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Anzahl Resultate: 4
Titel: Helsin Apelsin und der Spinner
Kollation: Geb., s.w. illustr., 205 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2020
ISBN: 978-3-407-75554-4
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familienalltag, Schule
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.05.2020
Helsin Apelsin und der Spinner
"Helsin ist ein überdurchschnittlich fröhliches Mädchen", sagt Papa und das stimmt auch, meistens. Doch hie und da hat die Zweitklässlerin einen Spinner, und zwar immer dann, wenn sie etwas masslos ärgert. Wie an dem Tag, als Louis neu in die Klasse kommt und sich über ihren Namen lustig macht. "Helsin – Apelsin" nennt er sie. Da kocht die Wut in Helsin hoch und in der nächsten Sekunde kracht die Faust voll auf Louis' Nase ...
> Stefanie Höfler erzählt in ihrem stilsicher geschriebenen ersten Kinderroman von Alltagskindern, die keine Helden sind, sondern oft mit einer inneren Zerrissenheit kämpfen. Dabei nimmt die Autorin ihre differenziert gezeichneten Figuren und deren Gefühle sehr ernst. Jeder Kapitelanfang zeigt eine lustige Schwarz-Weiss-Skizze von Anke Kuhl und greift mit dem Titel auf den Inhalt der folgenden Passage vor. Ein einnehmender Kinderroman mit Tiefgang zum Vor- oder Selberlesen, der von kindlichen Übertretungen, von Freundschaft, Eifersucht und vom Verzeihen handelt. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Der grosse schwarze Vogel
Kollation: Geb., 181 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2018
ISBN: 978-3-407-75433-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familie, Trauer
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 14.10.2018
Der grosse schwarze Vogel
Ben fühlt sich plötzlich allein, anders, alienmässig – obwohl er mittendrin ist, in der überfüllten Küche seines besten Freundes. Seine Mutter ist gestorben. Vermutlich Herzstillstand. Sein Pa spricht seit Tagen nicht mehr mit ihm und seinem jüngeren Bruder Krümel und Tante Gerda bemüht sich kochend und staubsaugend um Normalität. Doch was ist normal? Dass er nur völlig Unbekannten davon erzählt? Dass er nachts heimlich mit Krümel ihren Sarg bunt bemalt? Dass seine Ma es liebte, auf Bäume zu klettern? Dass er Lina plötzlich hübsch findet?
> Der Tod eines Elternteils wird ungeschönt aufgegriffen. Ben erzählt auf drei Zeitebenen: das unmittelbare Geschehen, Flashbacks auf Erlebnisse mit der Mutter und Vorausblicke auf das neue, veränderte Leben ohne sie. Der einfache und präzise Schreibstil transportiert gekonnt die rohen Gefühle der Trauer und des Vermissens – und zeichnet kraftvolle Bilder des Lebens. Ein Buch über das Lachen im Weinen. Nathalie Fasel

Titel: Tanz der Tiefseequalle
Kollation: Broschur, 189 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg Gulliver, 2018
ISBN: 978-3-407-74889-8
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 31.08.2018
Tanz der Tiefseequalle
Niko ist schon daran gewöhnt, immer und überall aufzufallen und seine Mitmenschen zu abschätzigen Kommentaren zu verleiten. Seit seine Eltern ihn bei der Grossmutter abgegeben haben, hat sein Körperumfang enorm zugenommen. In dieser Hülle versteckt sich ein feinfühliger, witziger Teenager, der genau so leben möchte wie seine Kameraden. Dazu bekommt er die Chance, als er im Klassenlager Sera, die schöne Ägypterin, aus den Fängen des arroganten Marko befreit und kurzerhand mit ihr abhaut.
> Beliebt oder unbeliebt, zur Clique gehörend oder nicht: Das sind im Teenageralter entscheidende Fragen. Wer anders ist, der wird gemobbt und braucht Strategien oder gute Freunde, um sich im Klassenverband zu integrieren. Leider spielen die Lehrkräfte in dieser Geschichte keine rühmliche Rolle. Dafür gelingt es dem betroffenen Jugendlichen mit viel Durchhaltevermögen, sich in seiner Position zu behaupten. Ein Buch – abwechslungsweise aus der Perspektive von Niko und Sera geschrieben –, das Mut macht. Monika Fuhrer

Titel: Mein Sommer mit Mucks
Kollation: Geb., s.w. illustr., 138 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2015
ISBN: 978-3-407-74546-0
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.04.2015
Mein Sommer mit Mucks
„Der afrikanische Elefant ist ein Einzelgänger.“ Auch die zwölfjährige Zonja (mit Z!) ist eine Einzelgängerin. Ihre Sommerferien verbringt sie im Schwimmbad, beim Beobachten, Erstellen von Listen, Lesen und Nachdenken. Als eines Tages am Beckenrand ein Junge steht, etwa gleich alt wie sie, lang, dünn, blass und rotblond, ahnt sie noch nicht, wie nachhaltig diese Begegnung für sie beide sein wird. Mucks, ein eigenartiger Name für einen Jungen.
> Geschickt und unaufdringlich führt die Autorin durch die klug aufgebaute Geschichte über die zwei ungewöhnlichen Jugendlichen. Während Zonja in ihrer Familie gut aufgehoben ist, gibt Mucks, der eigentlich Fabian heisst, wenig von seiner Familie preis. Diesem Jugendlichen fehlen die Worte, um sein Problem, dem gewalttätigen Vater zu entkommen, auszudrücken. Mit Hilfe von Zonja und ihren Eltern überwindet er die eigene Scham und rettet damit ihre Freundschaft. Ein sehr berührendes Buch, dessen Cover Zwölfjährige leider nicht erreichen wird. Katharina Siegenthaler