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Anzahl Resultate: 2
Titel: Lieber Feind
Kollation: A. d. Engl., geb., s.w. illustr., 421 S.
Verlag, Jahr: Carlsen Königskinder, 2018
ISBN: 978-3-551-56045-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Aussenseiter
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.06.2018
Lieber Feind
Judy vertraut ihrer Freundin Sally die moderne Umgestaltung des Waisenhauses an, in dem sie aufwuchs. Jervis, Judys Ehemann, stellt dafür das Geld zur Verfügung. Sally ist am Anfang nicht überzeugt davon, dieser anspruchsvollen Aufgabe – die Verantwortung für ca. hundert Waisen zu übernehmen – gewachsen zu sein. Die Alternative dazu ist die Eheschliessung mit einem hoffnungsvollen jungen Politiker, mit dem sie ein standesgemässes Leben führen könnte. Stattdessen wachsen ihr die anvertrauten Kinder ans Herz. Mit viel Elan trotzt sie so manchen Hindernissen.
> Der unterhaltsame Briefroman ist die Fortsetzung von «Lieber Daddy-Long-Legs», der 1912 erschienen ist. In den charmanten, witzigen Antwortbriefen an verschiedene Adressaten offenbart sich Sallys Entwicklung zur selbstbewussten Frau, die Erfüllung in einem verantwortungsvollen Beruf sucht und findet. Aufschlussreich sind die Schilderungen über das Leben in einem Waisenhaus und die Werte, die den Kindern vermittelt wurden. Martina Friedrich

Titel: Lieber Daddy Long Legs
Kollation: A. d. Engl., geb., s.w. illustr., 253 S.
Verlag, Jahr: Carlsen Königskinder, 2017
ISBN: 978-3-551-56044-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft, Pubertät
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.01.2018
Lieber Daddy Long Legs
«Als ich das Studium aufnahm, war ich noch recht verbittert, weil mir die normale Kindheit geraubt worden war, die andere Mädchen erleben; aber jetzt empfinde ich überhaupt nicht mehr so. Ich betrachte es als ungewöhnliches Abenteuer. Es verschafft mir eine andere Art von Blickwinkel, von dem aus ich das Leben betrachten kann. Da ich nun erwachsen daraus hervorgehe, habe ich eine Perspektive auf die Welt, die anderen Menschen, welche mitten im Trubel der Gesellschaft aufwachsen, völlig abgeht», resümiert die ehemalige Waisenhausbewohnerin Judy in einem Brief an den unbekannten Gönner, der ihr ein Studium finanziert.
> In dem 1912 erschienenen Briefroman schildert die Protagonistin ihre Entwicklung vom einsamen Waisenkind zur selbstbewussten, jungen Schriftstellerin. Der Roman hat an Aktualität nicht verloren, da der heutige Lesende viele Parallelen zu Lebensfragen findet, die Jugendliche bewegen. Aufschlussreich sind die Lebensumstände, die Erziehung von Mädchen in der damaligen Zeit. Martina Friedrich