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Anzahl Resultate: 6
Titel: Die Prinzessin und die Erbse
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Nilpferd in Residenz, 2010
ISBN: 978-3-7017-2067-5
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 12.01.2017
Die Prinzessin und die Erbse
Die Prinzessin will alles und zwar subito! Zum Glück sind im Schloss jede Menge Bedienstete, die ihre Wünsche erfüllen können – eine grüne Erbse schlägt jedoch allen ein Schnippchen. Sie will nicht gegessen werden, hüpft zum Fenster hinaus in den Garten und die wütende Prinzessin mit der goldenen Gabel in der Hand hinterher, durch die Stiefmütterchen ins Mauseloch, weiter auf den Apfelbaum bis zum Schweinetrog.
> Die fantasievollen Illustrationen sind eine Kombination aus Zeichnung und Collage. Überall sind lustige Details zu entdecken, zum Beispiel der schlafende Koch, der von einer Krone träumt, das Skelett im Mäusegang unter der Erde oder der bauschige Lamellenpilz-Rock der Prinzessin. Das zornige Mädchen wird zwar bei der Verfolgung der Erbse immer schmutziger, behält aber die Krone trotzig auf. Vielleicht küsst sie eines Tages den Frosch, der sie überall hin begleitet. Das Ende des Märchens bleibt ein Geheimnis. Verraten sei nur: es handelt vom Zauberwort, das jedes Kind kennt. Katharina Siegenthaler

Titel: Die verschwundene Millionen-Geige
Kollation: -
Verlag, Jahr: Schott, 2009
ISBN: 978-3-7957-0651-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: -
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.07.2016
Die verschwundene Millionen-Geige
Nikolaj Odenwald wechselt zum dritten Mal die Schule und landet auf dem Musikinterntat Treuenfels, das schon sein Vater, ein berühmter Tenor, besucht hat. Doch Nikolaj setzt alles daran, so schnell wie möglich von der Schule zu fliegen. Seinen Spitznamen „Igel“ hat er nicht nur seiner Frisur zu verdanken, sondern auch den Stacheln, die er seinen Mitschülern und Lehrern zeigt. Als nach einem Konzert dem Stargeiger die Guarneri-Violine gestohlen wird, verdächtigen die Lehrer sofort Igel. Amadeus und seine drei Bandenmitglieder setzen alles daran, den richtigen Dieb zu finden. – Die Geschichte der Amadeus-Bande ruft lange kein Bandengefühl hervor. Erst beim Lösen des Falls gegen Ende des Buches kommt die Bande zur Geltung und die Geschichte wird zunehmend spannender. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben, beinhaltet jedoch auch eher in Deutschland geläufige Wörter wie feixen, fläzen oder jammen. Der Text wird ab und zu durch eine schwarzweisse Illustration unterbrochen. Maria Veraguth

Titel: Justus und die 10 Gebote
Kollation: -
Verlag, Jahr: Pattloch, 2007
ISBN: 978-3-629-01398-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: -
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.07.2016
Justus und die 10 Gebote
„Du sollst, du sollst, und das gleich zehn Mal", stöhnt Justus beim Aufschreiben der zehn Gebote. Bis in zwei Wochen muss er sie auswendig können, denn es gibt eine Klassenarbeit darüber. Zum Glück hilft ihm der Grossvater beim Lernen. Der kann die 10 Gebote auswendig und findet sie eine Art Anleitung für ein glückliches Leben. – Das Ziel der Autorin, Kindern auf altersgerechte Art und Weise die 10 Gebote zu erklären, erweist sich als eine Knacknuss. Positiv zu vermerken ist die Übertragung der Gebote in eine zeitgemässe Sprache. Der Grossvater ist liebevoll, aber idealistisch gezeichnet. Er wohnt zusammen mit der Familie und nimmt sich Zeit für seinen Enkel, bastelt mit ihm und führt tiefgehende Gespräche. Trotzdem haben die Episoden, welche die Gebote veranschaulichen, einen belehrenden Unterton und wirken dadurch moralisch. Die Wörter „du sollst“ bleiben daran kleben. Am Schluss schreibt Justus eine super Reliarbeit und ist überzeugt davon, dass Anleitungen wichtig sind. Ob das die Leserschaft interessiert? Katharina Wagner

Titel: Justus und die 10 Gebote
Kollation: CD. Lesung, ca. 126 Min., 2 CD's
Verlag, Jahr: Argon Hörbuch, 2016
ISBN: 978-3-8398-4119-8
Kategorie: Nonbook
Schlagwort: Religiöses
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.04.2016
Justus und die 10 Gebote
Justus muss die 10 Gebote auswendig lernen und Beispiele dazu nennen. Aber er kann mit den „Du sollst ...“-Sätzen nicht viel anfangen. Sein Grossvater sagt, sie sind eine Anleitung für ein glückliches Leben. Opa Karl erläutert Justus die Gebote und bettet sie ins Alltagsleben ein. Justus erzählt von einer Schlägerei in der Schule. Laut Opa Karl passt das 5. Gebot zu dieser Situation: „Du sollst nicht töten.“ Heisst in anderen Worten: Wende keine Gewalt an! Opa Karl überlegt auch mit Justus, warum die zwei Jungen sich in der Schule geprügelt haben. Vielleicht können sie nicht über ihre Gefühle sprechen?
> Eine gelungene Übersetzung der 10 Gebote in Worte, die Kinder verstehen. Die Beispielsituationen stammen aus dem Umfeld von Justus' Familie; sie sind mal ganz gewöhnlich und mal spezieller. Oliver Rohrbeck schafft die Modulation vom warmherzigen Erzähler zur älteren, einfühlsamen Stimme des Grossvaters und zur Jungenstimme von Justus mühelos. Religion treffend verknüpft mit dem Kinderalltag. Karin Schmid

Titel: Wo gehst du hin, Opa?
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Aracari, 2015
ISBN: 978-3-905945-46-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Tod, Trauer
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.11.2015
Wo gehst du hin, Opa? Ein Bilderbuch über das letzte Geheimnis
„Wo gehst du hin, Opa?“ Diese wichtige Frage stellt Emmi ihrem Opa im Krankenhaus und streichelt dabei seine faltige Hand. Opa flüstert ihr zu: „Es ist ein Geheimnis und ein Abenteuer.“ Dann malt er ihr Möglichkeiten aus, was mit ihm nach seinem Tod passieren könnte, und findet bei jeder etwas Tröstliches. Er erzählt vom Wiedersehen mit allen, die schon tot sind, vom Licht am Ende eines Tunnels, vom paradiesischen Garten, vom Himmel und dem Nichts, wo es auch keine Schmerzen mehr gibt. Auf jeden Fall aber wäre er immer bei Emmi, wenn sie an ihn denke.
> Der einfühlsame Text wie auch die lebendigen, bunten, detailreichen und fantasievollen Zeichnungen verleihen diesem Bilderbuch etwas Trostspendendes. Jedes Kind kann sich aussuchen, an welche der Varianten es glauben möchte. Und wie der Titel schon sagt, bleibt, was nach dem Tod kommt, letztendlich ein Geheimnis. Ein überaus empfehlenswertes Buch, um mit Kindern über das Sterben zu sprechen. Cornelia Brühlmann

Titel: Hallo, ich bin auch noch da!
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Thienemann, 2014
ISBN: 978-3-522-43704-2
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Freundschaft, Gefühle
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.09.2014
Hallo, ich bin auch noch da!
"Hallo, ruft das kleine Chamäleon. Ich bin auch noch da!" Einmal mehr wird es in der Zoohandlung übersehen, weil die Leute immer nur Streicheltiere kaufen wollen. So nimmt das Chamäleon sein Schicksal selbst in die Hand und klettert unbemerkt aus dem Terrarium. Gar manches Abenteuer muss es nun in der gefährlichen Welt draussen überstehen, bis es das kleine Mädchen Camée trifft, dem es genau so geht wie ihm.
> Wie ist es, wenn man immer wieder übersehen wird? Das vorliegende Bilderbuch versucht dies mit einer ungewöhnlichen Freundschaftsgeschichte zu benennen und Denkprozesse auszulösen. Dabei helfen ein wortreicher Text in kindgerechter Sprache, der harmonisch in die Illustrationen integriert ist, sowie Ton-in-Ton-Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven, welche die Geschehnisse in einer alltäglichen Umgebung verorten. Durch ein düsteres Nachtbild, angeschnittene Personen oder übergrosse Gegenstände werden auch gefahrvolle Momente mit besonderem Geschick dargestellt. Béatrice Wälti-Fivaz