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Anzahl Resultate: 2
Titel: Unter dem Banner des Kreuzes
Kollation: Geb., 442 S.
Verlag, Jahr: Wunderlich, 2016
ISBN: 978-3-8052-5100-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Mittelalter
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.10.2016
Unter dem Banner des Kreuzes Historischer Roman
Nach den erfolglosen Kreuzzügen kommt die Vorstellung auf, bloss Kinder könnten das Heilige Land erobern. So ziehen 1212 über 20'000 Jugendliche von Köln aus südwärts. Heldin ist Anna, eine 17-Jährige, die dem jähzornigen Vater in Freiburg entflieht. Über Basel erreicht der Zug via Sankt Bernhard nach allen erdenklichen Fährnissen mit unzähligen Toten unterwegs schliesslich Genua, wo das Abenteuer endet. Das Meer hat sich entsprechend dem Muster von Moses nicht geteilt. Die meisten der übrig gebliebenen Kreuzfahrer besteigen Schiffe, die sie dann auf die Sklavenmärkte des Orients bringen. Zu dritt bloss gelingt die Rückkehr nach Hause, wo Annas Vater im Sterben liegt. Dass am Ende eine Hochzeit ansteht, merkt man bald einmal.
> Wie von einer Streichliste geholt, reiht sich ein Unglück an das andere. Es soll Spannung erzeugt werden, was aber kaum gelingt, weil der Retter ja immer da ist. Der kulturelle Hintergrund ist ansprechend dargestellt, die oft sentimentale Handlung wirkt kitschig. Siegfried Hold

Titel: Henkersmarie
Kollation: Geb., 509 S.
Verlag, Jahr: Rowohlt, 2015
ISBN: 978-3-463-40651-0
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Historisches
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.08.2015
Henkersmarie
Rothenburg um 1533: Maria und ihre Familie sind nicht wie die anderen. Denn Marias Vater ist der Henker der Stadt. Viele Mitmenschen weichen ihnen aus und wollen nichts mit ihnen zu tun haben. Doch in ihrer Strasse hat Maria Kinder zum Spielen und eine Freundin. Eines Tages taucht ein seltsamer Mann auf; kurz darauf zieht die ganze Familie um nach Hall. Dort spürt die nun ältere Maria die Feindseligkeiten der anderen deutlicher und leidet darunter. Der Vorfall mit dem Mann wiederholt sich. Wenig später nimmt Marias Vater die Stelle als Henker in Basel an. Maria ahnt, dass ihre Eltern ein düsteres Geheimnis hüten.
> Mit sprachlicher Leichtigkeit lässt Astrid Fritz das damalige Leben in einer Stadt aufblühen. Das Dasein einer Henkersfamilie wird sehr gut greif- und fühlbar durch die Schilderungen der Ausgrenzung, der Angst und des Aberglaubens der Mitbürger. Eine zarte Liebesgeschichte lässt die Lesenden mitfiebern, kommt aber gegen Schluss eher aufgesetzt und rasch zu einem guten Ende. Karin Schmid