Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 6
Titel: Abspringen
Kollation: Broschur, 269 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2011
ISBN: 978-3-596-81002-4,
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Pubertät
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Abspringen
Paul erlebt seinen ersten Orgasmus oben auf der Kletterstange. Das verändert sein Leben grundlegend. Fortan ist seine pubertäre Gedankenwelt von Sex beherrscht, ja er baut sich damit eine eigentliche Parallelwelt auf. Ausser seiner Schwester Jana und Kira mit dem Tourette-Syndrom nimmt niemand richtig wahr, was mit Paul los ist. Die Mutter lässt bei ihm sogar ADS therapieren. Hochs und Tiefs schleudern Paul durch die Zeit: Die Schuld am Tod des Hundes, Ecstasy, der erste Kuss, der abgebrühte Freund Noel, das Verhältnis seiner Eltern, Frau Malosa und der sterbende Herr Riegert. Sie und andere lassen Paul Karussell fahren. Mit dem Satz „Ich habe alles erzählt, was mir auf dem Herzen lag“ schliesst Paul seine tagebuchartige Geschichte.
> Tragik und Komik liegen hier beisammen, wie alles Gegensätzliche in der Pubertät. Das macht das Buch heiter und lesenswert. Ulrich Zwahlen

Titel: Zwischenlandung
Kollation: Geb., 299 S.
Verlag, Jahr: Sauerländer, 2015
ISBN: 978-3-7373-5113-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Liebe, Behinderung
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.02.2016
Zwischenlandung
"Was gibt es Schlimmeres, als nicht bemerkt zu werden? Da zu sein und doch nicht?" Seit dem Unfall auf dem Golfplatz befindet sich Gregor im Wachkoma. Woche für Woche wird er langsam "wacher", kann sich aber nicht bemerkbar machen. Untätig und hilflos muss er zusehen, wie seine grosse Liebe Mira und sein Bruder ein Paar werden. Er beschliesst, alles zu riskieren, um für sein Leben und seine Liebe zu kämpfen.
> Durch Gregors Erzählungen erhalten wir eine anfangs eher diffuse "Innensicht" auf die Geschehnisse, oft vermischen sich Traum und Wirklichkeit. Mira, welche abwechselnd auch erzählt, liefert die besser verständliche Aussenperspektive. Insgesamt scheint ihre Entwicklung jedoch wenig plausibel, wie auch das ganze Setting zu konstruiert wirkt. Tobias Elsässers überzeugende Sprache kann diesen Schwachpunkt leider nicht wettmachen, obwohl er dem Protagonisten viel Zeit lässt zu genesen und mit einem überraschenden Ende zu erfreuen vermag! Sandra Dettwyler

Titel: Linus Lindbergh und die Invasion der Roboter
Reihe: Linus Lindbergh 2
Kollation: Geb., s.w. illustr., 239 S.
Verlag, Jahr: Sauerländer, 2012
ISBN: 978-3-411-81118-2
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.12.2015
Linus Lindbergh und die Invasion der Roboter
Die erste Mission! Endlich! Doch die angehenden Spezialagenten Linus, Riana und Majus geraten ganz schön in den Schlamassel. Sie sind doch noch gar nicht ausgebildet. Und der Auftrag ist viel gefährlicher, als anfangs angenommen. Eine Droidenarmee, ein entführter Junge und ein durchgeknallter Roboteranführer bilden nur den Gipfel vom Eisberg. Linus stolpert über Hinweise betreffend seinen Vater. Sein Auftraggeber tritt in Erscheinung, und plötzlich stellt sich die Frage, für welche Seite das Trio eigentlich arbeitet. Oder war alles nur Lug und Trug? Waren sie nur Mittel zum Zweck?
> Der zweite Band der Trilogie um Linus Lindbergh führt gewohnt spannend und abwechslungsreich durch die fantastische Welt der Erfinder, Zukunftsvisionen und Verschwörungen. Sprachlich und inhaltlich anspruchsvoller als Band eins, können die Verflechtungen der Handlung den Lesefluss der Zielgruppe stocken lassen. Auch die witzigen Illustrationen dürften häufiger für Auflockerung sorgen. Andrea Eichenberger

Titel: One
Kollation: Geb., 400 S.
Verlag, Jahr: Fischer, 2013
ISBN: 978-3-7373-6712-7
Kategorie: Belletristik
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.12.2015
One Die einzige Chance
Beinahe bereut Samuel, Honkong verlassen zu haben. Sein Traum von Europa entpuppt sich als Albtraum. Die alte Welt ist im Ausnahmezustand, ein Kontinent vor dem Kollaps. Und Samuel mittendrin. Eine Protestbewegung lässt Finanzmärkte zusammenbrechen, Hackerangriffe sorgen für Chaos, und als wäre das nicht genug, findet sich der Sohn eines genialen Mathematikers auf der Suche nach festem Boden unter den Füssen in der Blutlache eines Mordopfers wieder. Langsam reihen sich Nullen an Einsen, und Samuel erkennt, dass hinter seinem ganz persönlichen Höllenritt ein weitaus grösserer Plan steckt.
> Die überzeugend aufgebaute und zum Nachdenken anregende Idee dieses Umsturzszenarios packt das Publikum vom ersten Wort an. Stilistisch und sprachlich toll liest sich die meist rasante Geschichte in einem Zug. Leider behindert die Absatzgestaltung primär zu Beginn des Buches den Lesefluss. Die unvorteilhafte Einteilung lässt den Perspektivenwechsel untergehen und erschwert die Zuordnung zum jeweiligen Handlungsstrang.Die Dystopie wartet mit vielen bekannten Kritikpunkten am heutigen System auf, macht Grund, Beginn und Ziel der Revolution deutlich, zeigt allerdings kaum Lösungsansätze auf. "Phase drei", der eigentliche Wechsel, wird lediglich eingeläutet; das Ende bleibt offen. Für eine mögliche Fortsetzung ist somit reichlich Potenzial vorhanden. Trotz tollem Grundgedanken und kurzweiligem Lesegenuss vermag die Umsetzung nicht vollends zu überzeugen. Keiner der Protagonisten fesselt gänzlich. Sowohl Aufständische wie auch deren Mittel und die Auswirkungen der Revolte auf das alltägliche Leben hätten noch mehr hergegeben. Dennoch spannende Unterhaltung die Denkanstösse gibt und zu Diskussionen anregt. Andrea Eichenberger

Titel: Linus Lindbergh und die fünfte Dimension
Reihe: Linus Lindbergh 3
Kollation: Geb., s.w. illustr., 254 S.
Verlag, Jahr: Sauerländer, 2013
ISBN: 978-3-7373-6371-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Abenteuer, Fantasie
Alter: ab 10
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 30.08.2014
Linus Lindbergh und die fünfte Dimension
Mindgame ist überall. Die Menschen sind davon besessen, und es gibt nur einen Weg, das Spiel auszuschalten: Jemand muss sich verkleinern lassen, in einen Computer eindringen und den Konverter ausschalten. Doch der Rat der Erfinder verbietet Linus und Rijana die gefährliche Mission. Ob sie das abhalten kann? Schliesslich geht es ja auch noch um Linus' Vater, der in einer Zeitspalte gefangen ist und auf Rettung wartet! So einfach lassen sich die Freunde nicht bremsen.
> Das ist Lesefutter für Fans! Verkleinerungen, Reisen durch Computer, Sprünge in der Zeit, ein alter Bekannter und sonderbare Männer aus der Zukunft: Die Ideen dieses Autors würden für weit mehr als eine Trilogie reichen. Doch diese Flut an Ausergewöhnlichem lässt die einzelne Einfälle in der Menge beinahe unterhehen und fordert einige Erfahrung, um beim Lesen nicht den Faden zu verlieren. Zeitweise ermüden die vielen Details sagenhaft gestalteter Fantasiewelten und verlangen Durchhaltevermögen. Weniger wäre mehr gewesen. Andrea Eichenberger

Titel: Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit
Reihe: Linus Lindbergh 1
Kollation: Geb., s.w. illustr., 218 S.
Verlag, Jahr: Sauerländer, 2012
ISBN: 978-3-411-80808-3
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.06.2013
Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit
Halsbrecherisch stürzt das Amphibienfahrzeug den Wasserfall hinunter. Der Aufprall würde nicht wehtun. Sie würden sterben. Nie wieder das Eiförmige Erfinderzuhause auf dem Flughafen sehen, nie wieder Antons Prototypen testen. Oder doch? Nach einer ungeahnt sanften Landung finden sich Linus, Riana und Roboter Majus in einer Unterwasserwelt wieder, die mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert. Wurden sie entführt? Und wo ist Linus' tot geglaubter Vater?
> Der erste Teil von Linus schafft es, die für Trilogien üblich lange Einführung zwischen verrückten Erfindungen und einem witzigen Alltag amüsant zu verpacken. Später gewinnt das Buch rasant an Spannung. Droiden à la Star Wars im James-Bond-Ambiente lassen mitfiebern im Science-Fiction-Feeling. In sich geschlossene Kapitel eignen sich als kurze Happen vor dem Schlafen. Der Schluss ist trotz unvermeidlichem, offenem Ende gut gewählt und lässt erwartungsvoll auf den zweiten Band blicken. Toll illustriert. Andrea Eichenberger