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Anzahl Resultate: 10
Titel: Wie man einen Zottorunkel zähmt
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Fischer Sauerländer, 2019
ISBN: 978-3-7373-5546-9
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Familie, Reime
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.07.2019
Wie man einen Zottorunkel zähmt
Nachts, wenn alle schlafen, trampelt und poltert ein Zottorunkel-Monster durch den Wald. Frech und ungezogen tritt es in das Haus, wühlt nach Schokolade und trinkt den ganzen Apfelsaft aus dem Kühlschrank leer. Am Morgen sieht es in der Küche wie auf einem Schlachtfeld aus. Doch kann man so ein schlecht erzogenes Monster zähmen? Ja, es geht. Die Wörter „bitte“ und „danke“ sind wahre Zauberwörter.
> Durchdacht gereimte Texte und lustige, freche und treffende Bilder machen Spass zum Vorlesen und Zuhören. Sie erzählen vom violetten Monster, dem Mädchen und seinem kleinen Hund. „Kleine Monster“ mit unangemessenen Manieren gibt es überall. Doch es ist gar nicht so schwer, auch denen ein paar einfache Umgangsformen und Regeln fürs friedliche Zusammenleben beizubringen. Junge und ältere Leser erkennen sich in Teilen dieser Geschichte wieder, können darüber lachen und daraus lernen. Eine etwas andere Gut-Nacht-Geschichte. Claudia Schranz

Titel: Stadtbär
Kollation: Geb., farb. illustr., 93 S.
Verlag, Jahr: Moritz, 2019
ISBN: 978-3-89565-376-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Abenteuer, Stadt
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 17.04.2019
Stadtbär
Der Bär streift durch den Wald und wundert sich. Wo sind denn all die andern Tiere geblieben? "Die sind alle in die Stadt gezogen", erklärt der Habicht. "Dort gibt es beheizte Höhlen, leckeres Essen und vor allem: keine Jäger." Der Bär überlegt nicht lange und zieht auch in die Stadt um. Doch Biber, Fuchs und Dachs sind gar nicht begeistert, den Bären zu sehen, denn der sorgt für jede Menge Aufregung. Kurzerhand entschliessen sich die Waldtiere, den Bären im Zoo abzugeben. Doch dafür müssen sie ihn erst einmal stoppen.
> Doppelseitige Illustrationen in kräftigen Farben begleiten die schlichte, heiter erzählte Geschichte von den Waldtieren in der Stadt. Das Bild behält die Vorrangstellung gegenüber dem kurzen Text und erweitert den Inhalt der Geschichte mit lustigen Details. Der Umfang von Text und Buch erfüllt die Anforderungen an ein Kinderbuch für Erstleser, die Typografie mit Worttrennungen und Serifenschrift allerdings nicht. Die Handlung der Geschichte macht jedoch Spass. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Fette Beute
Kollation: Geb., farb. illustr., 153 S.
Verlag, Jahr: Thienemann, 2017
ISBN: 978-3-522-18477-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Räuber, Vorlesen
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.05.2018
Fette Beute Wilde Geschichten von Räubern und Banditen
Räuber Giebrandt überfällt an Weihnachten einen vollbepackten Schlitten und weiss nicht, dass der vermeintliche Kaufmann der Weihnachtsmann ist. – Mit vorgehaltener Pistole und dem krummen Räubersäbel überfällt Hotzenplotz den Kasper und den Seppel. – Der Nebelräuber kann sich am grossen Räuberfest endlich Respekt verschaffen und findet das Glück. – Ronja Räubertochter wird von Räubersohn Birk Borkasohn mitten im Winter vor dem Erfrierungstod gerettet.
> Die insgesamt neun Vorlesegeschichten von bekannten Autoren und Autorinnen (mit Kurzbiografien im Anhang) haben entweder eine abgeschlossene Handlung oder sind Auszüge aus bereits bestehenden Büchern. Im zweiten Fall kommt es ab und an zu einem Wiedersehen mit vertrauten Figuren. So entsteht eine gute Mischung zwischen Spannung und lockerer Erzählform. Geschickt angebracht sind die passenden, farbigen Illustrationen. Sie lassen den Zuhörenden während des Vorlesens viel Zeit zum Anschauen. Ein Buch für alle Jahreszeiten. Katharina Siegenthaler

Titel: Keine Angst vor Löwen!
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2017
ISBN: 978-3-407-82199-7
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Fantasie, Hygiene
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.08.2017
Keine Angst vor Löwen!
Mira müsste mal ganz dringend! Doch aufs Klo, wie Papa vorschlägt, nein, das geht unmöglich! Hinter der Klotüre ist nämlich ein riesiges Loch, in das man hineinfallen kann. Zudem hat es da ein Monster, eine Hasenfamilie, einen Wasserfall, einen Gorilla usw. So warten die beiden. Als Mira auch noch einen Löwen hinter der Tür brüllen hört, ist es Papa, der sich weigert hineinzugehen. Mira beruhigt ihn – „Ich geh alleine, ich hab keine Angst vor Löwen!“ – holt tief Luft und öffnet die Tür.
> Eigentlich spielt sich die ganze Geschichte nur in Miras Kopf ab – oder eben vor der geschlossenen WC-Tür. Durch die Fragen von Papa angeregt, spinnt Mira ihre fantastische Geschichte laufend weiter. Lebendig gezeichnete Figuren bevölkern doppelseitige Bilder. Mit Kreide wurden die Konturen schwarz gezeichnet und mit Pinsel farbig ausgemalt. Wie sich Kinder verhalten, die nach Ausreden suchen, ist scharf beobachtet und originell, spielerisch und absolut grossartig in Bilder übersetzt. Cornelia Brühlmann

Titel: Der Ritter ohne Socken
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., 60 S.
Verlag, Jahr: Moritz, 2010
ISBN: 978-3-89565-225-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Ritter, Lustiges
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.07.2016
Der Ritter ohne Socken
Unser Held schält sich ganz unritterlich aus einem Schlafsack und plant seinen Tag mit Hilfe eines Notizheftes. Zuoberst auf der Liste steht: Drachen töten, Prinzessin befreien. Unglücklicherweise sind ihm seine apfelgrünen Socken abhanden gekommen und das bringt sein Tagesprogramm durcheinander. Denn barfuss kann er nicht in die eisenharten Stiefel und ohne diese kann er unmöglich vor eine Prinzessin treten oder gar einen Drachen besiegen. Die Suche nach den Socken ist also erste Ritterpriorität.
> Die üblichen Erwartungen an eine Rittergeschichte kann man bereits nach dem ersten Satz verwerfen. Wie der Ritter doch noch zur Prinzessin kommt, und wie diese die lange Wartezeit genutzt hat, wird absurd, komisch und mit viel Schalk erzählt. Ob 6jährige Erstleser, an die sich die Geschichte richtet, diese Art Witz verstehen? Ganz bestimmt werden die amüsanten Illustrationen bei Lesenden / Vorlesenden ein Lächeln hervorzaubern. Nathalie Fasel

Titel: Ritter Wüterich und Drache Borste büxen aus
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: NordSüd, 2014
ISBN: 978-3-314-10214-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Ritter, Drachen
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.10.2014
Ritter Wüterich und Drache Borste büxen aus
Der kleine Ritter Wüterich und der Drache Borste sind seit kurzem Freunde geworden. Doch das gefällt den Eltern ganz und gar nicht. Ritter sollen schliesslich gegen Drachen kämpfen und nicht mit ihnen spielen. Auch die Drachenmutter will nicht, dass ihr Sohn zu den Blechbüchsen geht. Doch die beiden sind fest entschlossen, sich gegen ihre Eltern durchzusetzen und für ihre Freundschaft buchstäblich mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.
> Diese humorvolle Geschichte über Freundschaft und gegen Vorurteile ist voller lustiger Szenen. Wie zum Beispiel die Mutter dem kleinen Ritter die neue Rüstung mit dem Lötkolben und ein paar Schrauben zwischen den Zähnen anpasst! Das wird Kinder und Erwachsene gleichermassen unterhalten. Farbenfrohe Bilder und Protagonisten mit ausdrucksstarker Mimik ergänzen den Text auf ideale Weise zu einem gelungenen Bilderbuch. Amüsant auch die eingestreuten Wortspiele, welche die Kinder nach mehrmaligem Anhören sicher von selber nachsprechen werden. Ruth Fahm

Titel: 1000 Gründe, warum ich unmöglich nach Portugal kann
Kollation: Geb., s.w. illustr., 174 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2012
ISBN: 978-3-407-82012-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Familie, Entwicklung
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 30.08.2014
1000 Gründe, warum ich unmöglich nach Portugal kann
Papa hat von einer Überraschung gesprochen und vielleicht erhält Filipa zu ihrem elften Geburtstag, endlich den langersehnten Hund. Doch die angekündigte Überraschung entpuppt sich als Katastrophe, denn ihr Vater will endlich mit Filipa und ihrem Bruder Nuno nach Portugal zurückkehren. Nachdem sie die Hiobsbotschaft ihrer Freundin Nele erzählt hat, hecken die beiden immer wieder Pläne aus, um den Vater umzustimmen.
> Gut verständlich ist hier die Problematik von assimilierten Ausländern aufgezeichnet, die mit ihren Kindern gerne in ihr Heimatland zurückkehren möchten. Aber auch die Verzweiflung der Kinder, die ihr soziales Netz aufgeben müssen, wird nachvollziehbar erzählt. Glaubwürdig wird die Familie als Schicksalsgemeinschaft beschrieben. Das Heimweh des alleinerziehenden Vaters lässt sich mühelos erahnen, ohne es speziell zu thematisieren. Viele hübsche Vignetten von Hunden laden jeweils zu Beginn eines Kapitels zum Weiterlesen ein. Katharina Siegenthaler

Titel: Besuch beim Hasen
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., 60 S.
Verlag, Jahr: Moritz, 2013
ISBN: 978-3-89565-261-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Spannendes, Angst
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.05.2014
Besuch beim Hasen
Der Hase, neu in die Gegend gezogen, wartet auf die ersten Besuche seiner Nachbarschaft. Dazu hat eine 1-a-Klingel mit einem hübschen Klang montiert. Als spätabends die Klingel geht und der Hase die Tür öffnet, erschrickt er, denn draussen steht ein prächtiger Fuchs. Obwohl dieser versichert, keinen Hunger zu haben, da er eine Waldmaus gefressen hat, fürchtet der Hase um sein Leben. Und das tut er mit gutem Recht, denn eine seiner neuen Nachbarinnen ist eine Waldmaus.
> Die Geschichte beginnt harmlos und voller Vorfreude auf Neues. Das Auftreten des Fuchses wird zur Lebensbedrohung, nicht nur für den Hasen, sondern auch für die dazustossenden Waldtiere. Die schonungslos dargestellte Gefahr und das Hin und Her zwischen menschlichen Überlegungen und tierischem Verhalten lässt einen nicht mehr los, und die Spannung steigt, bis mit Androhung von Waffengewalt die Situation gerettet wird. Passende, grosszügig gemalte Bilder in starken Farben runden den märchenartigen Kinderthriller ab. Katharina Siegenthaler

Titel: Maxi
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Aladin, 2013
ISBN: 978-3-8489-1001-4
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 06.05.2013
Maxi
Vater Förster bringt immer allerhand Überraschungen aus dem Wald heim. Diesmal ist es ein Wildschwein, gerade mal so gross wie das kleine Baby der Familie. Die Kinder nennen es Maxi, damit es ein bisschen schneller wächst. Mit Bauer Arnos Ferkelfutter geht dies allerdings rasant und Maxi nimmt immer mehr Platz ein – und bringt zunehmend Haus wie Garten durcheinander. Bald müssen die Kinder ihrem geliebten Wildschwein eine neue Bleibe suchen. Von unterwarteter Seite bekommen sie Hilfe dabei.
> Geradlinig und humorvoll erzählt Maxis freundlich bebilderte Geschichte, was passieren kann, wenn plötzlich ein Wildtier seinen Platz inmitten der Familie einnimmt. Maxis „Familie“ wagt dieses Abenteuer, scheitert an den Gegebenheiten und findet zuletzt doch eine Lösung, die sowohl art- als auch familiengerecht ist. Einige Gedanken sind lehrreich, andere überhaupt nicht plausibel – aber: Wer hat es bisher gewagt, ein kleines Wildschwein zu adoptieren? Kathrin Wyss Engler

Titel: Ritter Wüterich und Drache Borste
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: NordSüd, 2013
ISBN: 978-3-314-10104-5
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Drachen, Freundschaft
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 02.05.2013
Ritter Wüterich und Drache Borste
Der kleine Ritter Wüterich hat alles, was ein Ritter braucht. Ihm fehlt einzig ein echtes Abenteuer. Dafür muss er aber hinaus in den finsteren Wald, dorthin, wo die Drachen wohnen. Besorgt blickt der König ihm nach, denn die Rauchwolke, die aus dem Wald aufsteigt, verheisst nichts Gutes. Vor Ort trifft Wüterich das Drachenkind Borste, mit dem er sich rasch anfreundet. Gemeinsam schwimmen sie im See und grillen Würstchen in Borstes heissem Atem. Nebenbei überwinden sie die Angst vor dem finsteren Wald und den knorrigen Zweigen.
> Das Schönste an diesem Buch sind die Bilder in ihren Farben. Insbesondere das satte Rot verleiht der Geschichte Intensität und Leuchtkraft. Im Kontrast dazu steht die wässrige Handlung: Nach einem vielversprechenden Auftakt freut man sich auf die Pointe, hofft aber vergeblich. Denn weder wird Wüterich seinem Namen gerecht, noch kommt im finsteren Wald ein Hauch von Spannung auf. Eine freundliche Geschichte, bei der das Abenteuer in der Rüstung stecken bleibt. Marcella Danelli