Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 4
Titel: Dunkles Gold
Kollation: Geb., 331 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2019
ISBN: 978-3-407-81238-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familie, Historisches
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 01.07.2019
Dunkles Gold
Eigentlich ärgert sich Laura immer, wenn man sie auf den über 650-jährigen Erfurter Schatz anspricht. Denn er ist das Dauerthema ihrer Mutter, die als Kunsthistorikerin viel darüber weiss. Er gehörte einst Juden, die wohl fliehen mussten. Das Thema lässt Laura nicht los. Sie fragt ihre Mutter nach Juden in Erfurt und hört, dass ihr Mitschüler Alexej jüdisch ist. Von einer inneren Glut getrieben fängt Laura an, die Geschichte der Familie von Wiehe, von der man annimmt, dass ihr der Schatz gehörte, zu zeichnen. Dabei braucht sie die Hilfe von Alexej, um Informationen über das jüdische Leben zu erhalten.
> Die Geschichte ist ein abwechslungsreicher Reigen zweier fiktiver Geschichten aus dem Einst und Jetzt um einen realen archäologischen Fund. Die Lesenden erfahren auf eine berührende Art, was es heisst, heute als Jude mit einer von Antisemitismus geprägten Familiengeschichte zu leben, und wie das Leben als Juden und Verfolgte im 14. Jh. gewesen sein musste. Fein und eindringlich geschrieben. Karin Schmid

Titel: Ich bin's, Kitty
Kollation: Geb., farb. illustr., 205 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2018
ISBN: 978-3-407-82357-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Aussenseiter, Katze
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.05.2018
Ich bin's, Kitty Aus dem Leben einer Katze
Die Katze Kitty lebt wohlbehütet bei Emma, einer pensionierten Lehrerin. Diese bringt der Katze das Lesen und Schreiben bei. So können die beiden wunderbar über das Leben philosophieren, bis eines Tages Emma schwer erkrankt, später gar ins Pflegeheim muss. Nun ist Kitty obdachlos. In dieser hoffnungslosen Situation lernt sie Katzen kennen, die ihr zeigen, wie man als Streuner überlebt. Darunter ist auch Kater Bruno, der zukünftige Vater ihrer Jungen. Kurz vor der Geburt der Kleinen trifft sie auf hilfsbereite Menschen, die ihr ein neues Zuhause geben.
> Kitty erzählt ihre Geschichte selbst, wobei sie das unterschiedliche Verhalten der Menschen gegenüber den Katzen reflektiert. So erfahren die Lesenden Wissenswertes über Lebensansprüche, Verhalten und Domestizierung der Katzen. Zugleich ist es eine berührende Geschichte über tiefe Freundschaften, das Abschiednehmen, Zuversicht. Die nachdenklich stimmende Familienlektüre eignet sich zum Vor- und Selbstlesen – nicht nur für Katzenfreunde. Martina Friedrich

Titel: Golem stiller Bruder
Kollation: -
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2007
ISBN: 978-3-407-81021-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: -
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.07.2016
Golem stiller Bruder
Prag um 1600: Die Waisenkinder Jankel und Rochele finden bei ihrem Onkel, dem Hohen Rabbi Löw, eine neue Bleibe. Das jüdische Leben in der Grossstadt ist von ständigen Unruhen zwischen Christen und Juden geprägt. Rabbi Löw hat einen Golem erschaffen, einen riesigen Menschen aus Lehm, der für die Sicherheit der Juden sorgen soll. Jankel, der zusammen mit seinem Freund Schmulik in der Bäckerei arbeitet, entwickelt zum Golem eine stille Freundschaft. – Der Roman über die Freundschaft Jankels zu Schmulik, aber auch zum Golem wird durch zahlreiche jüdische Zitate aus der Tora bereichert. Die jüdische Kultur und Religion wird den Lesenden näher gebracht und in einem Glossar werden wichtige Fachausdrücke erklärt. Die berühmte jüdische Legende des Prager Golems wird abwechselnd aus Sicht der Hauptfigur Jankel und aus Sicht eines Erzählers geschildert. Leider ist die Geschichte etwas langfädig, Spannung tritt erst gegen Ende auf. Für ausdauernde LeserInnen, welche sich für das Judentum interessieren, ist das Buch jedoch geeignet. Maria Veraguth

Titel: Wer morgens lacht
Kollation: Geb., 255 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2013
ISBN: 978-3-407-81143-1
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.10.2013
Wer morgens lacht
Anne war fünfzehn, als ihre ältere Schwester Marie spurlos verschwand. Seitdem ist sie in Annes Gedanken ständig präsent. Marie bekam immer alles, was sie wollte. Sie war schön und willenstark. Anne dagegen stand als vernünftige und unscheinbare Schwester in ihrem Schatten. Heute ist Anne Biologie-Studentin und erforscht die symbiotischen und parasitären Beziehungen von Pilzen. Doch eigentlich möchte sie endlich mehr über ihre Kindheit herausfinden. Es braucht Mut, sich der eigenen Vergangenheit und der Wahrheit zu stellen.
> Mirjam Pressler erzählt von zwei ungleichen Schwestern. Die Sprache widerspiegelt dabei die endlosen Gedankenschlaufen, die in Annes Hirn ablaufen. Die Sätze sind sehr lang, wo Punkte stehen müssten, stehen Kommas. Denn der Gedankenfluss bricht nicht ab – lässt sich nicht unterbrechen. Kürzer werden die Sätze erst gegen Ende des Romans, als Anne sich im Gespräch einer WG-Kollegin anvertraut. Ein Psychogramm, feinfühlig und intensiv erzählt. Sandra Laufer