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Anzahl Resultate: 2
Titel: Der Junge aus der letzten Reihe
Kollation: A. d. Engl., geb., s.w. illustr., 286 S.
Verlag, Jahr: Atrium, 2020
ISBN: 978-3-85535-630-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Flüchtlinge
Alter: ab 7
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 05.05.2020
Der Junge aus der letzten Reihe
Ahmet kommt kurz nach den Ferien neu in die Klasse. Er sieht verängstigt und traurig aus. Alexa schwört sich, dass sie sich mit ihm anfreunden würde. Langsam baut sie eine Beziehung zu Ahmet auf und erfährt von ihm, dass er auf der Flucht seine Familie verloren hat. Darauf machen Alexa und ihre Freunde Pläne, um Ahmet zu helfen, seine Familie wiederzufinden. Die tollste Idee der Welt – nämlich die Queen um Hilfe zu bitten – setzen sie wild entschlossen in die Tat um. Das ist nicht ganz ungefährlich.
> Dieser Debütroman hat ganz klar ein Anliegen: mehr Toleranz und Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge. Die knapp 10-jährige Ich-Erzählerin ist dafür ein gutes Vorbild. Andere Ansichten gegenüber Flüchtlingen kommen durch verschiedene Personen zur Sprache. Vieles rund ums Thema Flucht wird kindgerecht erklärt, entweder direkt in der Geschichte oder im Anhang. Es gibt einige Längen, bis es schliesslich sehr spannend wird. Zum Selberlesen braucht es Ausdauer. Für Jüngere gut auch zum Vorlesen geeignet. Karin Böjte

Titel: Der Junge aus der letzten Reihe
Kollation: CD. Lesung, ca. 300 Min., 4 CD's
Verlag, Jahr: Hörcompany, 2020
ISBN: 978-3-96632-010-8
Kategorie: Nonbook
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.04.2020
Der Junge aus der letzten Reihe
Alexa (9) freut sich, dass der Stuhl in der letzten Reihe im Klassenzimmer besetzt wird. Ahmet, der Neue, kommt aus Syrien. Mit offenem Herzen geht Alexa auf ihn zu. Sie zieht ihre Freunde mit. Aber nicht alle Kinder sind so freundlich zu Ahmet. Da lässt die Lehrerin den Jungen von seinem Leben erzählen. Ahmets Schwester ist auf der Flucht ertrunken, und wo seine Eltern sind, weiss er nicht. Im Bus hört Alexa, dass man die Grenzen von England schliessen will. Das darf nicht geschehen, sonst können Ahmets Eltern ja nicht zu ihrem Kind kommen. So schreiben Alexa und ihre Freunde einen Brief an die Queen, den sie persönlich abgeben wollen.
> Birte Schnöink liest die Rolle der erzählenden Alexa mit einer Stimme, die einerseits geschmeidig ist, in der andererseits aber auch eine Portion Rauheit mitschwingt. Zudem setzt sie dezente Akzente. Sie rührt mit der Ernsthaftigkeit und der Eindringlichkeit ihrer Interpretation stark an. Herausragend und nachhallend, ein Plädoyer an die Menschlichkeit. Karin Schmid