Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 4
Titel: Der Wolf im Schafspelz
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Tulipan, 2019
ISBN: 978-3-86429-416-7
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Gemeinschaft, Tiere
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 25.10.2019
Der Wolf im Schafspelz
Pfui! So kann es doch nicht weitergehen! Seit Tagen steht immer das Gleiche auf dem Tisch des Wolfs: dünne Suppe aus einem einzigen Hühnerknochen, etwas Lauch, einer Karotte und ein paar Nudeln. Aber ein richtiger Wolf braucht doch Fleisch, am besten ein zartes, leckeres Lämmchen. Und so macht sich der Wolf auf die Suche, verkleidet mit Schaffell und Pudelmütze. Bald hat er eine Herde gefunden. Wenn er es geschickt anstellt, kann er sich hier für lange Zeit sattfressen. Aber dann kommt alles anders als geplant ...
> Die Geschichte beschreibt den Zwiespalt des Wolfes auf rührende und für Kinder gut verständliche Weise: einerseits seine aufkeimende Sympathie für die Schafe, die ihn als Helden feiern und sich liebevoll um ihn kümmern, andererseits sein quälender Wolfshunger. Zusätzlich betören die wunderbar fantasievollen und farbenfrohen Illustrationen, die mit vielen kleinen Details zum genauen Betrachten und Weiterspinnen der Geschichte einladen. Stefanie Stanisz

Titel: Küsschen? Bäh!
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Tulipan, 2018
ISBN: 978-3-86429-366-5
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.03.2018
Küsschen? Bäh!
Leo mag Tante Lissi, aber ihre roten Küsse mag er nicht. Leo mag Onkel Fred, aber seine pieksenden Küsse mag er nicht. Leo mag Oma Else, aber ihre schrumpligen Küsse mag er nicht. Sein "Nö" wird von allen ignoriert. Jetzt reichts! Er findet einen Weg, den anderen die Küsserei auszutreiben.
> Leos Geschwister haben bereits eigene Methoden entwickelt, um nicht (mehr) geküsst zu werden: Der Bruder rülpst abstossend, und die Schwester schreit unerträglich laut. Schade, dass ein deutliches "Nein" nicht genügt. Falls das Buch wirklich Kinder darin bestärkt, gegen Übergriffe jeder Art aufzubegehren, so ist es ein guter Beitrag zur Missbrauchsprävention – unkonventionell zwar, witzig und frech, mit Bildern von Volker Fredrich, der die Personen wie in Comics überzeichnet darstellt und gewisse Elemente collagengleich einfügt. Eine Gelegenheit, um schon mit jungen Kindern zu thematisieren, dass sie über ihre Körper selber bestimmen dürfen und sollen. Sandra Dettwyler

Titel: Johnny Cowboy und die Vorstadt-Indianer
Reihe: Johnny Cowboy 1
Kollation: Geb., s.w. illustr., 106 S.
Verlag, Jahr: Coppenrath, 2015
ISBN: 978-3-649-61674-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft
Alter: ab 7
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.03.2015
Johnny Cowboy und die Vorstadt-Indianer
Und da steht er plötzlich, in Cowboystiefeln mit goldenen Sporen, mit einem riesigen Hut, neben ihm ein Pferd. Sam traut seinen Augen nicht. Es ist der Neue in der Schule, hergezogen mit seiner Familie und zwei Indianern, direkt aus Amerika in das leerstehende Haus am Waldrand. Und das Beste ist, sie wollen einen Wildwest-Erlebnispark eröffnen. Sam und Johnny freunden sich schnell an. Doch Johnnys Eltern sind nicht überall willkommen und es kommt zu Anfeindungen.
> Mit wilden Trommelklängen, Feuertanz und Blutsbrüderschaft kommt etwas Wildwestromantik in ein kleines Dorf. Die Bewohner, leider als einfältig dargestellt, sind verunsichert. Für einen wertfreien Umgang mit Fremdem stehen die beiden sympathischen Figuren Sam und Johnny, die schnell Freundschaft schliessen. Die eingestreuten Bilder beleben den einfachen Text. Sie sind leider etwas ungenau, denn spitze Stiefel sind nicht wirklich spitz und anstelle von Margeriten stehen Tulpen in der Vase. Die Reihe wird fortgesetzt. Katharina Siegenthaler

Titel: Welche Farbe hat die Angst?
Kollation: Geb., 270 S.
Verlag, Jahr: Boje, 2014
ISBN: 978-3-414-82409-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Krimi, Freundschaft
Alter: ab 13
Bewertung:
1 von 4 Büchern
Rezension publiziert: 16.11.2014
Welche Farbe hat die Angst?
Als Gewinnerin eines Malwettbewerbs darf die 15-jährige Katta den Kurs bei einem bedeutenden Künstler in einem abgelegenen Dorf besuchen. Rein zufällig wohnt dort auch ihr an der Schule Angebeteter. Vor Jahren besuchte eine hochbegabte junge Frau denselben Kurs und nahm sich damals angeblich in einem Wildbach das Leben. Katta und ihr Liebster beginnen zu zweifeln, und bald einmal verdichtet sich ihre Vermutung, dass vom Maler und seiner Tochter bis zum Hoteldirektor eine Menge Leute Grund zum Mord an der jungen Frau gehabt hätten. Allseitiges Happy End gehört zum Programm.
> Das Buch ist überladen mit Klischees; sehr oft kehren die Adjektiven zärtlich, süss, liebevoll, sanft wieder. Ein Nebenbuler darf auch nicht fehlen, und bei jeder gefahrvollen Gelegenheit – Autounfall, Hausbrand, Sturz in den Wildbach – steht immer die richtige Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Höchst bescheidenes Lesefutter. Siegfried Hold