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Anzahl Resultate: 3
Titel: Schlägerherz
Kollation: Geb., s.w. illustr., 116 S.
Verlag, Jahr: Tulipan, 2019
ISBN: 978-3-86429-440-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Behinderung, Familie
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 03.10.2019
Schlägerherz
Seit Kays Vater arbeitslos ist, ist es zuhause sehr schwierig. Kay ist voller Wut und macht deshalb immer wieder Sachen, die er eigentlich gar nicht will. Früher war das anders: Da schrieb Kay gute Noten und hatte einen richtig guten Freund. Nun haben sich die Lehrer schon daran gewöhnt, dass Kay nicht mehr mitmacht. Nachdem er ein kleineres Mädchen verprügelt hat, droht ihm sogar ein Schulverweis. Nur Frau Holler glaubt noch an ihn und handelt eine letzte Chance für ihn aus: Er wird Gretas Buddy. Greta ist neu an der Schule und hat das Down-Syndrom.
> Eindrücklich schildert Jutta Nymphius Kays schwierige Situation und seine Entwicklung durch die Aufgabe, Greta zu helfen. Sie schafft es, mit klarer Sprache eine spannende und berührende Geschichte zu erzählen. Der Alkoholismus des Vaters und Gretas Behinderung werden nicht direkt benannt, aber immer wieder angedeutet und beschrieben. Die schwarz-weissen Illustrationen passen sehr gut zum Text. Trotz schwierigen Themen ein herzerwärmendes Buch. Karin Böjte

Titel: Master of Desaster – Chaos ist mein zweiter Name
Kollation: Geb., s.w. illustr., 231 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2018
ISBN: 978-3-407-82355-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Konflikte, Schule
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 14.12.2018
Master of Desaster – Chaos ist mein zweiter Name
Was macht man, wenn man wie der 10-jährige Quentin auf gar keinen Fall weiter mit „Schlumpfine“, eigentlich Stella, in die gleiche Schule oder gar in die gleiche Klasse gehen will? Quentin versucht es mit lustigen und bösartigen Streichen oder mit gegenseitigen Abmachungen, die Stella jedoch nicht einhält. Meist misslingen Schabernack und Tricks. Damit Stella aus seinem Leben verschwindet, setzt Quentin viel ein: sein Taschengeld, seine Ferien und seine Familie. Aber immer wieder muss er feststellen, dass Stella ihn und seine Pläne durchschaut und er sie einfach nicht loswerden kann.
> Stephan Knösel lässt Quentin mit viel sprachlichem Witz und unterschiedlichen literarischen Mitteln seine Geschichte von all den wiederholten, gegen ihn gerichteten Ungerechtigkeiten erzählen. Auch wenn die Situationen realitätsnah und amüsant geschildert werden, sind einzelne Tricks und Ideen, mit denen Quentin seine „Erzfeindin“ aus seinem Leben verbannen will, überzogen bis unglaubhaft. Mechthild Bauer

Titel: Salon Salami
Kollation: Geb., s.w. illustr., 158 S.
Verlag, Jahr: Dressler, 2017
ISBN: 978-3-7915-0047-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familienprobleme
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 29.04.2017
Salon Salami Einer ist immer besonders
Mama ist auf Hawaii im Urlaub und Hani auf Klassenfahrt … Stimmt nicht! Richtig ist: Hanis Mutter sitzt im Gefängnis und Hani überfällt eine Bank. Doch sie wandert nicht, wie erhofft, hinter Gitter zu Mama, sondern zu Mira vom Sozialdienst. Diese bringt sie vorerst wieder nach Hause zu ihrem Vater in den Coiffeursalon, ihrem Bruder, der Schwierigkeiten in der Kita hat, und dem gebieterischen Onkel Ibo, der dauernd irgendwelche Leute empfängt. Doch Hani ist wachsam und mit Mira im Hintergrund wird alles gut.
> Als sympathische Identifikationsfigur erzählt die 11-jährige Hani selber von ihrem Leben, das sich fast ausschliesslich im „Salon Salami“ abspielt. Sie beginnt mit einer Rückblende, wechselt dann zur Gegenwart, die ab und zu wieder von Erinnerungen unterbrochen ist. Hübsche Vignetten zu Beginn und am Schluss der Kapitel lockern die anspruchsvolle, spannende Entwicklungsgeschichte auf. Nur beiläufig wird einem bewusst, dass sie in einem Milieu mit Migrationshintergrund spielt. Katharina Siegenthaler