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Anzahl Resultate: 2
Titel: Adam und das Volk der Bäume
Kollation: Broschur, 175 S.
Verlag, Jahr: Hanser, 2013
ISBN: 978-3-423-65004-5
Kategorie: Belletristik
Schlagwort: Aussenseiter, Fantasy
Alter: ab 13
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 06.01.2014
Adam und das Volk der Bäume
Adam ist 15 und ganz auf sich allein gestellt. Er lebt im 17.Stock am Rande einer Trabantensiedlung. Diese Enge hält er nur aus, weil er im nahe gelegenen Wald Kraft tanken kann. Er fühlt sich den Bäumen näher als den Menschen. Er begegnet Elfen, Trollen und anderen Waldgeistern, die ihm die Geschichte des Waldes erzählen. Der Junge hört auf das Rauschen der Blätter, beobachtet die Vorgänge in der Natur und leidet, weil die Leute nicht achtsam mit ihr umgehen. Eines Tages beschliesst er, in einem Bauwagen mit den Bäumen, Tieren und Geistern des Waldes zu leben.
> Wer sich auf diese Lektüre einlässt, wird in eine traumhafte, von rätselhaften Wesen bevölkerte Welt eingeführt und erfährt, wie sich der Umgang mit dem Wald seit der Antike verändert hat. Dies geschieht in so genauer wie literarischer Sprache. Wenn auch einiges gar seltsam erscheint, eröffnen sich den Lesenden doch neue Perspektiven und Einsichten. Monika Aeschlimann

Titel: Der kleine Mausche aus Dessau
Kollation: Broschur, 204 S.
Verlag, Jahr: dtv, 2012
ISBN: 978-3-423-62524-1
Kategorie: Belletristik
Alter: junge Erwachsene
Bewertung:
3 von 4 Bücher
Rezension publiziert: 15.08.2012
Der kleine Mausche aus Dessau Moses Mendelssohns Reise nach Berlin im Jahre 1743
Im Oktober 1743 macht sich der 14-jährige, bucklige Mausche zu Fuss auf die Reise von Dessau nach Berlin, um dort bei David Fränkel zu lernen. Für einen Juden ist es eine Wanderung voller Gefahren. Er muss jederzeit mit Demütigungen und Misshandlungen rechnen. Glücklicherweise trifft er den Handwerksburschen Hannes, der ihm beisteht und zu einem guten Freund wird.
> Eine spannende Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft und über Moses Mendelssohn, den späteren Gelehrten, den Lessing als Vorbild für Nathan den Weisen nahm. Eindrucksvoll werden die prekären jüdischen Lebensbedingungen im 18. Jahrhundert, sowie Fremdheit und Vorurteile thematisiert. Die häufigen jiddischen und hebräischen Wörter sind in einem Glossar übersetzt und verleihen dem ganzen Geschehen Authentizität. In einem Nachwort wird die Geschichte vom kleinen Mausche bis zum grossen Mendelssohn fertig erzählt, so dass für die Lesenden ein abgerundetes Bild entsteht. Esther Marthaler