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Anzahl Resultate: 2
Titel: Die Bleisoldaten
Autor: Orlev, Uri
Kollation: A. d. Hebrä., Broschur, 334 S., Neuaulage
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg Gulliver, 2018
ISBN: 978-3-407-74871-3
Kategorie: Sachbuch
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.10.2018
Die Bleisoldaten
Naziterror herrscht im Ghetto von Warschau. Der elfjährige Jurek und sein jüngerer Bruder Kazik leiden verhältnisweise wenig, da Vorräte vorhanden sind. Sie spielen berühmte Schlachten mit ihren Bleisoldaten nach und merken wenig davon, dass Mitbürger verschwinden, weil sie zu Tausenden liquidiert oder in Konzentrationslager deportiert werden. Zwischen den Erlebnissen der Buben erfahren die Lesenden regelmässig und drastisch geschildert grausamste Schicksale von Einzelpersonen oder ganzen Gruppen. Immer drohen Gefangennahme und anschliessende Deportation. In überfüllten Zügen werden Juden ins Vernichtungslager Bergen-Belsen überführt, wo sie das Kriegsende erleben. Danach bekommen einige eine Ausreisebewilligung nach Palästina, andere nach Südamerika.
> Ein weiteres Buch, das die Schrecken einer Naziherrschaft schildert, hier vieles aus der Sicht von Kindern. Die zahlreichen polnischen Namen mögen gewöhnungsdürftig sein, der unaufhaltsame Verlauf des Grauens bleibt gewahrt. Siegfried Hold

Titel: Lauf, Junge, lauf
Autor: Orlev, Uri
Kollation: A. d. Hebrä., geb., illustr., 226 S., 11. Aufl.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2014
ISBN: 978-3-407-74107-3
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.07.2014
Lauf, Junge, lauf
Mit seiner Familie gelingt dem neunjährigen Jurek die Flucht aus dem Warschauer Ghetto. Doch ein deutscher Fliegerangriff auf die Flüchtlingskolonne löscht fast alle Hoffnungen aus. Nur Jurek überlebt. Allein schlägt er sich durch Wälder, immer auf der Suche nach Unterschlupf und Arbeit. Er findet Menschen, die ihm weiterhelfen, aber auch solche mit Lust auf die Judenfangprämien der Gestapo. Jurek erleidet eine schwere Handverletzung, doch weil der Arzt keinem Juden Hilfe gewähren will, muss der Arm amputiert werden. In einer Abteilung russischer Soldaten erlebt der Junge das Kriegsende.
> Sofort erinnert man sich an Simplizissimus, bloss geht es hier um Leben oder Tod. Ohne jegliche Datumsangaben lässt sich das Geschehen genau eruieren, und man erlebt eine Abfolge von Abenteuern. Die Sprache ist nüchtern und knapp, wie die schnellen Entscheidungen des Jungen. Jedes der 18 Kapitel stellt eine Einheit dar, so dass sich die Lektüre sehr gut für die Klassenarbeit eignet. Siegfried Hold