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Anzahl Resultate: 2
Titel: Die Rose von Jericho
Kollation: Geb., farb. Illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Atlantis, 2009
ISBN: 978-3-7152-0587-8
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.07.2016
Die Rose von Jericho
Auf der Suche nach dem Stärksten begegnet der junge Königssohn den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft. Doch das Stärkste ist zuletzt das Unscheinbarste, das dem Königssohn vor die Füsse rollt und ihn mit Staunen und Freude erfüllt und stärkt.
> Das philosophische Märchen geht über die Beschreibung der vier Elemente hinaus und stellt die Fähigkeit des Menschen zu empfinden als fünftes Element in den Mittelpunkt. Die doppelseitig gestalteten Farbillustrationen sind von grosser symbolischer Dichte und bilden mit den kurzen Textblöcken eine vollkommene Einheit. Fotorealistisch gemalte Menschenfiguren und märchenhafte Illustrationselemente ergänzen sich sehr gut. Ein wunderbares Buch, um mit Kindern über unsere Welt und uns mitten drin zu philosophieren. Maria Veraguth

Titel: Das verkaufte Glück
Kollation: Geb., s.w. illustr., 217 S.
Verlag, Jahr: Ravensburger, 2013
ISBN: 978-3-473-36869-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Historisches, Soziales
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 01.10.2013
Das verkaufte Glück Der lange Weg der Schwabenkinder
In den Gebirgsregionen von Tirol, Vorarlberg und Graubünden herrscht im 19. Jahrhundert grosse Not. In die bitterarmen Familien werden regelmässig neue Kinder geboren, so muss man die ältesten (ab 10 Jahren) im Sommer ins Schwabenland ziehen lassen, damit sie dort als billigste Saisonniers etwas Geld verdienen können. Jakob (11) zieht mit seinem noch jüngeren Bruder in einer Kolonne von Leidensgenossen über verschneite Wege zum Kindermarkt in Ravensburg. Die Kinder werden unterschiedlich behandelt – gut bis ausbeuterisch, sogar mit versuchter sexueller Gewalt oder unrechtmässigen Verurteilungen.
> Alle möglichen Arten von Missbrauch werden in diesem Buch Thema. Eindrücklich wird die Not der Familien in Berggebieten geschildert, und wie sie die "überzähligen" Tischgenossen vermieten mussten, damit um Martini etwas Bargeld ins Haus kam. Im Anhang macht der Autor darauf aufmerksam, dass Kinderarbeit, nun zumeist in der Ferne, auch heute noch an der Tagesordnung ist. Siegfried Hold