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Anzahl Resultate: 6
Titel: Méto - Das Haus
Kollation: Reihe: Trilogie Méto 1. A. d. Französ., geb., 217 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2012
ISBN: 978-3-423-62514-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Mut, Gewalt
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.07.2016
Méto - Das Haus
Wer nicht pariert, wird hart bestraft: Méto (14) lebt in einem von der Umwelt abgeschlossenen Knabenheim. Er kennt weder seine Vergangenheit noch seine Zukunft. Eingeteilt bei den "Roten" gehört er zu den Ältesten und weiss, sobald sein Bett ihn nicht mehr trägt, wird er verschwinden wie alle seine Vorgänger. Aber wohin? Seine Nachforschungen bringen ihn in grosse Gefahr. Doch er ist nicht allein...
> Eine beklemmende Geschichte um Macht, Unterdrückung, Revolution und Freiheit. Durch den Umstand, dass Méto als Tutor einen „Neuen“ in die Gepflogenheiten des Heims einführt, taucht man leicht in die düstere Welt ein, aus der es für die Jungs offenbar kein Entrinnen gibt. Eindrücklich werden die Methoden der Machterhaltung beschrieben, aber auch die Schwierigkeit, sich davon zu befreien und mit der gewonnen Freiheit umzugehen. Eine Situation, die an die jüngsten Revolutionen in den arabischen Ländern erinnert - geeignet als Diskussionsgrundlage. Katharina Siegenthaler

Titel: Die Insel
Reihe: Méto 2
Kollation: A. d. Französ., geb., 206 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2012
ISBN: 978-3-423-62515-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Mut, Science-Fiction
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.12.2015
Die Insel
Méto und seine Freunde sind aus "dem Haus" geflohen, doch sicher sind sie nicht. Auf der Insel gefangen, kämpfen sie um ihren Platz in einem streng hierarchischen System arachaischer Clans, die ihnen misstrauen, sie teils gar tot sehen wollen – ein gewaltorientiertes Prinzip hat das andere abgelöst. "Manchmal bedeutet das Wissen um die Wahrheit, dass man am Leben bleibt, und manchmal ist es umgekehrt." Wo sich Freunde blindlings abwenden, offenbaren sich Feinde als Verbündete, und die Gemeinschaft derer, die weg wollen, gewinnt an Grösse und Macht.
> Rätselhaft und beklemmend zeigt sich der zweite Teil der Trilogie, für dessen Verständnis man den ersten kennen muss. Je mehr von den Gräueln "des Hauses" ans Licht kommen, desto dunkler verdichtet sich der Verdacht, dass am Grund der Geschichte eine perfide Wahrheit schockieren wird. Unberechenbar prescht der Autor dem dritten und letzten Teil der Trilogie entgegen und lässt am Ende dieses Bandes ein gefesselt fragendes Publikum zurück. Andrea Eichenberger

Titel: Nox – Anderswo
Reihe: Nox 2
Kollation: A. d. Französ., Broschur, 328 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2015
ISBN: 978-3-423-65017-5
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 26.11.2015
Nox – Anderswo
"Schlafen ist wie sterben. Sterben für einen Augenblick. – ... Mein geliebter Lucen ist nicht zurückgekehrt." Zum Tode verurteilt kämpft Lucen im verseuchten Wald um sein Leben und seine Freiheit, während Firmie der Geburt des gemeinsamen Kindes mit Angst entgegensieht. Werden sie und ihr Kind jemals zusammen sein? Ludmilla wird tiefer in die Machenschaften ihres Vaters hineingezogen, Gerges indes will seinen Freund hängen sehen.
> So richtig fesseln mögen einen die im Vorgänger gut aufgebauten Charaktere nicht. Grevets aussergewöhnliche Sprache wird zum Stolperstein und es gelingt ihm dieses Mal leider nicht, trotz – oder gerade wegen – seines eigenwilligen Stils Nähe zu seinen Protagonisten aufzubauen. Die Sicht einer Sache aus unterschiedlichen Perspektiven sorgt oft für Spannung, leider zeitweise auch für bemühende Wiederholungen. Thematisch bleibt sich Grevet ebenfalls treu und liefert trotz aller Kritik eine gute Geschichte, die zum Nachdenken anregt und überraschend endet. Andrea Eichenberger

Titel: Nox - Unten
Reihe: Nox 1
Kollation: A. d. Französ., Broschur, 318 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2015
ISBN: 978-3-423-65012-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Freundschaft
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 31.03.2015
Nox - Unten
NOX. Die Wolke aus Dreck, die Grenze zwischen den Welten. Zwischen oben und unten, Reich und Arm, Licht und Dunkelheit. Das No-Man's-Land zwischen Lucen, Gerges und Ludmilla. NOX bestimmt, wer du bist, wo du lebst, wie früh du sterben wirst. "Je weniger du den Mund öffnest, umso weniger lässt du den Tod hinein." Denn wer unterhalb von NOX atmet, atmet stetiges Sterben, und wer sich auflehnt, verschwindet spurlos aus der totalitären Gesellschaft, in der Hinterfragen nicht erwünscht ist. Sowohl für die reiche Ludmilla wie auch den armen Lucen bedeutet das Überwinden von NOX, sein Leben zu riskieren. Und natürlich lässt Grevet in seiner – nach der Erfolgstrilogie "Méto" – zweiten Dystopie seine Protagonisten genau das tun und stellt damit die Frage: Was passiert, wenn sich Jugendliche von ihrem durch Eltern und Gesellschaft vorgegebenen Weg abwenden und nicht nur nach Individualität streben, sondern nach einem sozialen Umbruch? In gewohnt nüchternem Ton malt der Autor ein düsteres Bild und lässt fernab von Sozialromantik Welten aufeinandertreffen. Dabei steht die Entwicklung der Figuren und deren Freundschaften im Zentrum dieses ersten Teils. "Kann man der Feind eines Menschen werden, den man geliebt und der einen nicht einmal verraten hat?", fragt sich Gerges schon früh in der Geschichte, während sich Schwarz und Weiss vermischen und uns die Figuren immer wieder Sympathien und Verständnis abringen, wo wir uns eigentlich abwenden möchten. Mit NOX saugt uns Grevet erneut in eine unheilvolle, durch und durch stimmige Welt ein, in der Heimlichkeit der Weg zum Ziel zu sein scheint. Aus drei Perspektiven blickend, treiben wir durch eine fantasievolle, grauenhafte und finstere Welt zwischen Endzeit und Steampunk und staunen nicht zum ersten Mal darüber, wie die stilistisch karge Sprache Unbehagen, Beklemmung und Schwermut vermittelt. Mit einem ebensolchen "Warum? Warum?" lässt uns Grevet zum Ende des Buches stehen und gespannt dem zweiten Teil dieses eindrücklichen Dramas entgegensehen. Andrea Eichenberger

Titel: Méto - Die Welt
Reihe: Méto 3
Kollation: A. d. Französ., geb., 327 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2013
ISBN: 978-3-423-62516-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy, Gesellschaft
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.06.2013
Méto - Die Welt
„Damals habe ich einfach nur die Augen geöffnet, obwohl man uns befohlen hatte, sie geschlossen zu halten.“ Métos Aufstand hatte begonnen. Inzwischen ist er zurück, ohne Verbündete, ohne Freunde. Auf einem schmaler Grat zwischen Vertrauen und Verrat. Doch Méto findet einen Weg aufs Festland. „Ich habe geglaubt, hinter dem Horizont warte eine bessere Welt. Anscheinend habe ich mich schwer getäuscht.“
> Der letzte Teil der grossartigen Trilogie überrascht mit einer völlig unerwarteten Auflösung, die zu denken gibt. Das etwas idealistische Ende kommt zwar allzu zügig, das Buch hat aber dennoch Klasse und überzeugt. Wenn auch nicht mehr ganz so nüchtern, besticht und beeindruckt der Autor Yves Grevet auch diesmal mit seinem trockenen Stil, der ohne grosse Ausführungen Beklemmung auslöst. Liberté, égalité, fraternité: Damit malt Grevet nach Dystopia nun den Weg zu Utopia. Um Méto wirklich zu verstehen, müssen Jugendliche allerdings zwei Jahre älter sein als nach offizieller Altersangabe. Andrea Eichenberger

Titel: Das Haus
Reihe: Méto 1
Kollation: CD. Lesung, ca. 231 Min., 3 CD
Verlag, Jahr: Der Audio Verlag, 2012
ISBN: 978-3-86231-184-2
Kategorie: Nonbook
Schlagwort: Mut, Gewalt
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 24.01.2013
Das Haus
Wer nicht pariert, wird hart bestraft: Méto (14) lebt in einem rigide geführten, von der Umwelt abgeschlossenen Knabenheim. Er kennt, wie alle anderen, weder seine Vergangenheit noch seine Zukunft. Eingeteilt bei den "Roten" gehört er zu den Ältesten und fürchtet sich vor dem Tag, an dem sein Bett ihn nicht mehr trägt. Er weiss, dann wird er wie alle anderen vor ihm verschwinden. Aber wohin? Seine vorsichtigen Nachforschungen bringen ihn in grosse Gefahr.
> Eine beklemmende Geschichte um Macht, Unterdrückung, Revolution und Freiheit. Nach erfolgreichem Aufstand der Gruppe um Méto droht die frisch gewonnene, zerbrechliche Freiheit neuer Gewalt zum Opfer zu fallen. Die Situation erinnert an die Ereignisse in den arabischen Ländern und ist als Diskussionsgrundlage sehr gut geeignet. Rainer Becker gelingt es auf unspektakuläre und doch sehr eindrückliche Art, die Zuhörer und Zuhörerinnen mit seiner Stimme in Bann zu ziehen. Katharina Siegenthaler