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Anzahl Resultate: 6
Titel: Ghosts of Heaven
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 400 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2017
ISBN: 978-3-423-65027-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Historisches
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 25.08.2017
Ghosts of Heaven
Steinzeit: Eine junge Jägerin sammelt Essen, macht Feuer, geht auf die Jagd und überlebt knapp einen Löwenangriff. Mittelalter zur Zeit der Hexenverfolgung: Aberglaube, Totenzeremonien und ein Priester, der ins Dorf kommt, um die Sünde auszurotten und möglichst viele Hexen an den Galgen zu bringen. 1920: In einer psychiatrischen Anstalt walten sadistische Ärzte, denen es Vergnügen bereitet, die Patienten leiden zu sehen. Viele Jahrhunderte in der Zukunft: Ein Raumschiff fliegt mit 500 eingefrorenen Passagieren durch das All zu einem neuen Planeten.
> Vier kurze Novellen, die sich laut Autor in beliebiger Reihenfolge lesen lassen und die alle durch das Symbol der Spirale verbunden sind. Die erste ist in Versen geschrieben, die zweite als „normale“ Geschichte, die dritte in Tagebuchform und die vierte als Erzählung mit Kapitelnummern der Fibonacci-Folge. Die düsteren Atmosphären der Novellen ohne Happy End lassen einen Schauer zurück, verstörend und betörend. Nicht unbedingt ein Lesegenuss. Maria Trifonov

Titel: Revolver
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 219 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2011
ISBN: 978-3-423-24843-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Gewalt, Krimi
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.07.2016
Revolver
Eine einsame Hütte am Polarkreis in Alaska. Der 15-jährige Sig sitzt allein neben der Leiche seines bei 20 Minusgraden erfrorenen Vaters. Mutter und Schwester sind unterwegs ins nicht nahe Dorf, um Beistand zu holen. Auf ein grobes Pochen an der Tür öffnet Sig und steht einem vierschrötigen Mann gegenüber, der Einlass begehrt. Angesichts des Toten verlangt dieser vom Jungen, als dem Erben, eine Goldmenge zurück, die ihm der Vater vor zehn Jahren gestohlen haben soll. Rohe Gewalt herrscht von nun an in der Hütte, immer droht die Mündung eines Colts. Die Schwester kommt nach Hause, ihr droht die übliche Gewalt. Da erinnert sich Sig eines Revolvers in der Nebenkammer, womit er den Angreifer in die Flucht schlagen kann, nachdem dessen Waffe versagt hat. Das Nachwort erst erklärt dann den vorherigen und weiteren Verlauf der bösen Geschichte. < Die Spannung reisst nie ab, und vor allem fliesst trotz der immer drohenden Waffen kein Blut. Eine eindringliche Schilderung in kältester Umgebung. Siegfried Hold

Titel: Der Todeskuss
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 310 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2010
ISBN: 978-3-423-24807-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Vampire
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 20.07.2016
Der Todeskuss
Als Marko einen geheimnisvollen Brief bekommt, den anscheinend sein schon lange verschwundener Vater aus Venedig geschrieben haben soll, macht er sich sofort auf die Suche nach dem unbekannten Absender. Dieser heißt Sorrel, ein Mädchen etwa in seinem Alter. Obwohl sie ihn zuerst abweist und ihm keine genaueren Auskünfte geben will, gewinnt er schließlich ihr Vertrauen und findet heraus, dass ihr Vater an einem unerklärlichen Wahnsinn leidet und die einzige Hilfe durch seinen Vater bekommen kann. Die zwei machen sich auf die Suche nach Markos Vater und stoßen dabei auf die sagenumwobene Schattenkönigin, die ihre Armee aufrüstet um Venedig zu vernichten... < Das Buch fließt mit dem Strom der Zeit: Fantasy, Action und ein exotischer Schauplatz. Der Schreibstil des Autors ist nicht herausragend und doch packt einen die Geschichte. Besonders die unnahbare Sorrel schließt man - trotz ihrer Kratzbürstigkeit – schnell ins Herz und bangt mit ihr um ihren wahnsinnigen Vater. Julia Degelo (17)

Titel: Rot wie Blut – Weiss wie Schnee
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 361 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2009
ISBN: 978-3-423-62393-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Historisches, Gegenwart
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.07.2016
Rot wie Blut – Weiss wie Schnee
Russland übt auf den jungen Arthur Ransome eine grosse Faszination aus. Er reist in das Land seiner Träume und gerät dort als Journalist in die Wirren der Russischen Revolution. Die Engländer halten ihn für einen Spion der Bolschewiken und die Bolschewiken glauben, er sei ein britischer Agent. In diesem ganzen Durcheinander verliebt Arthur sich in Evgenia, die Sekretärin eines mächtigen Politikers. Eine gemeinsame Zukunft gibt es für die beiden nur, wenn es ihnen gelingt, aus dem Land zu fliehen. – Der Roman ist eine faszinierende Mischung aus historisch belegten Ereignissen sowie Spionage- und Liebeselementen. Der erste Teil beginnt mit einem russischen Märchen. Mit der Figur des randalierenden Bären wird eine Metapher geschaffen, welche für die erwachende russische Revolution steht. In knapper, schnörkelloser, rot gedruckter Schrift erzählt der Autor im zweiten und dritten Teil die Geschichte des Schriftstellers Arthur Ransome, der wirklich in Russland lebte und tätig war. Ein märchenhaftes Buch. Béatrice Wälti

Titel: Das Glück ist blind (aber nicht unsichtbar)
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 252 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2016
ISBN: 978-3-423-65021-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Familie
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 25.04.2016
Das Glück ist blind (aber nicht unsichtbar)
Dass sich Laureths Vater immer wieder für längere Zeit im Ausland aufhält, kennt die 16-Jährige bereits. Doch diesmal scheint der Schriftsteller vom seinem neuen Thema (dem Zufall) besessen zu sein. Er meldet sich nicht, und sein Notizbuch wird in New York gefunden. Nun ist sie sicher, dass ihrem Vater etwas passiert ist. Laureth bucht zwei Tickets in den Big Apple und verlässt mit ihrem 7-jährigen Bruder Benjamin London. Kein Hindernis ist ihr zu gross – auch ihre Blindheit nicht.
> Die packende Wortwahl fesselt den Leser von der ersten Seite an. Dadurch, dass Laureth ihre Blindheit so lange wie möglich geheim zu halten versucht, wird die Spannung zusätzlich erhöht. Die Notizen des Vaters zum Thema Zufall sind in einer anderen Schriftart gehalten und regen zum Nachdenken an. Ob Laureth ihren kleinen Bruder entführt hat und ihn ausnutzt, da sie ohne ihn diese Reise nicht antreten könnte, muss sich der Leser selber überlegen. Laureth begleitet diese Frage durch den ganzen psychologischen Roman. Annina Otth

Titel: Sieben Monde
Kollation: A. d. Engl., Broschur, 238 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2014
ISBN: 978-3-423-65007-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 08.01.2015
Sieben Monde
Eric und Merle, ein König und seine Königin, die sich in fernen Zeiten liebten, durch einen gewaltsamen Tod aber voneinander getrennt wurden, begegnen sich in sieben weiteren Leben erneut. Einmal sind sie Geschwister, ein ander Mal Mutter und Sohn oder Greis und Kind – stets in Liebe verbunden. Als Eric im Jahr 2073 als Journalist die Insel Blessed, seine alte Heimat betritt, begegnet er zum siebten und letzten Mal Merle, der Frau, die ihrem König von einst im Laufe der Jahrhunderte immer wieder gefolgt ist.
> Eine Reise durch sieben Monde, welche von vorne nach hinten oder von hinten nach vorne gelesen werden kann. Jedes neue Leben der beiden bildet ein rundes Ganzes und weckt von Station zu Station die Neugier nach einem höheren Sinn ihrer Zusammengehörigkeit. Ein Buch, das zu fesseln vermag, aber auch die Sehnsucht weckt, wiedergeboren zu werden, um dem geliebten Menschen nah zu sein. Mystisches Potpourri, leicht zu lesen. Marcella Danelli