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Anzahl Resultate: 6
Titel: Oh je, schon wieder Ferien!
Kollation: Geb., farb. illustr., 58 S.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2020
ISBN: 978-3-407-75549-0
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 30.06.2020
Oh je, schon wieder Ferien!
Nein, bitte nicht schon wieder! Eddie nervt sich, weil sich ihre Eltern im Supermarkt ein weiteres Mal verlaufen haben. Als sie sie im Büro abholen geht, schauen Mama und Papa schuldbewusst zu ihr hoch. Da kann sie nicht anders und verzeiht ihnen sofort. Dennoch freut sich Eddie, dass in zwei Tagen die Ferien zu Ende sind und ihre Eltern wieder zu dem werden, was sie eigentlich sein sollen. Doch bis dahin geht noch einiges drunter und drüber in dieser verkehrten Welt.
> Eine humorvolle Geschichte mit vertauschten Rollen. Warmherzig erzählt Eddie davon, wie sie sich mit ihren Eltern abgeben muss, von der Kissenschlacht am Morgen bis zum Gutenachtkuss am Abend und der Überraschung, wenn sie einmal alleingelassen sind. Passende, witzige Bilder lockern den Text angenehm auf und stellen die Situationen zwar überspitzt, jedoch ohne peinlich zu wirken dar. Die Textgestaltung spricht eine jüngere Leserschaft an, die diese überaus vergnügliche Lektüre selber oder ihren Eltern (vor)lesen kann. Katharina Siegenthaler

Titel: Weisst du noch
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Carl Hanser, 2017
ISBN: 978-3-446-25478-7
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Abenteuer, Lustiges
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.04.2017
Weisst du noch
„Weisst du noch?“ Mit diesen Worten begegnen sich Menschen, welche die Fülle des Lebens bereits hinter sich haben. So auch hier, wo zwei alte Freundinnen in den Erinnerungen ihrer Kindheit schwelgen. Man bemerkt sie vorerst kaum, die zierlich kleinen, mit Bleistift gezeichneten Figuren. Dafür auf ganzseitigen Bildern die Abenteuer ihrer Kindheit: „Weisst du noch, als ein Zwerg mit einem Fahrrad angefahren kam ... als die bissigen Hunde einen kleinen Stepptanz aufführten ... als die Ziegen unseren Apfel verschmähten?"
> Die Sprache von Zoran Drvenkar liest sich direkt ins Herz hinein. Mit viel Sinn für Humor, Situationskomik und einer Spur Magie schafft er ein überaus liebenswertes Buch voller kleiner oder grösserer Wagnisse, die sich in einem Kinderalltag aneinanderreihen, ohne dass Erwachsene dies bemerken. Vor dem Einschlafen vorgelesen, macht es Mut, am nächsten Morgen ein neues Abenteuer zu wagen. Denn: „Wer Angst hat vor Abenteuern, der kann gleich zu Hause bleiben.“ Marcella Danelli

Titel: Die tollkühnen Abenteuer von JanBenMax
Reihe: JanBenMax 1
Kollation: Geb., farb. illustr., 162 S.
Verlag, Jahr: cbj, 2013
ISBN: 978-3-570-15715-2
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Abenteuer
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.09.2013
Die tollkühnen Abenteuer von JanBenMax
JanBenMax, 8, 6 und 4 Jahre alt, warten stets gespannt auf den Mittwochnachmittag, da Mama (meistens) mal wieder schnell weg muss. Zuerst schalten sie die Hütefrau aus, damit sie mit ihren Unternehmungen starten können. Mal geht es zum Mond, mal auf den Grund des Meeres, mal in die Wüste oder unters Mikroskop. Bei Mutters Rückkehr steht das Saubermachen an. Dabei wird klar, wo und womit das Trio gespielt hat.
> Unglaublich, was den Brüdern einfällt und passiert! Jeder trägt altersgemäss das Seine bei. Der Autor erzählt in dichten Dialogen und kündigt am Ende bereits das Folgebuch an, weil offen ist, wo sich die drei Abenteurer zuletzt aufgehalten haben. Die kleinen, begleitenden Illustrationen wirken weniger inspirierend, auch deshalb empfiehlt sich das Buch zum Vorlesen. Eveline Schindler

Titel: Du schon wieder
Kollation: Geb., s.w. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: cbj, 2012
ISBN: 978-3-570-15495-3
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 7
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 16.08.2013
Du schon wieder
Unterschiedlicher könnten sie kaum sein, der spargellange Rocki und der kleine Fredo, jedenfalls äusserlich. Denn sie haben mehr Gemeinsamkeiten, als ihnen lieb ist, und können einander vielleicht gerade deswegen überhaupt nicht ausstehen. Ihre Wege kreuzen sich jedoch von Kindesbeinen an immer wieder. Sie streiten sich. Lange. Heftig. Bis plötzlich nichts mehr eine Rolle spielt.
> Comic? Belletristik? Die Genres vermischen sich hier. Zoran Drvenkar ist einer der vielseitigsten Autoren im deutschsprachigen Raum. Eben noch stand sein Urban-Fantasy-Roman "Der letzte Engel" auf den Bestsellerlisten, nun liefert er eine frischfröhliche Geschichte für eine völlig andere Zielgruppe. Das Motto "Gegensätze ziehen sich an" wird hier ansprechend und unterhaltsam umgesetzt. Ole Könneckes Zeichnungen geben Zoran Drvenkars Text zugespitzt und leicht karikiert wider. Witzig ist auch Fredos verblüffende Ähnlichkeit mit seinem Schöpfer. Sandra Dettwyler

Titel: Der letzte Engel
Kollation: Geb., 430 S.
Verlag, Jahr: cbj, 2012
ISBN: 978-3-570-15459-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Fantasy
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
kontrovers
Rezension publiziert: 28.02.2013
Der letzte Engel
Lichterloh brennt In der Abgeschiedenheit Irlands ein Haus. Ein Todeskommando tötet im flammenden Inferno Hüterinnen und Mädchen, vernichtet alles. Nur ein Kind entkommt. Eines, das Erinnerungen berührt und einen Engel ohne Flügel aus einem Krieg, der eine halbe Million Jahre her ist, in die Gegenwart holt. Kurze Zeit später erwacht ein Junge in Berlin mit gefiederten Schwingen. Tot. 200 Jahre davor verfallen zwei Gräfinnen einer düsteren Idee, begründen eine Bruderschaft und treffen in Marburg, wo sie nach dem Ursprung aller Märchen suchen, auf einen mächtigen Widersacher. "Jemanden, der die Dunkelheit in dem Märchen sah. Jemanden, der sich gegen den Strom der Zeit stellte." Ereignis folgt auf Ereignis, wie ein Hammerschlag auf den nächsten. In Bruchteilen einer Sekunde wird die Geschichte zum Katapult, wirft das Publikum Jahrtausende zurück, um es in der nächsten Minute wieder in die Gegenwart zu reissen, oder aber ins Jahrhundert davor. Blitzschnell wechseln Orte und Personen.
> Dicht und verworren, aber ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren, packt der Stil dieses Buches die einen, während er andere nur ermüdet. Es verwundert nicht, dass die vielen Schauplätze, Protagonisten und Handlungsstränge nicht jede und jeden für sich gewinnen können. So ist das Monumentalwerk selbst für eingefleischte Fantasyfans schwere Kost. Die beeindruckende Vielschichtigkeit, die es in allen Belangen an den Tag legt, dürfte für viele, vor allem für Jugendliche, an der Grenze des Lesbaren sein. Doch gerade diese Grenzwertigkeit und Fülle begeistert auch. Rasant, pausenlos und trotz einer Unmenge an Informationen niemals lückenhaft, überzeugt die Geschichte von A bis Z, ist Kopfkino pur. Ein Titel, der an ambivalenter Resonanz wohl kaum zu toppen ist. So ist für Liebhaberinnen und Liebhaber das Schlusswort "Ende vom ersten Buch" lediglich ein Grund zu Vorfreude, während all jene, die sich freudlos bis zum Ende durchgebissen habe, den Autor dafür zur Hölle schicken möchten. Andrea Eichenberger

Titel: Die Kurzhosengang & Das Totem von Okkerville
Reihe: Die Kurzhosengang
Kollation: Geb., farb. illustr., 501 S.
Verlag, Jahr: cbj, 2012
ISBN: 978-3-570-15392-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Abenteuer, Freundschaft
Alter: ab 10
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 20.02.2013
Die Kurzhosengang & Das Totem von Okkerville
Die Kurzhosengang ist wieder da! Diesmal beginnt die Story mit Islands zwölftem Geburtstag. An diesem Tag tritt er nämlich sein Erbe an und wird zum Donnervogel. Doch dazu muss er erst mal seinen Vater treffen, der vor vier Jahren einfach verschwunden ist. Leider hat Island keinen Schimmer von seinem Los. Erst durch seine Freunde erfährt er die ganze Geschichte. Sie begleiten ihn auf der abenteuerlichen Suche nach seinem Vater durch halb Kanada und halten zusammen wie Pech und Schwefel.
> Obwohl ziemlich dick, ist das Buch eine Jungengeschichte par excellence: umwerfend, mit Geister- und Goldgräberepisoden gespickt, voller kurioser Einfälle sowie viel Action. Das verdeutlichen nur schon die Kontrahenten der Kurzhosengang, die fünf Paulis und das Monster. Die Sprache ist deftig und jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Protagonisten erzählt. An deren Ende steht jeweils ein neues Problem an, und das ist so spannend, so dass man/frau einfach weiterlesen muss, Kurzhosengang sei Dank. Katharina Wagner