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Anzahl Resultate: 2
Titel: Comedy Queen
Kollation: A. d. Schwed., geb., 246 S.
Verlag, Jahr: Urachhaus, 2020
ISBN: 978-3-8251-5189-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Lustiges, Trauer
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.05.2020
Comedy Queen
Schwer depressiv nahm sich Sashas Mutter das Leben. Die Zwölfjährige steht seither unter Schock und hat das Gefühl, dass sie nicht traurig sein darf. Sie denkt nämlich, dass ihre Mutter an Traurigkeit gestorben ist. Aus diesem Grund erstellt Sasha eine Liste mit sieben Aufgaben, um nicht so zu werden wie ihre Mutter. Beim ersten Punkt hilft ihr ihre Freundin Marta: Sashas Haare werden kurz abgeschnitten. Ein weiteres Ziel – Comedy Queen zu werden – ist schon viel schwieriger zu erreichen. Bei ihrem ersten Auftritt vor der Schulklasse hat Sasha schon mal gar keinen Erfolg.
> Der Selbstmord der Mutter oder des Vaters ist für ein Kind ein schreckliches Trauma. Vielfach fühlt es sich grundlos schuldig, weil es die Tat nicht verhindern konnte. Trotz des schwierigen Themas ist die einfühlsame Geschichte wunderbar witzig; dabei wirken auch die Gefühle der Protagonistin echt. Die Autorin, die auch als Psychologin arbeitet, meistert den Spagat zwischen Kummer und Humor mit Bravour. Rita Racheter

Titel: Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich
Kollation: A. d. Schwed., Broschur, 285 S.
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2014
ISBN: 978-3-446-24506-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Entwicklung, Krankheit
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
kontrovers
Rezension publiziert: 03.03.2014
Der Schmerz, die Zukunft, meine Irrtümer und ich
„Das Blut spritzte. Es war Viertel vor eins, (…) und ich hatte mir soeben mit einer elektrischen Stichsäge die äusserste Spitze meines linken Daumens abgesägt.“ Zuerst ist da nur der Schmerz, dann die Wut und schliesslich kommen all die Fragen, welche die siebzehnjährige Maja im Kopf hat. Wird sie wohl wie ihre Mutter, die am Asperger-Syndrom leidet? Oder gibt es andere Gründe, die sie in ihre tiefgreifende Identitätskrise gestürzt haben?
> In ihrem traurig-schönen Adoleszenzroman hat die schwedische Autorin mit viel Symbolik ein psychologisches Porträt entworfen, das zur Auseinandersetzung mit einer Sinnsuche zwingt. Dabei entwickelt sie realistische Bilder von Blut und Schmerz, die für sensible Menschen wohl nur schwer zu ertragen sind. Braucht es für jugendliche Leserinnen und Leser so starke Eindrücke, um die Bedeutung des Erzählten zu begreifen? Die Beantwortung dieser Frage sei ihnen selbst überlassen. Ein nicht alltäglicher Roman, stimmig und schonungslos – kontrovers eben! Béatrice Wälti-Fivaz