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Anzahl Resultate: 2
Titel: Wie ein Himmel voller Seehunde
Kollation: A. d. Schwed., Broschur, 253 S.
Verlag, Jahr: Rowohlt, 2017
ISBN: 978-3-499-21768-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Homosexualität
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 30.08.2017
Wie ein Himmel voller Seehunde
Endlich Sommerferien! Gemeinsam mit dem alkoholkranken, sozialhilfeabhängigen, liebevollen Vater will Anna das einfache Ferienhaus renovieren, auf das Meer zum Angeln fahren, die gefangenen Fische über dem Lagerfeuer am Strand grillen. Für die Unternehmertochter Louise ist es der erste Aufenthalt im neuen, grosszügigen Ferienanwesen der Familie. Viel lieber wäre die Fünfzehnjährige mit ihren Freunden ins Ausland verreist; stattdessen muss sie die nervenden Eltern aushalten. Da begegnet sie zufällig auf der kleinen Schäreninsel Anna. Die steht eher auf Frauen. Verwundert bemerkt Louise, dass sie mehr als nur Freundschaft für Anna empfindet.
> In dem poetischen Roman beschreibt die Autorin einfühlsam eine Fünfzehnjährige, die ihre Homosexualität entdeckt und dabei den Mut finden muss, gegen die Erwartungen von Freunden und Familie zu verstossen. Von ihrem sozialen Umfeld wird Anna hingegen so akzeptiert, wie sie ist. Abwechselnd erzählen Anna und Louise ihre Sicht auf die Sommerromanze. Martina Friedrich

Titel: Herz aus Jazz
Kollation: A. d. Schwed., Broschur, 332 S.
Verlag, Jahr: Rowohlt, 2015
ISBN: 978-3-499-26900-4
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.12.2015
Herz aus Jazz
Die Neuntklässlerin Steffi wird an ihrer Schule ausgegrenzt und täglich gedemütigt. Sie flüchtet sich in die Welt der Musik und ist vor allem vom Jazz und dem schwedischen Musiker Povel Ramel fasziniert. Auf dem Heimweg hört sie ihre Lieblingsmusik aus dem offenen Fenster eines Altersheims. Sie lernt Alvar kennen, einen alten Mann, der in den Nachkriegsjahren ein junger, erfolgreicher Jazzmusiker war. Während Steffis folgenden Besuchen sprechen die beiden über Musik, aber auch über persönliche Hoffnungen und Enttäuschungen.
> Die ungewöhnliche Freundschaft der sympathischen Hauptpersonen berührt. Allerdings wirkt die zwischen Steffis Alltag und Alvars Erinnerungen pendelnde Erzählung bisweilen etwas langatmig und erfordert ein gewisses Interesse an der Swing-Ära des Jazz. Am Ende schafft Steffi die Aufnahme an ein Musikgymnasium in Stockholm. Dass sie den Quälereien ihrer Mitschülerinnen völlig ausgeliefert war und keine Lösungsansätze aufgezeigt werden, hinterlässt jedoch ein ungutes Gefühl. Doris Lanz