Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 4
Titel: Klarissa von und zu Karies
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Tyrolia, 2019
ISBN: 978-3-7022-3739-4
Kategorie: Sachbuch
Schlagwort: Körperpflege
Alter: ab 7
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 25.04.2019
Klarissa von und zu Karies Vom Leben und Wirken einer Bakterie
Ungeniert erzählt Klarissa von und zu Karies aus ihrem Bakterienleben. Richtig gemütlich findet sie es an warmen, feuchten Orten, wo keine Zahnbürste hinkommt. Da kann sie sich so richtig vermehren. Nur den Zahnarzt mag sie gar nicht leiden. Ihr Rat: immer genug Süsses essen und die Zahnbürste im Becher lassen.
> Dieses Sach-Bilderbuch rund um die Mundhygiene kommt frisch daher. Bereits auf dem Vorsatzblatt weisen viele verschiedene Modelle von Zahnputzgeräten auf das Thema hin. Die Sachinformationen sind auf das Wesentliche reduziert und der Plaudertasche Klarissa gegenübergestellt. Auf jeder Doppelseite ist ein Thema genauer abgehandelt; schwierige Wörter wie z. B. „Streptococcus mutans“ oder „Demineralisation“ werden direkt erklärt. Die vielen Bilder zeigen ein Zusammenleben von Bakterien und Menschen und die Folgen davon. Ein aussergewöhnliches Familien-Sachbuch, denn um die Ironie dieses witzigen Werkes zu verstehen, brauchen kleinere Kinder Hilfe von erwachsenen Personen. Katharina Siegenthaler

Titel: Der volllkommen normale Herr Gnirzdefrrrtz
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Klett, 2018
ISBN: 978-3-95470-183-4
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.06.2018
Der volllkommen normale Herr Gnirzdefrrrtz
"Ein komischer Typ ist das!", sagen die Leute über Herrn Gnirzdefrrrtz. Dabei ist mit ihm doch alles in Ordnung: Sein Bart besteht aus 1000 grünen Tausendfüsslern und seine farbigen Zähne sind kariert. Sein Nachname sowie sein Vorname, Hjolllschdequttelicki, sind auch nicht ungewöhnlich. Er hat zwei Augen zum Essen und eins zum Hören; ganz normal also. Zum Sprechen verwendet er Farben, Quadrate und Kreuzchen – was sonst? Warum nur sagen die Leute so doofe Dinge über ihn?
> Dieses Bilderbuch widmet sich dem Thema "Anderssein" auf eine liebevolle und unterhaltsame Weise. Die Hauptfigur wird mit flippigen Illustrationen und schwungvoller Schrift in all ihren ungewöhnlichen Facetten vorgestellt und man kommt jeweils zum Schluss, dass bei ihm alles ganz normal ist. Am Ende des Buches fragt der Leser sich: Sind wir nicht alle ein bisschen Gnirzdefrrrtz? Tanja Raemy

Titel: Schau!
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag., inkl. Blindenschriftkarte
Verlag, Jahr: Tyrolia, 2017
ISBN: 978-3-7022-3591-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Natur, Sinne
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.06.2017
Schau! Staunen mit allen Sinnen
Die kleine Nele ist blind. Trotzdem kann sie die Umwelt mit Augen, Ohren, Nase und Fingerspitzen wahrnehmen. Dadurch entstehen in ihrer Fantasie ganz eigene Bilder. So empfindet sie die Sonne als eine strahlende Königin, die uns lachend zuzwinkert. Der Schnee ist für sie ein ruhiger Maler, der das Land verwandelt, indem er lautlos kalte Punkte auf das Land zaubert. Nele bittet Herrn Soundso, ihr von den Dingen zu erzählen, die sie nicht sehen kann. Er versucht ihr sehr sachlich, alles zu beschreiben. So sieht er die Sonne als leuchtenden Ball am Himmel, der uns Wärme und Licht gibt.
> Durch die Gegenüberstellung der kühlen Sicht von Herrn Soundso und der lebendigen Fantasiewelt Neles, die ihre Umgebung vor allem mit ihren Händen erspürt, bekommen die Lesenden einen sinnlichen Blick auf die Dinge. Warum nicht auch mal die Augen schliessen, den Duft der Wiese einatmen, einen warmen Sonnenstrahl auf der Haut spüren? So kann man sich gut in Neles Situation versetzen. Martina Friedrich

Titel: Wer hat Himmy Jimmy lieb?
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Annette Betz, 2013
ISBN: 978-3-219-11542-0
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Liebe, Familie
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 13.05.2013
Wer hat Himmy Jimmy lieb?
Als Himmy Jimmy aufwacht, ist seine Mama weg. Wer hat ihn nun lieb? Er macht sich im Zoo auf die Suche nach einem Ersatz. Martin Fuchs' Schlussfolgerung ist vorhersehbar: Keine Mutter liebt so wie die eigene und Mutterliebe ist die einzig wahre Liebe. Vorerst lässt sich der kleine Tapir jedoch vom Stachelschwein pieksen, vom Löwen anbrüllen und vom Schwan unter die Flügel nehmen. Nina Helbig verwendet ungewöhnliche Papiere für ihre Collagen. Vom Packpapier über Schnittmuster bis hin zu Faltanleitungen gibt sie damit jedem Tiergehege und jedem Tier seinen eigenen Charakter. Der kleine Tapir ist mit schwarzem Filzstift vollgekritzelt, als wäre da ein Kleinkind am Werk gewesen. Die Schildkröte hingegen sticht ins Auge mit ihren Panzerplatten in verschiedenen Grüntönen. Und beim Elefanten ist jede Falte und jedes Härchen erkennbar.
> Ein Lob gebührt der Illustratorin für ihren eigenwilligen und originellen Stil. Die Geschichte dagegen ist leider nicht viel mehr als süss und putzig. Sandra Dettwyler