Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 7
Titel: King kommt noch
Kollation: Geb., farb. illustr., 36 S.
Verlag, Jahr: Peter Hammer, 2017
ISBN: 978-3-7795-0568-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Flüchtlinge
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 29.04.2017
King kommt noch
"In dem neuen Land weiss Mama nicht mehr viel. Und Papa auch nicht." Auch sonst ist vieles anders als im alten Land. Der Junge, der erst seit drei Tagen mit seinen Eltern und dem Baby im neuen Land ist, beobachtet alles ganz genau. Warum macht man beispielsweise hier Hundedreck in eine Tüte? All die neuen Sachen sind spannend, lassen den Jungen aber nicht vergessen, dass King fehlt. Sein lieber Hund konnte nicht mit über die Berge und mit dem Boot übers Meer. Aber Mama sagt zum Glück: King kommt noch.
> Aus der Perspektive des Jungen werden die ersten Tage der Ankunft in einem neuen Land erzählt. Am Ende der einzelnen Kapitel spricht der Junge Botschaften für seinen Hund in den Wind. Dabei erfährt man indirekt, was er auf seiner Flucht erlebt hat. Die zwei verschiedenen Erzählstränge sind durch die Schriftfarbe und leicht unterschiedliche Illustrationsstile klar voneinander abgegrenzt. Berührend und mit feinem Humor erzählt das Buch vom Schicksal einer Flüchtlingsfamilie. Karin Böjte

Titel: Tee mit Onkel Mustafa
Kollation: Geb., s.w. illustr., 133 S.
Verlag, Jahr: Picus, 2011
ISBN: 978-3-85452-157-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasie, Fremde Welten
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.07.2016
Tee mit Onkel Mustafa
Mina reist mit ihrer Familie in den Libanon. Zum ersten Mal besucht sie das Heimatland ihres Vaters und lernt die Sitten und Bräuche dieser für sie fremden Welt kennen. Immer häufiger sucht sie ihren Onkel Mustafa auf, trinkt mit ihm Tee und lauscht den geheimnisvollen Geschichten aus seinem Leben. Als plötzlich ein Krieg ausbricht, verlässt Minas Familie fluchtartig das Land. Onkel Mustafa kommt mit nach Deutschland. Ob er auch dort wieder Geschichten erzählen wird?
> Die deutsch-libanesische Autorin setzt sich in diesem Buch - wenn auch etwas versteckt - mit den Themen Krieg und Heimat auseinander. Realität und Fiktion sind jedoch nicht immer klar getrennt, auch wenn die fantasievollen Erzählungen von Onkel Mustafa, die einen grossen Teil einnehmen, kursiv gedruckt sind. Die Schriftgrösse ist sehr klein und setzt deshalb eine gewisse Lesefertigkeit voraus. Ergänzt ist der Text mit eingestreuten schwarzweissen Illustrationen, die viel zum besseren Verständnis beitragen. Béatrice Wälti

Titel: Kaugummi und Verflixungen
Kollation: Geb.,farb. illustr., unpag. 68 S.
Verlag, Jahr: Picus, 2010
ISBN: 978-3-85452-153-2
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 7
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 20.07.2016
Kaugummi und Verflixungen
Der grauhaarige, bleiche Junge, dessen Mutter immer schläft, seit sein Vater ausgezogen ist, erinnert sich nicht mehr an seinen Namen. Bei einem Missgeschick des „Grauen von Köln“ tritt die gleichaltrige „Huma vom Kiosk“ in sein Leben. Sie kann Killerhunde zähmen, eine Wolke von grünen Papageien sehen, himmlischen Kaugummi machen und den „Grauen“ dazu bringen, dass er sich an seinen Namen erinnert. Und plötzlich lösen sich alle „Verflixungen“, die schreckliches Pech bedeuten, in Luft auf.
> Bereits beim betrachten des Covers wird klar, dass es sich um die Geschichte eins ungleichen Paares handelt. Die eingeflochtenen arabischen Ausdrücke lassen die Herkunft von Huma erahnen. Mit ihr zieht Fröhlichkeit und Farbe in Rubens grauen Alltag ein. Und wenn er davon schwärmt, dass Humas Stimme wie frischer, warmer Kuchen tönt, glaubt man ihn ein bisschen verliebt. So erstaunt es nicht, dass er gegen Ende der wundervollen Geschichte zaghaft farbiger erscheint. Katharina Siegenthaler

Titel: Soraya, das kleine Kamel
Kollation: -
Verlag, Jahr: Picus, 2008
ISBN: 978-3-85452-142-6
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: -
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.07.2016
Soraya, das kleine Kamel
Sorayas Name ist arabisch und bedeutet klein. Das Packkamel lebt in der Wüste. Es ist neidisch auf die schönen Beduinentöchter. Es will Sterne fangen, um sich daraus eine funkelnde Kette zu fädeln. Doch dieses Vorhaben gestaltet sich als schwierig, mehrere Versuche Sorayas misslingen. Die Lerche und der Mond helfen nun dem kleinen Tier. – Als das unliebenswürdigste, dümmste, störrischste und ungemütlichste Geschöpf, welches man sich denken kann, beschreibt Alfred Brehm im Jahr 1883 in seinem Buch «Brehms Thierleben» das Kamel. Diese Eigenschaften mögen auch auf Soraya zutreffen, doch unliebenswürdig ist es bestimmt nicht, bloss ein bisschen eitel. Soraya würden wir umgangssprachlich Dromedar nennen, was aber nichts anderes als ein einhöckriges Kamel ist. Mit einer grellgelben Wüste und leuchtend blauen Beduinenzelten vermittelt uns die Illustratorin ein vielseitiges Bild der Wüste: ihre Schönheit, ihre Kargheit, ihre Hitze, ihre Ruhe. In diesem arabischen Märchen werden einem sogar einige arabische Begriffe beigebracht: Masaalcher – Guten Abend, Schukran – Danke. Kamele, Wüste, Sterne – passen diese Themen nicht auch in die Weihnachtszeit? Sandra Dettwyler

Titel: Kalim Baba und die Wörterlampe
Kollation: Geb., farb. illustr., 52 S.
Verlag, Jahr: Picus, 2015
ISBN: 978-3-85452-182-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Sprache, Fantasie
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 14.09.2015
Kalim Baba und die Wörterlampe
Wenn die kleine Lampe in Kalim Babas Kopf angeht, findet er genau die richtigen Worte, die es braucht, damit Feinde zu Freunden werden und so Streit in Versöhnung übergeht. Ein Wortkünstler also, der kleine Wunder zu vollbringen vermag – bis die Königin von Mäusopotamien ihm ihre Sorge über den Krieg gegen die Eckigen Legomanen klagt. Just jetzt will aber Kalim Baba kein Licht mehr aufgehen. In Begleitung von Madamm Wollek begibt sich der Junge auf eine lange Reise zum Kalimlarium, dem Weltwortschatz, in der Hoffnung, dort die fehlenden Worte zu finden.
> Eine kleine Ode an die Macht der Wörter, welche die Autorin in ihren Texten geistreich und verspielt inszeniert. Leider verrät sie uns nicht, welche Exemplare Kalim Baba im Wortuniversum findet, um den Konflikt zu lösen. Zu gerne würde man gerade dies erfahren. Diese Lücke bietet dafür die Möglichkeit, mit Kindern zusammen Wörter der Versöhnung zu suchen, damit sie die Kraft der Wörterwunderlampe entdecken können. Marcella Danelli

Titel: Wolkenweich und Kaffeekanne
Kollation: Geb., farb. illustr., 49 S.
Verlag, Jahr: Picus, 2014
ISBN: 978-3-85452-178-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familie, Krieg
Alter: ab 7
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 03.02.2015
Wolkenweich und Kaffeekanne
Die 9-jährige Rolla spürt, dass ihre Grosseltern traurig sind. Sie mussten ihre Heimat wegen des Krieges verlassen. Am neuen Ort fühlen sie sich nicht heimisch. Ihre Schneiderei läuft nicht gut, und um an Geld zu kommen, erwägen sie, ihre kostbare Kaffeekanne zu verkaufen. Da beginnt die Enkelin nach den vergangenen Zeiten zu fragen. Der Grossvater erzählt und lebt dabei auf. Das bringt die Kleine auf eine Idee: Sie will mit ihrem Schulfreund dafür sorgen, dass die Kaffeekanne nicht verkauft werden muss.
> Nicht der Krieg steht hier im Mittelpunkt, sondern die Lebensfreude und Rollas Optimismus. In kurzen Kapiteln und Sätzen erfahren die Lesenden von den Schwierigkeiten der Grosseltern, sich in einer anderen Kultur zurechtzufinden. Der Text wird in vielen farbenfrohen Illustrationen genau umgesetzt. Die Lektüre eignet sich als Einstieg, um über das Leben in der Fremde zu diskutieren. Monika Aeschlimann

Titel: Soraya entdeckt das Meer
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Picus, 2009
ISBN: 978-3-85452-148-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Abenteuer
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.05.2013
Soraya entdeckt das Meer
Eines Nachts beschleicht das junge Kamel Soraya ein eigenartiges Gefühl: Es ist nicht der Hunger, sondern Langeweile, wie sich bald herausstellt. Für Soraya läuft bei den alten Kamelen zu wenig: den ganzen Tag in der Wüste umhertrampeln und arbeiten, das ist doch kein Leben! So verlässt sie tags darauf die Ihren und begibt sich auf Abenteuersuche. Nach mehreren Tagen erreicht Soraya das grosse schreckliche Ungeheuer, vor dem sie die anderen Kamele gewarnt haben: das Meer.
> Der Stil des Bilderbuches ist dem Inhalt entsprechend arabisch angehaucht. Die Bilder sind mit starken Farben collagenartig aufgebaut. Jede Doppelseite lädt zu genauerem Hinschauen und Entdecken ein. Bild und Text passen sehr gut zusammen und ergeben eine schöne Einheit. Der Text enthält einige arabische Wörter, die fett gedruckt sind und im Text erklärt werden. Ein Bilderbuch für Gross und Klein, für Weltenbummler und Entdecker! Annina Otth