3-446-20897-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: -
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.07.2016
Gute Nacht, Sterne!
Abends wird der kleine Bär immer ganz müde und kriecht langsam in sein Bett. Bevor er aber einschlafen kann, möchte er mit seinen Eltern noch das Gute-Nacht-Spiel spielen. Dieses Spiel geht so, dass sie allen gute Nacht sagen, die der kleine Bär kennt. Dabei muss sich alles reimen, so wie Haus auf Maus. Abwechslungsweise sagen sie allen Kuscheltieren gute Nacht und erfinden Reime. Zum Beispiel: „Gute Nacht Känguru! Schliess deine Äuglein zu!“ Der kleine Bär wird vom vielen Reimen schläfrig und schon bald schlummert er friedlich ein. – Ein Bilderbuch, das mit wunderschönen Illustrationen besticht. Diese sind liebevoll in kräftigen Farben gestaltet und laden zum Verweilen ein. Zum Teil sogar doppelseitige Bilder ohne oder mit sehr wenig Text. Die Geschichte rund ums Einschlafen rückt somit etwas in den Hintergrund. Schönes Gute-Nacht-Geschichte Buch zum Vorlesen. Sabine König

Titel: Der kleine Weihnachtsmann reist um die Welt
Kollation: -
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2006
ISBN: 3-446-20785-6
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: -
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 06.07.2016
Der kleine Weihnachtsmann reist um die Welt
Alles läuft wie gewohnt im kleinen Dorf weit im Norden, wo die Weihnachtsmänner wohnen: Die Geschenke sind schon gepackt, die Guetzli gebacken, die Schlitten geputzt und die Rentiere gestriegelt. Doch am Tag der Abreise liegen die Weihnachtsmänner im Krankensaal. Die Weihnachtspusteln sind ausgebrochen! Zum Glück ist der kleine Weihnachtsmann gesund geblieben. Mit Hilfe des Oberweihnachtsmannes und vieler Tiere macht er sich auf die lange Reise um die Welt, um alle Geschenke rechtzeitig zu verteilen. – Auf den dritten Band aus der Reihe „Der kleine Weihnachtsmann“ haben sicher viele gewartet. Die grossformatigen Bilder überzeugen durch ihre Aussagekraft. Der Text ist lustig und durch viele gedruckte Sternchen aufgelockert. Die Städte New York, Paris, Venedig und London sind auf den Bildern gut zu erkennen, ohne dass ihre Namen erwähnt werden. Schade ist nur, dass die Welt des kleinen Weihnachtsmannes nicht weiter als Amerika und Europa reicht. Katharina Wagner

Titel: Aklak, der kleine Eskimo
Kollation: Geb., farb. illustr., 143 S., 2. Aufl.
Verlag, Jahr: cbj, 2015
ISBN: 978-3-570-17227-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Vorlesen, Inuit
Alter: ab 7
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 03.04.2016
Aklak, der kleine Eskimo Das grosse Rennen um den Eisbärbuckel
(Wer sich über das Wort „Eskimo“ wundert, erhält dazu Informationen ganz vorne im Buch.) Aklak aus dem hohen Norden spielt gern mit seinen Freunden, den dort lebenden Tieren. Das schönste Spiel ist leider verboten und muss im Geheimen ausgeführt werden: Eisschollenfahren. Drei ältere Schulkameraden erwischen Aklak dabei und drohen, ihn zu Hause zu verraten. Sie wollen Aklaks schöne Peitsche und erpressen ihn. Zum Glück kann er auf die Hilfe seiner Freunde zählen. Diese rächen sich mit einer List.
> Auch bei den Eskimokindern spielen sich die Grossen gegenüber den Kleinen gern auf und unterdrücken sie. Die farbigen Illustrationen, die Aklak in jeder Gemütslage zeigen, überzeugen weit mehr als die Geschichte. Diese vermittelt die Botschaft, sich mit unlauteren Mitteln zu behelfen, wenn man in der Klemme sitzt. Schade, dass Aklak keinen besseren Lösungsvorschlag findet. Beim Vorlesen sollte diese Thematik unbedingt besprochen werden. Auch als Hörbuch erhältlich. Madeleine Steiner

Titel: Ganz schön langweilig!
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2015
ISBN: 978-3-8369-5839-4
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Gefühle
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 25.09.2015
Ganz schön langweilig!
Dem Bären ist fürchterlich langweilig und er weiss gar nicht, was mit sich anfangen. Ziellos schlendert er umher und lässt sich schliesslich im Gras nieder. Die Langeweile bleibt. Plötzlich spürt er den Wind im Fell, sieht die Wolken am Himmel, begegnet einem Maulwurf, hört einen Vogel – und die Langeweile ist weg.
> Überaus treffend stellen die Bilder den Bären dar, wie er so allein im Wald sitzt und gelangweilt in den öden, eher düsteren Wald blickt – und die Betrachtenden schauen mit ihm. Man spürt diesen schweren Zustand beinah körperlich. Als der Bär sich plötzlich für seine Umwelt zu interessieren beginnt, erhalten auch die Bilder hellere, sattere Farben. Wohltuend an der Geschichte ist, dass die Veränderung des Zustandes durch kleine Dinge hervorgerufen wird und die Autorin dabei ganz ohne Ratschläge auskommt. Ein überaus gelungenes Buch, dessen grossflächige Bilder dank knappem Text die Gefühlswelt hervorragend wiedergeben. Katharina Siegenthaler

Titel: Das Schaf Charlotte und das Kätzchen
Reihe: Das Schaf Charlotte
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2015
ISBN: 978-3-446-24752-9
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Haustiere, Vorlesen
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.04.2015
Das Schaf Charlotte und das Kätzchen
„So was Wildes wie unsere Charlotte gibts auf der ganzen Welt nicht noch mal!“, denken die andern Schafe der Herde, bis sie eines Tages den kleinen, frechen Kater namens Michel kennen lernen. Dem Hütehund haut er eins über die Nase, er scheucht die Hühner auf, spielt mit dem Ringelschwanz des Schweines und landet unsanft auf dem Rücken des Stiers. Als Michel die Schafherde vertreibt, stellt sich ihm Charlotte in den Weg und jagt ihm hinterher. Die wilde Verfolgungsjagd geht über Stock und Stein. Endlich merken die andern Tiere, dass die beiden mit grossem Spass Fangen spielen. Das wilde Schaf Charlotte hat einen Freund gefunden, der die gleichen Flausen im Kopf hat.
> Dies ist bereits der vierte grossformatige Band über das aussergewöhnliche Schaf Charlotte. Die Illustrationen in satten Farben zeigen das Geschehen ganz aus der Nähe, so dass man sich beim Betrachten mittendrin fühlt. Tempo und Dynamik sind gut nachvollziehbar. Nicht nur vom Format her ein grosses Bilderbuch! Madeleine Steiner

Titel: Fiffikus
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2015
ISBN: 978-3-551-51868-2
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Abenteuer, Entwicklung
Alter: Kleinkinder
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.04.2015
Fiffikus
Auf der Innenseite des Buchdeckels eine lange rote Leine, ein Hundehäufchen und eine Fliege. Was da wohl noch auf die Betrachtenden zukommt? Fiffikus, eine lustige „Promenadenmischung,“ macht sich samt Leine auf Entdeckungsreise. Er macht weder vor der Mülltonne noch vor einem Kater, vor den Tauben oder vor den Autos Halt. Neugierig erkundet er alles, was ihm begegnet, bis die Sehnsucht nach seinem Herrchen überwiegt. Glücklich kehrt er nach bestandenen Abenteuern nach Hause zurück.
> Das Buch besticht durch seine grossformatigen, doppelseitigen Illustrationen. Besonders gut gelungen ist das Bild mit den grossen Hunden, wo diese zusammen mit Fiffikus pinkeln; dies aus der Perspektive des kleinen Protagonisten gesehen. Mit dem kleinen Hund können sich Kinder leicht identifizieren. Er wagt es, sich aus der Überbehütung zu lösen, und findet glücklich seinen Heimweg wieder. Seinem Meister kommt es vor, „als ob Fiffikus ein ganzes Stück grösser geworden sei.“ Esther Marthaler

Titel: Tambo
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2013
ISBN: 978-3-8369-5762-5
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Geschwister
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 23.09.2013
Tambo
„Was ist denn mit dir los?“, fragt der Vogel seinen Freund, den kleinen Elefanten Tambo. „Ach“, schimpft dieser, „heute durfte ich wieder nicht mit den Grossen in den Fluss. Ich habe es einfach satt, immer der Kleinste zu sein.“ Da erzählt der Vogel eine Geschichte über Melonen und einen Tiger, der Reissaus nehmen musste – und das bringt Tambo auf eine Idee. Doch am Ende ist es nicht dieser Einfall, der die Welt des kleinen Elefanten wieder gerade rückt, sondern die Geburt einer Schwester.
> Der Text des Buches, in dem mit „rüsselrutschig“ auch eine schöne Wortschöpfung vorkommt, befindet sich am unteren Bildrand. So lässt er den grossformatigen Ton-in-Ton-Bildern viel Raum. Durch eine sympathische Darstellung der Protagonisten schafft die Illustratorin stimmungsvolle Welten, in denen die Dickhäuter klar im Mittelpunkt stehen. Sie treten einem entgegen, sind angeschnitten oder von hinten abgebildet. Entstanden ist so ein herzerfrischendes Ganzes über kleine und grosse Elefanten. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Die kleine Schusselhexe
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2013
ISBN: 978-3-446-24161-9
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 31.07.2013
Die kleine Schusselhexe
Kleiner als die anderen Hexen ist die Schusselhexe – und manchmal ein wenig ungeschickt. Ab und zu vergisst sie gewisse Wörter, doch das macht ihr nichts aus. Kommt ihr ein Wort nicht in den Sinn, braucht sie eben ein anderes. So kommt es, dass sich die Schusselhexe ein ganz schiefes Häuschen hext. Und anstelle eines Raben hext sie sich einen Hasen herbei. Die anderen Hexen kichern oft über sie, doch eines Tages ist fertig lustig: Ein Riese taucht im Wald auf und möchte die Hexen fangen. Ob schusseln in diesem Fall etwas bringen kann? Alle Hexen hoffen und bangen.
> In diesem Buch gefällt das Selbstbewusstsein der Schusselhexe. Sie weiss um ihre Fehler, lebt aber gut damit. Dass die anderen Hexen sie auslachen, da steht sie drüber. Und zum Schluss vermag sie ihnen zu zeigen, dass gerade ihre Eigenheiten ganz dringend benötigt werden. Ein unterhaltsames Plädoyer für eine nicht perfekte Welt. Veronika Gutzwiller

Titel: Ginpuin
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Coppenrath, 2012
ISBN: 978-3-649-61054-0
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Aussenseiter, Sprache
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.02.2013
Ginpuin Auf der Suche nach dem grossen Glück
"Ich rache eine Meise! Anz galleine!" sagt Guinpuin und macht sich auf und davon. Der kleine Pinguin hat es satt, von seinen Artgenossen ausgelacht und gehänselt zu werden. Und schon schippert er auf Ottos Fischkutter in die weite Welt und kommt ob der Weite des Meeres aus dem Staunen nicht mehr heraus. An Land trifft er nette Schafe auf satten grünen Wiesen, und sein Glück scheint vollendet. Wenn da nur nicht sein Heimweh wäre – nach Eishügelrutschen, Schwimmen und Fischefangen.
> Die Geschichte übers Anderssein beginnt ganz sachte und äussert sich nur im Sprachfehler des Protagonisten, der überaus amüsant dargestellt ist. Man versteht sehr gut, dass die anderen Pinguine in Gelächter ausbrechen, wenn Ginpuin zur "Scheisolle" rausschwimmen will, wo sie doch eigentlich Eisscholle heisst. Die Reise ist leider etwas unrealistisch und vermag nicht so recht zu überzeugen. Trotzdem eine gelungene Gschichte, die zum Spiel mit der eigenen Sprache verleitet. Katharina Siegenthaler