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Anzahl Resultate: 3
Titel: Zeit für Astronauten
Autor: Mohl, Nils
Kollation: Broschur, 421 S.
Verlag, Jahr: Rowohlt, 2016
ISBN: 978-3-499-21678-7
Kategorie: Belletristik
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 05.08.2016
Zeit für Astronauten
Der bald sechzehnjährige Körts wohnt in einer trostlosen Hochhaussiedlung am Stadtrand. Er absolviert ein Praktikum in einem Reisebüro, träumt von einer besseren Zukunft und schwärmt für die fünf Jahre ältere Domino, die sich absolut nicht für ihn interessiert. Domino erhält eine rätselhafte Postkarte ihres lange vermissten ehemaligen Mitbewohners Bozorg. In der Hoffnung, diesen zu finden, fliegt sie an einen Urlaubsort auf dem Peloponnes. Körts, trotz ihrer Ablehnung unentwegt zuversichtlich, reist ihr hinterher.
> Der Autor führt seine Trilogie „Liebe – Glaube – Hoffnung“ fulminant zu Ende. Er zeichnet die z. T. bereits bekannten Figuren mit ihren Hoffnungen und Problemen glaubhaft und differenziert. Seine eigenwillige Sprache ignoriert oft gängige Regeln, beeindruckt aber mit poetischen, ungewöhnlichen oder pointierten Beschreibungen und lebensnahen Dialogen. Die Erzählstruktur mit vielen Rück- und Vorausblenden ist komplex, erst nach und nach fügen sich die verschiedenen Stränge zusammen. Doris Lanz

Titel: Mogel
Autor: Mohl, Nils
Kollation: Broschur, 199 S.
Verlag, Jahr: Rowohlt, 2014
ISBN: 978-3-499-21537-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Alltag, Sexualität
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 08.12.2014
Mogel
Nur alkoholfreies Bier soll es im Partykeller geben? Die Kumpels des 15-jährigen Miguel sind schockiert. Sie verdammen ihn dazu, verkleidet als Mädchen für echte Getränke zu sorgen. Den ganzen Abend soll er sich daraufhin in einer angesagten Disco um die Ohren schlagen, ohne von einem Kerl abgeschleppt zu werden. Als dies aber dann doch geschieht, sind die Freunde schnell zur Stelle und können das Schlimmste verhindern.
> An der Grenze zum Erwachsenwerden probieren die Jugendlichen aus, wie weit sie beim Geschlechtertausch gehen können. Aus der Perspektive von Miguel erfahren die Lesenden, was er als vermeintliches Mädchen empfindet. Was seine Kumpels beobachten, kann aus ihren SMS und den Reaktionen in verschiedenen Situationen abgelesen werden. Ein stilistischer Trick lässt die Lesenden mitten in die Geschichte platzen, die dann von vorne aufgerollt wird. Rasant erzählt, aber ein wenig gar zu fantastisch, was dem Jungen als Mädchen widerfährt. Monika Fuhrer

Titel: Es war einmal Indianerland
Autor: Mohl, Nils
Kollation: Broschur, 345 S., 5. Aufl.
Verlag, Jahr: Rowohlt, 2012
ISBN: 978-3-499-21552-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Entwicklung
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 05.03.2013
Es war einmal Indianerland
Stell dir vor, du bist 17 und lebst in den Hochhäusern am Stadtrand. Du bist über beide Ohren verliebt in Jackie, ein wunderschönes Mädchen aus dem Nobelviertel der Stadt, unerreichbar für dich und doch so nah. Plötzlich zieht ein orkangleiches Gewitter auf: Ein Mord wird begangen, im Quartier muss die Hierarchie immer wieder mit Kämpfen bestätigt werden und Edda, die sich ausgerechnet in dich verguckt hat, fährt dich zu Jackie und zum Sommerendfestival.
> Eine rasant geschriebene Geschichte mit unzähligen Vor- und Rückblenden, die dem inneren Wirrwarr des verliebten jungen Mannes entsprechen. In schnellen Schnitten beschreibt der Autor das Milieu der Hauptpersonen (Jackie trägt die ganzen 14 Tage lang nie die gleichen Schuhe!) und die durchaus realistischen, aber auch hoffnungsvollen Gedanken des Erzählers. Der eigenwillige Aufbau verleiht der Geschichte vom Erwachsenwerden besondere Spannung. Zu Recht hat dieses Buch den Deutschen Jugendbuchpreis 2012 erhalten. Barbara Schwaller