Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 6
Titel: Haus ohne Spiegel
Kollation: A. d. Schwed., geb., s.w. illustr., 137 S.
Verlag, Jahr: Fischer Sauerländer, 2019
ISBN: 978-3-7373-5464-6
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 27.09.2019
Haus ohne Spiegel
Thomasine lebt mit ihrem Papa im riesigen, alten Haus ihrer Urgrosstante. Der Vater, seit dem Tod von Thomasines Bruder in sich selbst gekehrt, kümmert sich um die im Sterben liegende Frau. Im Haus wohnen zeitweilig auch Papas vorwiegend am Erbe interessierte Geschwister und deren Kinder. Beim Versteckspiel entdeckt Thomasines kleine Cousine einen Wandschrank voller Spiegel und trifft auf ein geheimnisvolles Mädchen. Es ist eine Begegnung, die das Leben aller Beteiligten grundlegend verändert.
> Familienkonflikte, Trauerarbeit, Identitätssuche, ein unheimlicher Schauplatz, mystische Vorkommnisse, eine spiegelverkehrte Parallelwelt – gar vieles hat der Autor in dieses Buch verpackt. Die Verbindung von Realität und Fantasie gelingt dabei nur bedingt. Manches wirkt konstruiert und einige übernatürliche Geschehnisse lassen einen etwas ratlos zurück. So vermag das aus der Ich-Perspektive erzählte Buch mit seiner düsteren Grundstimmung zwar teilweise zu fesseln, aber nicht restlos zu überzeugen. Doris Lanz

Titel: Einmal Pech und elfmal Glück
Kollation: A. d. Amerikan., geb., s.w. illustr., 352 S.
Verlag, Jahr: Loewe, 2019
ISBN: 978-3-7432-0160-6
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 04.03.2019
Einmal Pech und elfmal Glück
Sami und sein Grossvater sind aus Afghanistan nach Boston in die USA geflüchtet. Hier versuchen sie, sich an ein neues Land und an eine fremde Kultur zu gewöhnen. Der wertvollste Besitz, den die beiden aus ihrer alten Heimat mitgebracht haben, ist eine Rubab, ein traditionelles afghanisches Instrument. Eines Tages wird die Rubab gestohlen. Sami findet sie in einem Musikladen wieder. Für 700 Dollar könnte er sie zurückkaufen. Aber wie soll das gelingen, wenn er keinen einzigen Penny besitzt?
> Alyssa Hollingsworth hat sich in ihrem Debütroman gut in die innere Welt eines 12-Jährigen hineinversetzt. Einfühlsam erzählt sie von der Kultur der Paschtunen und von Samis Erfahrungen mit dem Krieg, mit Flucht und Exil. Es geht im Roman aber nicht nur um den Umgang mit einem Trauma, sondern auch um eine gelungene Integration und um Freundschaften. Sie sind wichtig, denn nur mit Hilfe seiner neuen Freunde kann Sami mit Tauschgeschäften Geld für den Kauf der Rubab sammeln. Authentisch und echt. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Caspar und der Meister des Vergessens
Kollation: Geb., s.w. illustr., 285 S.
Verlag, Jahr: Oetinger, 2016
ISBN: 978-3-7891-0426-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.01.2017
Caspar und der Meister des Vergessens
„Alle 50 Jahr soll das jüngste Kind dem Meister gehören auf ewig. Und es soll von seiner Familie vergessen sein, als wäre es nie geboren.“ Als Caspars kleiner Bruder Till eines Tages verschwindet, folgt er ihm bis nach Memoria. Doch der Meister verwandelt auch Caspar in eine seiner Marionetten und kettet ihn an einen Faden. Es beginnt ein Kampf gegen das Vergessen.
> An den Klassiker Krabat erinnernd, gelingt auch hier eine Geschichte, die den Leser gefangen nimmt. Die Charaktere sind kraftvoll und lebendig gezeichnet, die Identifikation mit ihnen erfolgt rasch. Tiefgang erhält die Geschichte durch die klugen Metaphern und starken Bilder, wie das vom Marionettenspieler oder von der Metamorphose des Meisters am Beispiel der Raupe. Die Autorin krönt ihren Plot durch eine kluge Quintessenz: Unser Leben formt uns durch unsere Erlebnisse. Erinnerungen machen uns zu dem, der wir sind. Ohne sie sind wir nur ein leerer Kokon. Starker Roman über Freundschaft und Mut und die Kraft der Erinnerungen. Christina Weirich

Titel: Wie man Gespenster verjagt
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2015
ISBN: 978-3-551-51808-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Gespenster, Angst
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.08.2015
Wie man Gespenster verjagt
Abends, wenn der kleine Finn im dunklen Zimmer im Bett liegt und rundherum alles ganz still ist, überkommt ihn plötzlich so ein Grausen. Er beginnt zu zittern und das Herz pocht wie wild, denn er glaubt, ein Gespenst sei dicht neben ihm. Doch anstatt zu schreien, zu weinen oder aus dem Zimmer zu fliehen, beschliesst er, sich seiner Angst zu stellen. Mutig liest er im Lampenschein in einem Buch das Gedicht gegen die Angst – und tatsächlich verwandelt sich das gefürchtete Gespenst in ein harmloses Kuscheltier.
> Ob es dem Autor gelingt, Kindern mit diesem in Versen geschriebenen Buch-im-Buch die Angst vor Gespenstern zu nehmen, sei dahingestellt. Die Botschaft, wie wichtig es ist, sich seiner Angst zu stellen und Mittel und Wege zu finden, wie man sie überwinden kann, ist jedoch sicher lobenswert. Die lebendigen, in comic-ähnlicher Abfolge gemalten Bilder machen die Geschichte auch ohne den Text klar verständlich. Ein einprägsamer Vierzeiler steht zum Einüben auf der Buchrückseite. Ruth Fahm

Titel: Himmelhochhoppla
Kollation: Broschur, s.w. illustr., 156 S.
Verlag, Jahr: Carlsen, 2014
ISBN: 978-3-551-31371-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Weihnachten, Vorlesen
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.11.2014
Himmelhochhoppla Zehn ziemlich weihnachtliche Geschichten
Ob in der Kirche ein echtes Krippenspiel aufgeführt wird, sich der Weihnachtsmann den Rücken verknackst oder die Lehrerin Frau Mecker zur Frau Lecker wird; ob man mit Dänen in Schweden Weihnachten feiert, die Ritter Gunter, Gernot und Gieselher die Erfinder des Weihnachtsbaums sind und Piraten trotz Weihnacht nicht zu Landratten werden; ob sich Weihnachten in Argentinien gut anfühlt oder eine Runde Skat im "Rostigen Posthorn" die Rettung für das Weihnachtskonzert ist: An Weihnachten ist die Welt wieder in Ordnung, und man kann getrost feiern.
> Hier liegen zehn humorvolle Geschichten vor, die an unterschiedlichen Orten spielen, jedoch immer zur Weihnachtszeit. Die verschieden angelegten Szenarien ziehen bestimmt eine beträchtliche Anzahl Zuhörerinnen und Zuhörer in Bann, denn so ist für alle etwas dabei. Ein ideales Vorlesebuch mit einfacher, gepflegter Sprache und hübschen Schwarzweissbildern. Katharina Siegenthaler

Titel: Weihnachtsgeschichten
Reihe: Lesepiraten 4. Stufe
Kollation: Geb., farb. illustr., 56 S.
Verlag, Jahr: Loewe, 2012
ISBN: 978-3-7855-7008-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Weihnachten
Alter: ab 7
Bewertung:
1 von 4 Büchern
Rezension publiziert: 11.02.2013
Weihnachtsgeschichten
Ein Engel hat genug von "Weihnachtsliedern und Glöckchenklingeln", er reisst das Himmelszelt auf und spielt Luftgitarre. Ein Hund sieht im Weihnachtsmann einen Dieb und beisst ihn ins Bein. Das Plätzchenbacken für Mama endet als Chaos in der Küche. Und die Maus fällt in einen Schuhkarton, Katjas Weihnachtsgeschenk, und träumt dort von Käse. Vier Beispiele von acht völlig verschiedenen, unabhängig zu lesenden Geschichten.
> Der Text ist lesefreundlich gestaltet und mit farbigen Bildern aufgelockert. Leider wirken die abgebildeten Figuren etwas altmodisch. Zudem ist ihre Ausstrahlung überzeichnet: Wenn die Maus am Weihnachstabend aus dem Schuhkarton auftaucht, sind alle Anwesenden schockiert und die Grossmutter fällt in Ohnmacht. Auch inhaltlich vermögen die Geschichten nicht zu überzeugen. Die allzu gesuchten Motive (ewa der Engel, der Luftgitarre spielt) wecken keine weihnächlichen Vorfreude und bleiben oberflächlich. Auch für Erstlesende gibt es bessere Bücher. Katharina Siegenthaler