Rezensionsdatenbank Info


Anzahl Resultate: 5
Titel: Die Clique – Wenn die Gruppe Druck macht
Kollation: Broschur, 199 S.
Verlag, Jahr: Arena, 2010
ISBN: 978-3-401-02748-7
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Sucht, Aussenseiter
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 21.07.2016
Die Clique – Wenn die Gruppe Druck macht
„Wir sind eine Clique. Wir machen alles gemeinsam“, sagt Noah zur 14-jährigen Lara, als diese sich weigert, die zwei Ectasy-Pillen zu schlucken, die ihr angeboten werden. “Jeder denkt genauso wie der andere und es ist superwichtig, dass man keinen Aussenseiter in der Gruppe hat“, fügt Noah noch an. Lara hat nur einen Wunsch. Sie möchte möglichst viel Zeit mit ihrer ersten Liebe Carus, mit ihrer Freundin Sonja und der Clique verbringen. Aber ist das möglich, wenn ihre Freunde immer häufiger Alkohol und Drogen konsumieren und sie da nicht mitmachen will?
> Die Neuauflage des 2002 erschienen Buches von Brigitte Blobel zeigt auf, wie schwierig es für Teenager sein kann, sich selber treu zu bleiben, ohne dem Druck einer Gruppe nachzugeben. Das Thema des Buches soll sensibilisieren. Die Autorin schildert realistische Situationen, die zeitlos sind und vielen Lesern bekannt sein dürften. Ein Buch, das zum selber Denken anregt und Mut macht, auch einmal den etwas schwierigeren Weg zu gehen. Béatrice Wälti

Titel: Bis ins Koma
Kollation: Geb., 284 S.
Verlag, Jahr: cbj, 2010
ISBN: 978-3-570-13513-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Sucht
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 19.07.2016
Bis ins Koma
Marvin trinkt. An Wochenenden mit den Kollegen, nach der Schule bei Onkel Herbie oder alleine irgendwo am Fluss. Total blau zu sein, sich zu übergeben und von nächtlichen Albträumen geplagt am nächsten Tag mit einem Kater zu erwachen, ist nichts gegen den Streit seiner geschiedenen Eltern oder die eigenen Minderwertigkeitskomplexe. Eines Tages wird Marvin als Jungstar für eine TV-Soap entdeckt und meint, dem Alkohol nun den Rücken kehren zu können. Doch die Partys mit tollen Kumpels und hübschen Mädchen bringen ihn in gute Stimmung, wozu auch der Alkohol beiträgt. Letzteres wird ihm eines Nachts zum Verhängnis.
> Diese Geschichte zeigt auf, was Alkohol alles anrichten kann. Die Autorin macht unmissverständlich klar, dass Alkohol nicht cool und auch keine Lösung für Probleme ist, sondern schlicht und einfach lebensgefährlich. Sie versteht es, die Lesenden mit einer eindringlichen, jugendnahen Sprache zu fesseln. Maria Veraguth

Titel: Der rechte Weg
Kollation: Geb., 293 S.
Verlag, Jahr: cbj, 2014
ISBN: 978-3-570-15551-6
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Rassismus, Sekten
Alter: ab 13
Bewertung:
2 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 07.11.2014
Der rechte Weg
Ist der "rechte" Weg der richtige? Fast zu spät fragt Linda – oder Gerlinde, wie sie in der "Kameradschaft" heisst – sich das. Aus lauter Eifersucht auf eine türkische Mitschülerin, die ihr den Freund ausgespannt hat, lässt sie sich von einem Jungen an die Treffen einer rechtsradikalen Gruppe mitnehmen. Als sie zu einer Demo mitgeht, wird sie Zeugin eines brutalen Überfalls auf einen schwarzen Ausländer. Gleichzeitig bedroht die "Kameradschaft" eine syrische Flüchtlingsfamilie, die in der Stadt einquartiert wird. Wie kann sich Linda aus den Fängen der Rechtsradikalen befreien?
> Der Autorin gelingt es, die allmähliche Vereinnahmung von Linda durch die rassistische Gruppe zu zeigen. Dank der Hilfe von verständigen Erwachsenen gelingt dem Mädchen der Ausstieg. Für die Lesenden liegt hier ein belehrender Text vor, der viele Aspekte des Problems beleuchtet und Lösungen aufzeigt. Das ist sehr wertvoll. Die Geschichte ist aber zu konstruiert, als dass sie einen so richtig packen würde. Monika Fuhrer

Titel: Feuerprüfung
Kollation: Broschur, 232 S.
Verlag, Jahr: Arena, 2014
ISBN: 978-3-401-06510-6
Kategorie: Belletristik
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 01.07.2014
Feuerprüfung
Cocos Leben dreht sich um ihr Aussehen, ihre Klamotten und ihre Dates. Sie ist mit Tomke, dem Anführer der Clique am Gymnasium zusammen. Stimmt es, dass diese Clique Kinder mobbt und beklaut? Als Coco die Clique darauf anspricht, kommt es zum Eklat: Sie erleidet einen schlimmen Brandunfall. Nelly, ihre jüngere Schwester, fühlt sich allein gelassen wegen all der Aufmerksamkeit für Coco. Sie findet Halt und in Tomke einen Freund, und nach zwei Aufnahmeritualen ist Nelly in der neuen Clique aufgenommen. Als sie jedoch bei einer Racheaktion der Clique auf dem Schuldach steht und ihr eine Waffe an die Schläfe gehalten wird, merkt sie, dass es sich nicht um ein Spiel handelt.
> Ein spannender Roman über die Sehnsucht nach Geborgenheit, nach Zusammenhalt und Wärme, alles zu finden in der neuen Familie – der Clique. Leider verlangt diese aber auch Mutproben und lebt von Erpressungen und Gewalt. Die Autorin schreibt Bücher für Jugendliche und Erwachsene, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurden. Maria Trifonov

Titel: Liebestot
Kollation: Geb., 285 S.
Verlag, Jahr: cbj, 2013
ISBN: 978-3570-15550-9
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Thriller, Suizid
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
1 von 4 Büchern
Rezension publiziert: 16.09.2013
Liebestot
Die siebzehnjährige Merle fährt mit dem geheimnisvollen Noah in die Ferien nach Schottland. Sie haben sich vor der Reise noch nie gesehen, kennen sich aber schon seit Monaten über Facebook. Merle hält es sogar für möglich, dass sie sich in Noah verliebt. Sie ahnt nicht, welche Schrecken auf sie warten. Denn Noah hat die Reise nicht zum Spass angetreten. Er plant, in der Einsamkeit im Norden Schottlands seinem Leben ein Ende zu setzen – und Merle soll ihn in den Tod begleiten.
> Die Handlung des Romans ist spannend, und man bangt beim Lesen bis zum Schluss um Merles Leben. Doch die Möglichkeiten, die das Thema Teenagerselbstmord bietet, werden bei Weitem nicht ausgeschöpft. Noah wird konsequent als Psychopath dargestellt. Warum er sterben und seinen Suizid unbedingt als romantischen Liebestod inszenieren will, wird nur oberflächlich begründet. Stattdessen konzentriert sich die Autorin auf die Gefahr für Merle. Dadurch mangelt es dem Buch an der emotionalen Tiefe, die dem Thema angemessen wäre. Iris Mende