Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 5
Titel: Alles war See
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Atlantis, 2019
ISBN: 978-3-7152-0762-9
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Mut, Naturkatastrophen
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 23.04.2019
Alles war See
Blumenkohl wollten der Mann und die Frau pflanzen. Doch draussen tobt ein heftiger Sturm. Der Kohl muss warten. Mit Elan wird ein neues Haus gebaut, direkt am See, das wollten sie schon immer. Ein zweites Unwetter lässt das Wasser aber übers Ufer treten. Um das Haus auf den Berg zu stossen, werden Räder montiert, und bald wird es zu einem Hausschiff umgebaut. Die Regentage sind nicht vorbei, das Land wird zu einem grossen See, Rettung ist nur übers Wasser möglich. Tage später hört der Regen endlich auf, die Sonne wärmt den Boden und von fern erklingt Musik.
> So viel Hoffnung, so viele Ideen. Kein Klagen oder Streiten – gemeinsam wird nach Lösungen gesucht. Eine unglaubliche Kraft treibt den Mann und die Frau an. Spielerisch leicht und mit Gespür für Humor wird das Handeln von Mann und Frau, ihr Umgang mit der bedrohlichen Situation erzählt. Die aussagekräftigen Zeichnungen, meist in Blautönen gehalten, sind detailreich und voller Witz und Charme. Das Buch macht Mut und bewegt. Claudia Schranz

Titel: Das grosse Gähnen
Kollation: Reihe: minimax. Broschur, farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Beltz & Gelberg, 2010
ISBN: 978-3-407-76082-1
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Tiere
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Das grosse Gähnen
Jeden Abend spielt sich im Zoo dieselbe Szenerie ab: Der Tiger spielt mit dem Igel Schach, beide sind ins Spiel vertieft. Obwohl er sich nicht müde fühlt, muss der Tiger plötzlich gähnen. Dies sehen die Schwäne, und auch sie müssen gähnen – allerdings tun sie es ganz diskret, weil sie sich dafür schämen. Dann werden die Schweine angesteckt vom Gähnen, die deswegen ihr Essen und gemütliches Beisammensein unterbrechen müssen. Und weiter folgen die Krokodile. Kein Tier im ganzen Zoo kann sich diesem Sog entziehen.
> Ein sich reimender Text begleitet die liebevoll und mit einer gewissen Vorwitzigkeit gemalten Bilder. Bei manchen kann man verweilen und Zusammenhänge entdecken, die nicht im Text vorkommen. Die Gesichter und die Körperhaltung der Tiere stehen für ihren Charakter. Eine wunderbar ansteckende Geschichte, die man vor dem Einschlafen immer wieder gern betrachtet. Karin Schmid

Titel: Wanda Walfisch dick und rund
Kollation: A. d. Französ., geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Atlantis, 2010
ISBN: 978-3-7152-0605-9
Kategorie: Bilderbuch
Alter: ab 4
Bewertung:
4 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Wanda Walfisch dick und rund
Wanda mag den Mittwochnachmittag nicht. Da findet nämlich Schwimmunterricht statt. Schon der Weg dorthin ist für sie schrecklich, niemand gesellt sich zu ihr. Sie wird regelmässig wegen ihrer Körperfülle gehänselt und ausgelacht. Der Schwimmlehrer bemerkt ihre Traurigkeit und verrät ihr einen Trick: „Denk, du seiest leicht wie eine Feder, denn wir sind das, was wir denken“. Das kleine Mädchen versucht dies – und es klappt. Es wird selbstsicher und versetzt alle in Erstaunen, als es wagt, vom Turm zu springen.
> Die Illustrationen geben Wandas Gemütsverfassung genau wieder. Sie stellen das Kind in verschiedenen Situationen aus unterschiedlichen Perspektiven dar. Anrührend wird dargestellt, wie aus dem unsicheren Mädchen ein Superwal wird, der im Wasser herumspritzt. Verspottet zu werden, ist schlimm. Es ist schön zu sehen, wie Wanda gestärkt wird und es selber schafft, die andern Kinder zu verblüffen. Monika Aeschlimann

Titel: Der kleine Polarforscher
Kollation: Ein Tagebuch. Geb. farb. Illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Atlantis, 2009
ISBN: 978-3-7152-0567-0
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Fantasie
Alter: ab 4
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 18.07.2016
Der kleine Polarforscher
Der Helikopter kommt erst in zwei Wochen, um Nachschub zu bringen. Doch der kleine Polarforscher scheint genug Proviant zu haben. Ganz allein macht er jeden Tag Messungen und hält sie in seinem Tagebuch fest. Oder ist da doch noch jemand? Warum fehlt plötzlich die Hälfte seiner Lebensmittel und wem gehören die Fussspuren rund um die Hütte? Beunruhigt lauert er dem Dieb eines Nachts auf und stellt ihn. Doch da fängt die Geschichte erst an.
> Die in satten Farben gemalten Bilder verleihen der polaren Landschaft exakt die nötige Kälte und Einsamkeit und man gönnt dem kleinen Mann die Wärme in der Hütte. Der einfache Text gibt den Tagebucheintrag wieder und schliesst jeweils mit der Messung der Tages-Temperatur des Sees. Die Geschichte des gestellten Diebes wirkt leider etwas an den Haaren herbeigezogen und will nicht so recht zum Rest passen. Dennoch ein liebevoll gestaltetes Buch, passend für die kalte Jahreszeit. Katharina Siegenthaler

Titel: Jelena fliegt
Kollation: Geb., farb. illustr., unpag.
Verlag, Jahr: Peter Hammer, 2015
ISBN: 978-3-7795-0512-9
Kategorie: Bilderbuch
Schlagwort: Aussenseiter
Alter: ab 4
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 28.04.2015
Jelena fliegt
Jelena ist viel zu dick, viel zu gross und viel zu dumm. Sie passt weder in die enge Schiessbude der Mutter noch auf die Achterbahn des Vaters. Ihre einzigen Freunde sind Frau Süss, die Jelena Zuckerwatte schenkt, und Herr Kraft, dem der Hau-den-Lukas gehört. Doch eines Tages geschieht ein Wunder. Jelena merkt, dass sie etwas kann und geliebt ist.
> Jelena ist eine Aussenseiterin und extrem übergewichtig. Die Illustratorin betont dies, indem sie das Mädchen in ein unvorteilhaftes Kleidchen steckt, das viel zu viel von ihrer Haut zeigt. Jelenas Trost liegt in der Zuckerwatte. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: Das Mädchen wird noch dicker. Einzig Herr Kraft traut Jelena etwas zu. Er macht ihr Mut zu zeigen, was sie kann. Und Jelena gewinnt eine Luftballontraube. Vor lauter Freude hebt sie ab und fliegt fort. Plötzlich erinnert Jelena an eine Nana von Niki de Saint Phalle, die wunderbar leicht über den Menschen schwebt. Ein hoffnungsvoller Schluss, der das zarte Buch auszeichnet. Katharina Wagner