Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 6
Titel: Pfff ...
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Moritz, 2019
ISBN: 978-3-89565-371-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Familienalltag
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 01.07.2019
Pfff ...
«Schluss für heute mit dem Tablet», sagt Papa. «Geht draussen spielen.» Doch die Vogelkinder Robbi und Merle sind über diesen Vorschlag gar nicht erfreut. Draussen langweilen sie sich endlos und wehren alle Vorschläge ihres Vaters ab. Auch das aufblasbare Planschbecken und der badende Spatz können sie nicht aus ihrer Lethargie wecken. Erst ein feines Geräusch von Robbi weckt die Lebensgeister der beiden Geschwister.
> Claude K. Dubois ist es hervorragend gelungen, die Langeweile der beiden Vogelkinder bis ins kleinste Detail grafisch darzustellen, so dass einzelne Illustrationen auch ohne Begleittext auskommen. Der Text passt sich den verschieden grossen Illustrationen an. Die Schriftgrösse spiegelt die Emotionen des Sprechers wider: je grösser die Schrift, umso bestimmter deren Aussage. Die Geschichte bricht mit den klassischen Rollenklischees, indem der Vater zu Hause ist und die Mutter erst später in Erscheinung tritt. Ein humorvolles Buch, um mit Kindern die Langeweile zu thematisieren. Annina Otth

Titel: Stromer
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Moritz, 2017
ISBN: 978-3-89565-342-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Aussenseiter
Alter: ab 7
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 11.10.2017
Stromer
"Die Decke ist klatschnass. Die Nacht war eisig. Stromer friert. Er hätte so gern einen Kaffee." Der obdachlose Mann hat die Nacht auf der Strasse verbracht. Jetzt hat er Hunger und sucht sich einen Platz zum Aufwärmen. Das Einkaufszentrum ist jedoch noch geschlossen und im warmen Bus sitzen die Leute nicht gerne neben ungewaschenen Menschen. Stromer trägt schwer an seinem Schicksal. Doch da begegnet ihm ein Mädchen mit einem Lächeln in den Augen ...
> Im kleinformatigen Buch der belgischen Künstlerinnen bekommen wohnsitzlose Menschen und ihre bittere Armut eine wichtige Stimme in der Kinderliteratur. In kurzen, sachlich berichtenden Textpassagen beschreibt die Autorin den widrigen Tagesablauf eines Obdachlosen und dessen Sehnsucht nach menschlicher Wärme. Der Text wird begleitet von sequenziell angeordneten Illustrationen. Claude K. Dubois' Buntstiftzeichnungen vor braun-grauem Aquarellhintergrund sprechen eine eigene, mächtige Bildsprache. Ein wertvolles Buch gegen das Verdrängen. Béatrice Wälti-Fivaz

Titel: Akim rennt
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Moritz, 2013
ISBN: 978-3-89565-268-4
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Krieg
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.04.2017
Akim rennt
Akim und andere Kinder spielen mit ihren Booten am Fluss. Flugzeuge tauchen auf, danach ist das Dorf zerstört. Akim sucht seine Familie vergeblich. Bei Überlebenden findet er kurz Unterschlupf, dann wird er von Soldaten verschleppt. Er entkommt und stösst zu einer Flüchtlingsgruppe. Im Lager einer Flüchtlingsorganisation wird für alle gesorgt. Eines Tages taucht Akims Mutter dort auf und schliesst Akim in ihre Arme.
> Das ganze Elend des Krieges und der Flucht wird mit Bleistift- und Pinselstrich eindrücklich und berührend vor Augen geführt. Angst, Schrecken und Gewalt sind subtil dargestellt. Die Farbwahl Grau und sanftes Braun geben von Anfang an ein leichtes Hoffnungsgefühl. Die Geschichte kommt mit wenig Text aus und erzählt vor allem in Bildern. Der Klappentext verweist auf Amnesty International und PRO ASYL, die für die Beachtung des Rechtes auf Schutz und Asyl kämpfen. Eveline Schindler

Titel: Wer zweimal lügt
Kollation: A. d. Französ., geb., s.w. illustr., 61 S.
Verlag, Jahr: Boje, 2015
ISBN: 978-3-414-82429-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft, Wahrheit
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.11.2016
Wer zweimal lügt
Der Tag fängt schlecht an ... Clara soll einen Test über eine Geschichte schreiben, die sie nicht gelesen hat. Sie gibt ein leeres Blatt ab. Auf Mamas Frage zuhause, wie es in der Schule war, lügt sie das erste Mal: "Sehr gut. Wunderbar." Und weiter, sie habe sich mit ihrer Freundin Anna zerstritten. Nun beginnt sich die Spirale der Lügen zu drehen, denn Clara will weder ihre Mutter enttäuschen noch ihre Freundin verletzen. Zugleich hat sie aber Angst, auf die "schiefe Bahn" zu geraten, wie ihre Mama immer sagt. Der ganze Schlamassel endet in einem spannenden Verwirrspiel, das zu einem sehr überraschenden Ende kommt.
> Der Titel des abgewandelten Sprichwortes trifft das Thema gut. Die Geschichte regt an, über Wahrheit, Lüge und die Angst vor Enttäuschungen anhand eines konkreten Beispiels nachzudenken. Das Buch ist geeignet für Mädchen und Knaben, die schon selber lesen können. Sie können sich sowohl im Text wie auch in den ansprechenden Schwarz-Weiss-Illustrationen wiederfinden. Carolina Luisio

Titel: Supermittelmässig
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., 61 S.
Verlag, Jahr: Boje, 2012
ISBN: 978-3-414-82329-8
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 22.07.2016
Supermittelmässig
Alexander entspricht ganz und gar nicht dem Bild seines Namensvetters – Alexander dem Grossen. In der Schule: ein Träumer. Im Sport: einer mit zwei linken Füssen. Alexander ist einfach nur mittelmässig. Supermittelmässig. Zu allem Übel ist seine Schwester Miss Weltwunder, sie ist die beste in allem und erst noch hübsch. Alexander strengt sich mächtig an, und wird im (Schul-)Alltag doch wieder enttäuscht. Zum Glück befindet sich im Treppehaus noch das Geschenk seines Patenonkels – denn dieses riesengrosse Ding erlaubt es ihm, die Grenze zum Aussergewöhnlichen zu überschreiten – und sei es nur ein winziges bisschen. Dieses Ding öffnet dem Achtjährigen Tür und Tor und lässt ihn über sich hinaus wachsen. Alexander entdeckt neue Fähigkeiten, traut sich sogar zu dichten und Mutters Einkäufe heil in die Wohnung zu tragen. Seine Aufsätze sind ein philosophischer Leckerbissen. Und hätte Alexander einen Wunsch frei, dann wäre es Neugier: „Man muss neugierig sein, um etwas davon zu haben.“ Nathalie Fasel

Titel: Freundin gesucht
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., 62 S.
Verlag, Jahr: Boje, 2013
ISBN: 978-3-414-82358-8
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft, Alltag
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 10.10.2013
Freundin gesucht
Hannah fühlt sich einsam in dem riesigen Haus auf dem Lande, in das sie mit ihren Eltern gezogen ist. Alles ist neu, und hier hat sie keine einzige Freundin. Damit das nicht so bleibt, muss also etwas geschehen. Hannah beschliesst, die Sache in die Hand zu nehmen und fertigt eine Frageliste an. Damit hofft sie aus all den möglichen Kandidatinnen eine perfekte neue Freundin zu finden. Doch ob dieser Plan gelingt?
> Das Kinderbuch der französischen Autorin spielt in der realen Problemwelt der Kinder. Die Protagonistin agiert selbstständig und bestimmt ihren Alltag mit. Lesende, die sich in der gleichen Situation befinden wie Hannah, können sich in diesem Buch wiedererkennen. Die Autorin zeigt mit ihrer Geschichte eine mögliche Lösung des Problems auf, auch wenn die Botschaft etwas gar pädagogisch daher kommt. Die zart gezeichneten, skizzenhaften Illustrationen von Claude K. Dubois, die den Haupttext immer wieder unterbrechen, verleihen der Geschichte zusätzlichen Charme. Béatrice Wälti-Fivaz