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Anzahl Resultate: 2
Titel: Das Jahr in der Box
Kollation: Geb., 253 S.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2020
ISBN: 978-3-551-58396-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft, Mobbing
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.05.2020
Das Jahr in der Box
Paul und seine Mutter ziehen um. Am Zügeltag stösst Paul beim Ausräumen des Schrankes auf die Box. Diese Kiste ist voller Erinnerungen. Darin befinden sich die Superhelden-Story, die Kinotickets, das Messer, Marvins Brille und noch viel mehr. Es geht nicht anders; Paul muss die Box öffnen – und dann ist alles wieder da: das Mobbing, die überdrehten Aktionen und das so schmerzhaft Unfassbare ...
> Michael Sieben hat einen kraftvollen und schonungslosen Roman über drei Aussenseiter und eine junge Frau geschrieben, der einen erstaunlichen Sog entwickelt, auch wenn die Lesenden früh ahnen, was am Ende passieren wird. Dramaturgisch geschickt erzählt der Autor vom Heute und in Rückblenden vom Geschehen in der Vergangenheit; seine Figuren sprechen im gängigen Vokabular der Jugendsprache, wirken echt und bieten gute Identifikationsmöglichkeiten. Besonders gelungen sind die Passagen, wo Menschliches und Zwischenmenschliches behandelt wird. Raffiniert und packend. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Ponderosa
Kollation: Geb., 217 S.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2016
ISBN: 978-3-551-58346-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Pubertät
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 05.10.2016
Ponderosa
Ponderosa, eine alte Waldhütte, ist der Zufluchtsort von Juri, Kris und Josie. Die Teenager geniessen das Zusammensein, haben sie doch genug Probleme in der Schule und fühlen sich von den vielbeschäftigten Eltern unverstanden. Josie spielt mit den Gefühlen der gegensätzlichen Jungs, bis die Situation in ein Desaster mündet. Zugleich versuchen die drei, das Rätsel um das plötzliche Verschwinden von Münze, Josies kauzigem Wohnungsnachbarn, zu lösen.
> Der nachdenkliche, unauffällige Kris erinnert an Tschick aus Herrndorfs gleichnamigem Roman. Lakonisch erzählt er in Rückblenden die Geschehnisse. In dem perfekten Mix aus Adoleszenz-Roman und Krimi werden die Protagonisten und ihr Lebensumfeld lebensnah inszeniert. Ebenso bemerkenswert ist die Charakterisierung der eigenwilligen Nebenfiguren aus dem Freundes- sowie Familienumfeld mit ihren vielfältigen Problemen. Dadurch eignet sich die von der ersten bis zur letzten Zeile packende, bildhafte Lektüre auch für erwachsene Lesende. Martina Friedrich