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Anzahl Resultate: 4
Titel: Atuk
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: NordSüd, 2018
ISBN: 978-3-314-10455-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Freundschaft, Trauer
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 23.11.2018
Atuk
Als Atuk mit fünf von seinem Vater einen kleinen Hund geschenkt bekommt, ist er überglücklich. Die beiden rennen um die Wette, tanzen mit den Schneeflocken und ruhen abends Seite an Seite im Iglu. Als die Zeit der Jagd anbricht, spannt der Vater auch den kleinen Hund vor den Schlitten. Doch Taruk kehrt nicht mehr zurück – ein Wolf hat in totgebissen. Da beschliesst Atuk, diesen zu töten, wenn er gross und stark ist. Doch auch nachdem der Wolf tot ist, nimmt die Trauer kein Ende. Erst die Begegnung mit einer Blume zeigt Atuk, dass Liebe stärker ist als Hass.
> Stimmungsvolle Bilder nehmen einen mit in die endlos weite Tundra. Die dort lebenden Tiere sind zum Teil nur schemenhaft gezeichnet und erinnern an Höhlenmalereien. Diese Geschichte ist berührend; man versteht Atuks Leid und auch seine Wut. Wie gut tut es, dass er wieder lieben lernt! Manch einer mag sich an dieses Bilderbuch erinnern; es wurde neu illustriert. Das Thema ist jedoch zeitlos und allgegenwärtig. Claudia Schranz

Titel: Rosalind, das Katzenkind
Reihe: SJW 2549
Kollation: Broschur, farb. illustr.,
Verlag, Jahr: SJW, 2017
ISBN: 978-3-7269-0099-1
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 08.11.2017
Rosalind, das Katzenkind
Seit Katzengedenken haben die Mitglieder der Familie Kasimir ein schwarzes Fell – bis eines Tages Karolina nebst vier schwarzen ein rotes Junges bekommt! „Was werden die andern sagen?“, überlegt Vater Kasimir. Auch von ihrer Art her ist Rosalind mit dem roten Fell eine Aussenseiterin und eckt überall an. Als sie von ihrer Familie verstossen wird, zieht sie in die weite Welt und kehrt erst Jahre später mit ihrer eigenen Familie zurück.
> Diese Katzengeschichte aus dem Jahr 1989 ist auch als Bilderbuch und im SJW-Verlag zudem in französischer Sprache erhältlich. Es ist ein Gemeinschaftswerk von Vater und Sohn, Piotr und Józef Wilkón. Ihre Zuneigung zu Katzen ist gut erkennbar. Die humorvollen, ausdrucksstarken Illustrationen mit Katzen in allen Lebenslagen sind in den Text integriert und ergänzen diesen sehr gut. Rosalind lässt sich durch ihr Anderssein nicht beirren und geht ihren Weg. Als sie berühmt wird, erkennt ihre Familie endlich, dass die Fellfarbe nebensächlich ist. Madeleine Steiner

Titel: Wölfchen
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag., 4. Auflage
Verlag, Jahr: Bohem Press, 2016
ISBN: 978-3-85581-566-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Aussenseiter, Tiere
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 30.09.2016
Wölfchen
Wölfchen gehört zu einem wilden Wolfsrudel mitten im Wald. Doch anstatt Hasen zu fangen und Fische zu fressen, spielt er mit den einen Verstecken und schwimmt mit den anderen um die Wette. Am liebsten frisst er die saftigen Sauerampfer auf der Wiese. Dass sich niemand vor ihm fürchtet, beunruhigt seine Eltern. So versucht er, mit Tigerstreifen, Igelstacheln und Löwenzähnen sein Äusseres zu verändern. Als dies nichts nützt, entfernt sich Wölfchen vom Rudel, bis alle sich mit seinem Anderssein abfinden können.
> Zuerst ist das Leben lustig, die Zeichnungen sind hell und voller Farben. Sobald Wölfchen jedoch wegen seines Verhaltens kritisiert wird, werden die Bilder ganz schön gruslig, bis am Schluss das Rudel seinen Aussenseiter endlich akzeptiert und der helle Mond milde lächelt. Grosszügig mit farbiger Ölkreide gemalte Bilder erzählen von den Freuden und Leiden des vegetarischen Wolfsjungen. Der etwas umfangreiche Text hilft den Erwachsenen, die Geschichte den Kindern genau zu erzählen. Monika Fuhrer

Titel: Die Herberge zu Bethlehem
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: NordSüd, 2013
ISBN: 978-3-314-10180-9
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Bibel, Weihnachten
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.11.2013
Die Herberge zu Bethlehem
Maria und Josef sind schon lange unterwegs. Spät erreichen sie Bethlehem, suchen eine Herberge. Wegen der Volkszählung ist alles voll, doch das Paar kommt in einem sauberen Stall unter, wo Maria einen Jungen zur Welt bringt. In diesem Moment geht ein Stern auf, hell und schön, von dem eine wunderbare Ruhe ausgeht.
> Wer die bekannte Weihnachtsgeschichte erwartet, vermisst bald Engel, Hirten und die drei Weisen. Der Name des Kindes bleibt unerwähnt, und auch seine Bedeutung für die christliche Welt wird nicht thematisiert. Einziger Hinweis ist der leuchtende Stern über dem Stall. Viele Bücher des polnischen Autors Józef Wilkoń sind inzwischen vergriffen. Umso schöner, gibt es eine Wiederauflage von "Die Herberge zu Bethlehem", in der den Bildern viel Platz gewährt wird. Marias Erschöpfung, Josefs Fürsorge, die Müdigkeit aller Angereisten: Die Körperhaltung der Menschen verrät ihr Befinden. Die klassische Kreidemalerei passt perfekt zum Inhalt, verströmt Wärme und Zuversicht. Sandra Dettwyler