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Anzahl Resultate: 2
Titel: Seit gestern ist Frieden
Kollation: Geb., 241 S.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2018
ISBN: 978-3-8369-5661-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Historisches
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.11.2018
Seit gestern ist Frieden
Deutschland nach dem 2. Weltkrieg: Ein englischer Jeep mit Soldaten fährt auf Hannes (14) Hof. Ein Soldat, Adam, spricht Deutsch und wendet sich an ihre Freundin Julia (18). Sie kommen wegen Hannes Zwillingsbruder Helmut, den sie festgenommen haben, weil er eine Eisenbahnbrücke sprengen wollte. Denn er glaubt immer noch an die Ideale, die Hitler der Jugend eingeimpft hat. Auch Hanne war dabei und will nur zögerlich wahrhaben, was in Deutschland unter Hitler wirklich passiert ist. Jule verliebt sich in Adam, und dieser hilft mit seiner freundlichen Art mit, dass Helmut und Hanne die Vergangenheit mit anderen Augen betrachten können.
> Mit Hanne als Ich-Erzählerin zeigt der Autor den Umgang der Überlebenden mit ihrer Vergangenheit und das Leben in einem zerstörten Land. Er lässt in seine klare Sprache Emotionen und Atmosphäre einfliessen, so dass ein gut fassbares Bild dieser schwierigen Zeit entsteht. Diese Geschichte einer inneren Wandlung spiegelt auf interessante Art die damalige Zeit. Karin Schmid

Titel: Zeit der grossen Worte
Kollation: Geb., 314 S.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2014
ISBN: 978-3-8369-5757-1
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Erster Weltkrieg
Alter: ab 13
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 01.04.2014
Zeit der grossen Worte
Eine durchschnittliche Familie erlebt den Ersten Weltkrieg als furchtbare Erfahrung: Nach freiwilligem Eintritt von Vater und älterem Bruder in die euphorisch hochstilisierte Armee muss Paul (14) im Lebensmittelgeschäft der Mutter mitarbeiten und feststellen, dass sukzessive das Angebot dahinschwindet. Die Lügenpresse meldet laufend Siege, die spärlichen Briefe von der Front sprechen eine andere Sprache. Dann fällt der Vater in Russland, der Bruder wird zum Krüppel geschossen. Zwei zarte Liebesgeschichten verleihen dem schwer verdaulichen Inhalt eine persönliche Note.
> Aus immer wieder wechselnder Pespektive wird das Geschehen beschrieben: Briefe, Urlaubsbesuche, Popagandameldungen, Hungersnot, Requisition von Wohnraum. Beim Lesen wird man ins Geschehen hinein gerissen, muss buchstäblich mitleiden. Eine Zeittafel im Anhang und ein detailliertes Glossar zu Personen und Zuständen machen das Buch überaus wertvoll. Siegfried Hold