Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 4
Titel: Elektrische Fische
Kollation: Geb., 191 S.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2019
ISBN: 978-3-551-58404-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Entwicklung, Soziales
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.01.2020
Elektrische Fische
Zutiefst unglücklich muss Emma Dublin verlassen. Ihre Mutter, ohne Beruf und mit drei Kindern, kehrt Irland und ihrem alkoholsüchtigen Mann den Rücken. Sie ziehen nach Veglow, wo die Mutter aufgewachsen ist, zu ihren deutschen Grosseltern. Das Dorf nahe der Ostsee wirkt trostlos und heruntergekommen. Emma und ihre kleine Schwester Aoife fühlen sich nicht willkommen, haben Heimweh nach Irland und sind traurig. Als die Kinder dann noch über Aoifes Namen lachen, hört diese auf zu sprechen. Emma kann ihr nicht helfen. Zum Glück trifft sie in ihrer Klasse auf Levin. Er ist sonderbar, nett und er stellt für Emma einen Plan auf, wie sie abhauen und nach Dublin zurückkehren kann.
> Präzise und auf lakonische Art lässt die Autorin Emma erzählen, was genau in ihrer Innen- und Aussenwelt passiert. Zusammen mit den Wiederholungen von Satzteilen oder der Verwendung von Satzfragmenten an manchen Stellen entsteht eine Sprache, die die Atmosphäre von Emmas Welt aufnimmt und in die Herzen der Lesenden trägt. Karin Schmid

Titel: Schneeriese
Kollation: Geb., 205 S.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2014
ISBN: 978-3551-58318-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Entwicklung, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 08.01.2015
Schneeriese
Einsneunzig nennt sie ihn, seine Stella Maraun. Seine beste Freundin und Nachbarin, in die Adrian seit einiger Zeit verliebt ist. Gemeinsam können sie über alles reden, ausser über Adrians Verliebtsein. Er ist viel zu gross und wächst immer noch. Seine Köpergrösse ist ein Problem, Adrians Mutter möchte ihren Sohn mit Hormonen behandeln lassen. Eines Nachts zieht völlig unerwartet eine Familie ins lange verlassene Nachbarhaus ein. Von da an ändert sich für Adrian alles, denn Stella verliebt sich in den Jungen der zugezogenen Familie.
> Beziehungen und Wachstum, inneres sowie äusseres, kombiniert mit Kälte und Schnee: Das ergibt eine beklemmende, doch auch befreiende Atmosphäre für Adrians Auseinandersetzung mit sich selbst. Sprachlich stark, besonders wenn es inhaltlich auf einen Höhepunkt zugeht, stellenweise nur in Satzfragmenten und mit etwas skurrilen Figuren hebt sich dieser Entwicklungsroman äusserst positiv von der Menge ab. Karin Schmid

Titel: Der beste Tag aller Zeiten
Kollation: A. d. Engl., geb., farb. illustr., 127 S.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2013
ISBN: 978-3-551-58293-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Gedichte, Fremdsprachen
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.01.2014
Der beste Tag aller Zeiten Weitgereiste Gedichte
Schhhhhhh! / Sitz still, ganz still / Und lausch. / Lausche, wie Flügel / Leichter als Wimpern / Die Luft durchstreifen. / Hör, was die Brise / Den rauschenden Palmwipfeln / Zuwispert. / Lausch. Und versteh. – Aus der Karibik, Amerika, Afrika, Indien, Ozeanien oder Grossbritannien stammen die zeitgenössischen Gedichte dieser Anthologie. Sie sind im Anhang im englischen Original abgedruckt und von Henning Ahrens und Claas Kazzer erstmals oder neu ins Deutsche übertragen worden. Die vielen farbigen Bilder stammen von Sabine Wilharm, Illustratorin der Harry-Potter-Bücher.
> Es sind nachdenklich stimmende, aber auch lustige Gedichte „über fast jeden“, von Tieren, Menschen, Wünschen und Gefühlen, die hier entdeckt werden wollen. Den Übersetzern ist es eindrücklich gelungen, Stimmung, Aufbau und Rhythmus der Originalgedichte in der deutschen Nachdichtung zu bewahren. Ein Buch, in dem Kleine und Grosse immer wieder blättern können, und natürlich auch eine Fundgrube für den Sprachunterricht. Doris Lanz

Titel: Elefanten sieht man nicht
Kollation: Geb., 203 S.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2012
ISBN: 978-3-551-58246-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Gewalt
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 27.08.2012
Elefanten sieht man nicht
Mascha verbringt wie jeden Sommer seit dem Tod ihrer Mutter die Ferien bei ihren Grosseltern. Dieses verschlafene Nest ist nicht der Ferienort erster Wahl eines 13-jährigen Mädchens. Mascha verbringt viel Zeit auf dem Dorfspielplatz und sieht da zum ersten Mal das Geschwisterpaar Julia und Max. Sie fühlt sich gleich unwohl und traut dem scheinbar idyllischen Dorfleben nicht. Schon bald erhärtet sich ihr Verdacht, doch niemand glaubt ihr, denn von Kindsmisshandlung will im Dorf niemand etwas wissen, denn das ist tabu. Mascha sieht nur einen Ausweg: Sie muss die Beiden vor den Gewaltausbrüchen ihres Vaters beschützen.
> Aus der Sicht der Ich-Erzählerin Mascha erfährt der Leser, in welchem Zweispalt sich das Mädchen befindet, und wie sehr sie mit sich und der Situation ringt. Der Autorin gelingt es, das Gefühlschaos des Mädchens festzuhalten, was wiederum eine grosse Konzentration vom Leser erfordert. Ein berührender und gesellschaftkritischer Roman für lesegewandte Jugendliche. Annina Otth