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Anzahl Resultate: 4
Titel: Hendrik zieht nicht um
Kollation: A. d. Niederländ., geb., s.w. illustr., 121 S.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2019
ISBN: 978-3-8369-5624-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Freundschaft
Alter: ab 7
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 04.03.2019
Hendrik zieht nicht um
„Ich komme nicht mit, sondern ich zieh zu Berkan“, verkündet Hendrik seinem Vater, der mit Packen alle Hände voll zu tun hat. Doch bei Berkan findet weder er noch sein Koffer einen Platz. Da entschliessen sich die beiden Freunde, zusammen wegzuziehen. Aber was machen, wenn man kein Geld, aber Hunger hat, man ein Mädchen kennenlernt, das gar nicht da sein dürfte, ein Hund fast ertrinkt, man nicht mehr weiss, wo man ist, und friert und elend müde ist? Zuhause wäre es jetzt richtig gemütlich.
> Die Geschichte ist aus einer kindlichen Perspektive erzählt und zeigt Hendriks innere Zerrissenheit. Für die Leserschaft scheitert sein Vorhaben, mit seinem Freund abzuhauen, voraussehbar. Und doch gibt es dieses gute Ende. Zwar verirren sie sich in der Stadt gehörig, finden aber als Freunde mehr denn je zueinander. Mit wenig Text wird hier viel erzählt und mit hübschen s.w. Aquarellbildern untermalt. All jenen empfohlen, denen eine Veränderung bevorsteht oder die gerne gute Geschichten lesen. Katharina Siegenthaler

Titel: Zirkusnacht
Kollation: A. d. Niederländ., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2018
ISBN: 978-3-8369-5633-8
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Traumhaftes, Zirkus
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 05.04.2018
Zirkusnacht
Draussen breitet sich der Nachthimmel aus. Das Mädchen öffnet das Fenster. Ein Hund kommt herein und bekommt Futter. Danach üben die beiden allerlei Kunststücke, unter anderem mit dem Futterteller, mit Reifen, oder über die Vorhangstange zu gehen. Um halb eins bedeutet das Mädchen dem Hund, dass nun Schlafenszeit sei. Nach dem Erwachen sucht es ihn vergeblich und trainiert deshalb allein mit den vorhandenen Spielsachen. Müde und traurig schläft es erneut ein. Da löst sich der Plakatclown von der Wand und trägt das Mädchen in einen Zirkus, wo es bei verschiedenen Nummern zum Einsatz kommt.
> Diese genial illustrierte Geschichte kommt ohne Worte aus. Grossformatige, doppelseitige Bilder wechseln sich mit kleinen Bildreihen ab, wo auf jede Gestik fokussiert wird. Faszinierend sind die dynamischen Filzstiftkonturen und die klare Farbgebung in Mal- und Kreidetechnik. Viele Details lassen sich entdecken, und die Geschichte erlaubt unterschiedliche Interpretationen. Eveline Schindler

Titel: Lena und das Geheimnis der blauen Hirsche
Kollation: CD. Lesung mit Musik, ca. 76 Min., 1 CD
Verlag, Jahr: Audiolino, 2014
ISBN: 978-3-86737-206-0
Kategorie: Nonbook
Alter: ab 10
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 08.01.2015
Lena und das Geheimnis der blauen Hirsche
Eines Tages sind sie einfach da: dreizehn kleine blaue Hirsche. Sie nennen Lena Meisterin. Mit heftig hämmerndem Herzen sieht Lena den anmutigen Tieren zu, und es macht sie glücklich. Dann verschwinden die Hirsche plötzlich und kommen lange Zeit nicht wieder. In der Zwischenzeit vertraut Lenas Bruder Raff ihr an, dass er auch so ein Tier gehabt habe. Er habe jedoch jemandem davon erzählt, und sein Tier sei nie wieder zu ihm gekommen. Für Lena folgt eine lange und einsame Wartezeit auf ihre Hirsche. Währenddessen wird Raff seiner Familie gegenüber immer aggressiver.
> Geheime Tiere als Sinnbild für die Gefühle der Geschwister prägen ihr Wesen. Mit weicher, runder Stimme liest Anne Moll die Geschichte mit ihren sehr bildlichen, stimmigen Momenten märchenhaft. Dabei lässt sie den Worten Zeit, zu wirken. Einzig Lena klingt stellenweise zu kindlich. Dezente Gitarrenmusik begleitet die Lesung. Karin Schmid

Titel: Lena und das Geheimnis der blauen Hirsche
Kollation: A. d. Niederländ., geb., farb. illustr., 153 S.
Verlag, Jahr: Gerstenberg, 2014
ISBN: 978-3-8369-5767-0
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 7
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 26.09.2014
Lena und das Geheimnis der blauen Hirsche
Ein Geheimnis für sich zu behalten, fällt nicht immer leicht. Lena darf niemandem von ihren dreizehn blauen Minihirschen erzählen, die eines Tages aus der blauen Vase auftauchten. Denn wenn sie es ausplappert, sind sie weg. Das weiss Lena von ihrem grossen Bruder, dessen Tier deswegen verschwunden ist. Überhaupt versteht sie manchmal ihren grossen Bruder nicht, denn oft ist er schlechter Laune, schimpft mit ihr oder wirft sie um.
> Lena ist nicht mehr Kind und noch nicht Jugendliche. Sie fühlt sich deshalb vor allem in ihrer Fantasiewelt aufgehoben, denn Kuscheltiere haben plötzlich keine Bedeutung mehr. An der Figur des Bruders wird aufgezeigt, dass die Entwicklung zum Teenager ganz unterschiedlich verlaufen und eine Geschwisterbeziehung belasten kann. Der in Sinnzeilen geschriebene Text wird durch eingestreute, farbige Skizzen ergänzt, mit Fokus auf den Personen und ihren Gefühlen. Ein anspruchsvolles Buch zu einer komplizierten, emotionalen Lebensphase. Katharina Siegenthaler