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Anzahl Resultate: 1
Titel: Drachen machen Sachen
Kollation: Kartoniert, farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: DOK, 2013
ISBN: 978-3-907663-40-0
Kategorie: Sachbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 06.01.2014
Drachen machen Sachen 20 Jahre Dachverband für offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern
Hurra! In Bern ist der Drache los. Manchmal ist seine Gestalt unübersehbar riesig, manchmal verschwindend klein. Er sucht Plätze auf, an denen er sich heimisch fühlt, versteckt sich dort, wo Kinder Theater spielen, Seifenkisten zimmern, im Sandkasten wühlen, über Hängebrücken balancieren. Schaut zu, wie sie schaukeln, hüpfen, zaubern, streiten, lachen. Und er lacht mit. Denn der „Dachverband für offene Arbeit mit Kindern in der Stadt Bern“ (DOK) hat ihn, das Maskottchen, losgelassen, damit er mit den Kindern seinen zwanzigsten Geburtstag feiern kann. Gefeiert wird überall dort, wo der DOK seit einer Generation seine Finger im Spiel hat: Chinderchübu, Kinderatelier Kleefeld, Kindertreff Mali und JoJo, Spielbetrieb Lorraine sowie Spielplätze Länggasse, Schützenweg und Längmur. Und ganz der Realität entsprechend wimmelt es gewaltig auf den Pappseiten. Gar manches ist bekannt, vertraut oder mit Erinnerungen verknüpft. Da eine Feuerstelle, dort ein Labyrinth, hier vorne ein Laternenumzug und dort hinten ein Zirkuskind.
> Ob als Leiter- oder als Ratespiel konzipiert, jede Seite regt zum Spielen an. Mit Worten, Bildern, Farben, Herz und Lust. Dahinter stecken acht Illustratorinnen und Illustratoren sowie Schreibende aus Bern und Umgebung, die jede Spieleinrichtung mit ihrer persönlichen Handschrift porträtieren. Damit werden die Einrichtungen zu dem erhoben, was sie sind: Schmuckstücke, die in den Quartieren einen attraktiven Spielraum für Kinder und ihre Erwachsenen bieten. „Heute möchte ich rückwärts gehen, denn ich sehe gerne nach früher“, meint Sarah, das Kindergartenkind im Text von Jürg Halter. Oh ja, es lohnt sich, einen Blick auf die letzten zwanzig Jahre der offenen Kinderarbeit in dieser Stadt zu werfen, in denen unermüdlich und mit viel Herzblut für Kinder(t)räume gearbeitet wurde. Der Erlös des Buches hilft aber auch mit, die Zukunft im Auge zu behalten, so dass die eroberten Plätze für kleine Bernerinnen und Berner erhalten bleiben. Marcella Danelli