Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 11
Titel: Als wir einmal Waisenkinder waren
Reihe: Tulipan Kleiner Roman
Kollation: Geb., farb. illustr., 58 S.
Verlag, Jahr: Tulipan, 2018
ISBN: 978-3-86429-345-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Angst, Geschwister
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 27.06.2019
Als wir einmal Waisenkinder waren
Die Schwestern Liv, Carlotta und Stine verbringen die Sommerferien wie jedes Jahr auf dem Land. Als ihre Eltern zu einer Wanderung ins Teufelsmoor aufbrechen, haben die drei keine Lust, sie zu begleiten. Anfangs unterhalten sich die Mädchen in der Ferienwohnung und auf dem nahen Bauernhof bestens. Doch bald befürchten die zwei jüngeren, den Eltern könnte im Teufelsmoor etwas zugestossen sein. Auch Stine, die älteste, lässt sich von dieser Angst anstecken. Was wird aus ihnen, wenn sie als Waisenkinder weiterleben müssen?
> Aus Sicht der kleinen Liv wird die beängstigende Vorstellung, ohne Eltern aufwachsen zu müssen, anschaulich geschildert. Die rasch wachsende Verzweiflung der Kinder wirkt glaubhaft, ihre gemeinsamen Überlebenspläne sind rührend. Gross ist die Erleichterung – auch bei den Lesenden –, als die Eltern unversehrt auftauchen. Ein empfehlenswerter, witzig illustrierter "kleiner Roman", der die vom Verlag angegebene Altersgruppe (ab 7 J.) sprachlich allerdings etwas überfordern könnte. Doris Lanz

Titel: Meine Mutter, die Fee
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Tulipan, 2018
ISBN: 978-3-86429-369-6
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Psychologisches
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 31.10.2018
Meine Mutter, die Fee
Deine Mutter ist verrückt, höhnen ihre Klassenkameraden. Nein, widerspricht Fridi. Merkwürdig vielleicht. Fridi liebt es, wenn ihre Mutter ihr ein Bild ihres geliebten Malers Munch zeigt, ihr ein trauriges Gedicht von Mörike vorliest oder auf der Querflöte spielt. Nur dass die Mutter dabei noch im Nachthemd ist, wundert sie. Doch Mama sitzt auch gerne die halbe Nacht im Sessel und schaut in die Dunkelheit. Aber verrückt, nein, das ist ihre Mama sicher nicht. Dann häufen sich jedoch die Auffälligkeiten, vor denen auch Fridi Herz und Augen nicht verschliessen kann.
> Das dezimierte Farbspiel spiegelt die sensibel erzählte Geschichte in zarten rosa und türkisfarbenen Tönen wider. Hoffnung schenkt der Vater seiner Tochter, indem er ihr zu verstehen gibt, Mama sei eine Fee, die bald ins Feenreich zurückgehen muss. Die Flügel sind zart in Strichmustern angedeutet. Seelische Erkrankungen können Kindern mit Hilfe dieser allgemein gehaltenen Erzählung altersgerecht erklärt werden. Christina Weirich

Titel: Woher ich meine Sommersprossen habe
Kollation: Geb., 175 S.
Verlag, Jahr: Thienemann, 2017
ISBN: 978-3-522-18483-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Eltern, Familie
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.01.2018
Woher ich meine Sommersprossen habe
Lisses Vater ist tödlich verunfallt. Sie hat ihn weder gekannt noch vermisst. Doch jetzt, mit Sack und Pack und Zelt, erlebt sie mit ihrer Mutter eine abenteuerliche Woche: Die Spurensuche führt an Orte des Glücks und des Schmerzes bis hin zu den unbekannten Grosseltern, die auch nichts von einer Enkelin ahnen konnten.
> Lisse erzählt mal munter-keck, mal einfühl- und behutsam. Beim Lesen wächst das Interesse sowohl an der Person ihres Vaters wie auch für sie selbst. Es braucht Geduld und Zeit, bis die drängenden Fragen geklärt sind. Wie und warum die Beziehung der Eltern endete, bleibt spannend bis zuletzt. Das Buch macht gut nachvollziehbar, wie Menschen von Personen und Umständen geprägt werden und welche Auswirkungen ein einzelner Entscheid haben kann. Eveline Schindler

Titel: Mein Leben mal eben
Kollation: Broschur, 243 S.
Verlag, Jahr: Coppenrath, 2017
ISBN: 978-3-649-66990-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Anderssein, Pubertät
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.09.2017
Mein Leben mal eben
«Haben Sie heute schon geschrien? Wenn Sie noch keine Gelegenheit hatten: Lesen Sie die Memoiren der Anouk Vogelsang.» Die 13-Jährige will nur eins: Endlich NORMAL sein. Die Tatsache, dass sie zwei Mütter hat, macht die Sache nicht einfacher. Sie will moderne Klamotten tragen, Freundinnen haben und bei deren Gesprächen mithalten können. Doch das Unnormal-Gen scheint ihr dies unmöglich zu machen. Aus schierer Verzweiflung beginnt sie ihre Memoiren zu schreiben.
> Das Buch gibt Einblick in die Gefühlswelt eines Teenies, dessen Leben nicht so verläuft, wie es «normal» ist. Welches unnormale Gen Anouk besitzt, erfährt der Leser nie. Umso mehr nimmt er teil an ihrer Zerrissenheit und am Kampf, dazuzugehören. Neben den Tagebucheinträgen gliedern Wortspielereien und kleine Unterkapitel den Roman. Dank der Teenie-Sprache sind die Einträge authentisch, zu Beginn jedoch anspruchsvoll zu lesen. Das unvorhersehbar erfreuliche Ende begleitet den Leser auch noch nach Beendigung der Lektüre weiter. Annina Otth

Titel: Meine Omi, die Wörter und ich
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Tulipan, 2017
ISBN: 978-3-86429-299-6
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Grosseltern, Sprache
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.07.2017
Meine Omi, die Wörter und ich
Omi hat nicht viele Sachen, dafür viele, viele Wörter: laute und wilde, leise und schüchterne, eigensinnige und eklige; Wörter fürs Traurigsein, für die Angst und solche zum Hoffen. Der kleine Junge sammelt alle Wörter, lässt sie in seine Träume schlüpfen und holt sich jeden Tag Nachschub. Als Omi immer stiller wird, bringt der Enkel ihr neue Wörter bei: Speicherkarte, Manga-Magazin, Konsolenspiel. Aber die Wörter bleiben nicht bei Omi. Im Sterbebett gibt Omi ihrem Enkel ein letztes Wort in die Hand.
> Eine berührende Geschichte um Sprache, Liebe und das Loslassen. Blau, Rot und Orange sind die vorherrschenden Farben in Wort und Bild. All die vielfältigen Wörter bilden für den Jungen eine fantastische, endlose Wunderwelt. Während der Enkel zu Beginn noch keine Wörter hat und stetig neue dazulernt, ist es am Ende die Oma, die all ihre Wörter verliert. Der originelle Name des Jungen sei hier nicht verraten. Dieses Buch ist eine (Wort-)Schatzkiste für Liebhaber von Sprachspielereien. Madeleine Steiner

Titel: Kilian und der unglaublich-sagenhafte-es-gibt-den-Weihnachtsmann-Beweis
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Arena, 2011
ISBN: 978-3-401-09749-7
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Weihnachten
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Kilian und der unglaublich-sagenhafte-es-gibt-den-Weihnachtsmann-Beweis
Kilian ist wütend. Pia hat im Kindergarten herumerzählt, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gebe. Kilian will deshalb gar nicht mehr nach Hause, denn dort ist alles voller Weihnachtsbasteleien. Und das ist echt Babykram! Stattdessen klingelt er bei der garantiert weihnachtsfreien „Weh-Geh“ im 3. Stock. Doch was ist denn das? Die drei WG-Bewohner backen gerade Weihnachtskekse und wollen Kilian beweisen, dass es den Weihnachtsmann tatsächlich gibt.
> Leider ist der Weihnachtsmann-Beweis alles andere als unglaublich und sagenhaft, wie der Bilderbuch-Titel weismachen will. Er ist im Gegenteil handfest technisch: Schneemobil, Flugzeug und sogar Internet werden bemüht. Die Sprache ist mit vielen für Schweizer Vorschulkinder unverständlichen Wörtern gespickt und wirkt aufgesetzt. Einzig die detailreichen Bilder in klaren Strichen und leuchtenden Farben vermögen zu überzeugen. Witzig sind auch die comicartigen Seiten. Sandra Laufer

Titel: Hundeglück muss man haben
Kollation: Broschur, s.w. illustr., 148 S., Neuausgabe
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2015
ISBN: 978-3-407-74530-9
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.06.2015
Hundeglück muss man haben
Janne ist inzwischen 10 und immer noch in Hunde vernarrt. Im Tierheim betreut sie regelmässig vernachlässigte Tiere zusammen mit ihrem Freund Leander. Da soll ausgerechnet ihr Liebling bei einer Familie platziert werden. Ganz verzweifelt sucht Janne nach einer Lösung, wie sie am Leben des Hündchens weiterhin Anteil haben könnte. Ohne ihr Wissen wird sie dabei von Familie und Freunden unterstützt.
> In diesem dritten Band ergibt sich für Janne endlich eine Lösung, wie sie einen Hund betreuen kann, ohne ihn zu besitzen. In 18 kurzen, gut lesbaren Kapiteln, jeweils mit einer Illustration versehen, wird die turbulente Geschichte erzählt. Die Sprache ist einfach und mit lustigen Wortkreationen durchsetzt. Geübte Erstleser können das Büchlein selber lesen. Monika Fuhrer

Titel: Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel
Kollation: Geb., s.w. illustr., 303 S.
Verlag, Jahr: mixtvision, 2014
ISBN: 978-3-944572-03-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Heiteres
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.03.2015
Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel
Der braucht doch bloss "einen Lesesklaven für sein blödes, pupiges, langweiliges Rumgeschreibsel", versucht sich der quirlige Wenzel zu wehren. Seine Eltern wollen ihn zum schriftstellerisch tätigen Onkel in die Ferien schicken. Was soll er dort, er, der keine Bücher liest? Doch kaum ist Wenzel beim Onkel angekommen, geschieht etwas Unglaubliches.
> In diesem temporeichen Familienroman ist ganz viel los. Mit einem raffinierten Spiel zwischen Begebenheiten des Alltags und einer bunten Abenteuerwelt voll märchenhafter Figuren zieht die Autorin die Lesenden von Beginn weg in einen wirren Strudel. Das "klitzekleine-bisschen-eigentümliche" Chaos lebt von lustigen, sprachspielerischen Elementen und Wortschöpfungen (geschnitzfoltert, Zuppler), welche Gross und Klein begeistern dürften. Mit Logik darf man dieses Buch trotz der typografisch unterschiedlich gestalteten Abschnitte nicht angehen. Gefragt ist eher Fantasie. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Wie ein Splitter im Mosaik
Kollation: Geb., 263 S.
Verlag, Jahr: Gabriel, 2012
ISBN: 978-3-522-30294-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familie, Liebe
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 13.02.2013
Wie ein Splitter im Mosaik
Der Alltag der 15-jährigen Lioba ist ein ständiges Chaos. Sie lebt mit ihrer Mutter, einer vielbeschäftigten Ausstellungsmacherin, und ihrer jüngeren Schwester zusammen. Die Oma wohnt in unmittelbarer Nähe. Früher hat sie der Familie geholfen, doch nun braucht sie selber Betreuung. Hie und da taucht der Vater auf, der schon lange von zu Hause ausgezogen ist. Diese Begegnungen arten meist in Tumulte aus. Energie tankt Lioba beim Orgelspiel. Doch nun hat sie sich verliebt und findet sich in ihrer Gefühlswelt nicht mehr zurecht. Was vorher noch richtig war, gilt jetzt überhaupt nicht mehr. In Gesprächen mit Vater, Mutter und Freunden lernt sie mit der neuen Gemütslage umgehen.
> In sorgfältiger Sprache werden die ambivalenten Stimmungen und das Gefühlschaos des pubertierenden Mädchens ausführlich beschrieben. Dass die Geschichte nicht chronologisch erzählt wird, passt vielleicht dazu, macht es aber nicht immer leicht, der Handlung zu folgen. Monika Aeschlimann

Titel: Die Furchtlosen Fürchterlinge
Reihe: Der Bücherbär - Wir lesen zusammen
Kollation: Geb., farb. illustr., 57 S.
Verlag, Jahr: Arena, 2012
ISBN: 978-3-401-09886-9
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.12.2012
Die Furchtlosen Fürchterlinge Mit Leserätsel und Suchbild
Lovis ist sehr enttäuscht über seinen besten Freund Fabi. Der interessiert sich plötzlich nur noch für Josch. Dazu kommt noch, dass Merle, ein merkwürdiges Mädchen, seine Freundschaft sucht. Wie soll das nur am Wandertag werden? Als die vier Kinder auf dem Schulausflug ihre Klasse aus den Augen verlieren, müssen sie zusammenhalten. Sie gründen die Bande der „Furchtlosen Fürchterlinge" und bestehen das Abenteuer gemeinsam.
> Um Leseanfänger anzuspornen, sind einige Textpassagen in extra grosser Schrift gedruckt, dazwischen kommen grössere Abschnitte in normaler Schriftgrösse zum Vorlesen für Eltern und Erziehende. Lustige, comicartige Illustrationen umrahmen den Text, und jedes Kapitel endet mit Fragen zum Inhalt. Die Auflösungen dazu sowie eine Bilderfolge zum Nacherzählen der Geschichte finden sich auf den letzten Seiten. Leider erschweren einige nur in Deutschland gebräuchliche Ausdrücke wie „rummosern“ oder „friemeln“ das Verständnis für Schweizer Kinder. Esther Marthaler

Titel: Biete Bruder! Suche Hund!
Kollation: Broschur, s.w. illustr., 138 S., Neuauflage
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2012
ISBN: 978-3-407-74353-4
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 31.10.2012
Biete Bruder! Suche Hund!
„Das Einzige, was ich jemals bekommen hab, ist dieser lästige kleine Bruder. Und auf den hätte ich auch gut verzichten können.“ Janne (9) hätte nämlich viel lieber einen Hund. Da bietet sich ihr die Gelegenheit, sich für ein paar Tage als Hundesitterin zu bewähren. Und gerade dabei hilft ihr der Bruder ganz unerwartet, trotz seiner Hundephobie. Die Tage sind geprägt vom Glück, einen Hund zu haben, der Aufregung, als er verloren geht und der Erleichterung, als er gesund der Besitzerin zurückgegeben werden kann.
> In kurzen Kapiteln, jeweils mit einer Zeichnung illustriert, wird die turbulente Geschichte erzählt. Janne entwickelt Verantwortungsbewusstsein ihrem Bruder wie auch dem Hund gegenüber und hat ein schlechtes Gewissen, weil sie die ganze Aktion vor ihren Eltern geheimhalten muss. Tierliebende Erstleser können das Büchlein leicht selber lesen oder es den jüngeren Geschwistern vorlesen. Monika Fuhrer